Das erste Mal auf Ski in der Saison den Berg runter ist immer bisschen aufregend und wackelig für mich. Immerhin liegt ja ein Jahr dazwischen und ich frage mich jedesmal: „Kann ich das überhaupt noch?“

Ich kann, obwohl diesmal sogar zwei Jahre dazwischen liegen, denn letztes Jahr gab es zu der Zeit, als wir Lust hatten keinen Schnee, und in der Zeit, in der Schnee lag hatte ich zu viel zu tun.

Laut BergfexApp sollte heute die Sonne scheinen, den Vormittag konnte ich mir freinehmen, also rauf auf die Piste.

Nach den ersten beiden Abfahrten war die Sicherheit wieder da. Beim Liftfahren meinte ich zu meinem Mann, dass ich jedesmal, wenn ich hier hochfahre so eine Dankbarkeit verspüre.

  1. Dass wir so nahe am Skigebiet wohnen
  2. Dass ich meine Angst überwunden und den Mut aufgebracht habe, vor 5 Jahren Ski zu lernen
  3. Dass ich mir die Ausrüstung leisten konnte

Mein Mann fand Antwort Nr. 2 am Besten. „Dass war echt ein Meilenstein für dich, diese Angst zu überwinden, das schenkt echt Selbstvertrauen.“

Genau. So ist es jedesmal, wenn du deine Komfortzone verlässt und dich etwas traust, was dir vielleicht bisschen Angst macht.

Aber Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Handeln trotz Angst.

Und wenn man sich dann erst einmal überwunden hat, dann wird das Neue ganz schnell zur Komfortzone, aber es fühlt sich einfach wunderbar an.

hm