Neuer Schwung


Ich glaub es lag an meinen Kontaktlinsen. Seit Samstag trage ich sie, versuche mich an den Fremdkörper im Auge zu gewöhnen und tue mich ziemlich schwer damit. Die Optikerin hatte mich schon gewarnt: „Kann sein, dass sie ziemlich ermüden.“

Nachdem ich gestern Abend in meinem Treffen nichts mehr gesehen habe, und mir die Augen nur noch weh taten, komme ich heute mal einen Tag lang ohne aus. Und siehe da: Die Müdigkeit ist wie verschwunden.

Die Abrechnung und der Schriftkram ist erledigt, beim Frisör war ich schon, Olga hat das Haus geputzt, der Milchreis kocht im Thermomix, die Vorführung für heute Abend wird noch schnell geplant, und heute Nachmittag habe ich glatt noch Zeit für mein Trampolin……das jetzt sogar von Strunz verkauft wird, allerdings etwas teurer als in meinem Shop.

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antriebslos


Ich hänge so ein wenig müde in der Gegend rum. Antriebslosigkeit könnte man das auch nennen. Kommt es von dem faulen Wochenende, was hinter mir liegt? Macht das Wetter mir zu schaffen? Ist es der bevorstehende Frühling mit seiner Frühjahrsmüdigkeit? Ist es die schwierige Entscheidung, die vor mir liegt?

Keine Ahnung, ich muss mich selbst am Kragen hochziehen um in die Gänge zu kommen. Leider neige ich an solchen Tagen auch zur Disziplinlosigkeit was das Essen anbelangt. Wie gut, dass ich mir selbst so einen leichten Druck auferlegen kann, wenn ich öffentlich bekenne, dass ich ab jetzt für mindestens zweieinhalb Wochen ganz brav ProPointstagebuch führe, versprochen. Dann ist nämlich wieder Arbeitstreffen in Freiburg, da muss der Coach selbst auf die Waage.

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Finde deine Bestimmung


„Wer hat noch so richtig Mut, für große Taten?“, beginnt mein Mann die Videobotschaft für die Ankündigung des nächsten Gottesdienstes zum Thema: “Finde deine Bestimmung”.

Ich bin völlig begeistert von der Idee und Umsetzung, das Thema der nächsten Predigt auf diese Art und Weise anzukündigen. Und ich bin begeistert von unserer „Willkommen“-Seite, die genau das ausdrückt, was wir sind, was wir glauben und was wir leben.

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Entscheidungshilfe


Was für eine nette Geste durfte ich heute Abend bei einer Thermomix-Vorführung erleben. Nach der Vorführung, mit sehr netten Gästen, sitze ich mit meiner Mappe in der Küche, um mit jedem nochmals persönlich ein Beratungsgespräch zu führen. Das Gastgeberehepaar steht vor mir und kann sich noch nicht so richtig entscheiden. Sie will dass er entscheidet, er will, dass sie entscheidet. Da öffnet sich die Tür und ihre Mama schaut rein.

„Ich würd mich gerne mal einmischen. Ich finde den Thermomix wirklich ganz toll, und ich finde, dass er hier in eurer Küche stehen sollte. Also, falls ihr euch nicht entscheiden könnt, ich tu euch etwas dazu.“

Wie nett ist das denn? Solch eine Entscheidungshilfe konnten die beiden gerade gut gebrauchen und freuen sich jetzt auf ihren Thermomix. Und die Mama freut sich auch, denn zum Marmeladekochen darf sie ihn ausleihen, meint der Schwiegersohn.

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Ganzheitliches Wochenende


Ein Samstag ohne Termine. Wie cool ist das denn? Ich hab heute rein gar nichts zu tun. Das Haus ist sauber, die Straßen vom Schnee befreit, die Jungs beschäftigt, der Mann mit der Süßmaus in der Stadt. Also so richtig Zeit für mich, Luxus nenn ich das. Da freut sich mein Trampolin, mein Buch, mein Sofa, meine Seele, mein Geist und mein Körper.

hm

langsame Leitung


Wenn mir eins auf den Keks geht, dann ist es das ewig lange Laden des Internets. Wir wohnen im abgelegenen Bottenau, wo es nur eine Pseudotausender Leitung gibt. Es nervt dermaßen, wenn ich ewig lange warten muss, um die Internetseiten aufzurufen oder zu wechseln.

„Lass uns umziehen.“, fordere ich heute meinen Mann auf. Er grinst. Sollten wir also nochmals umziehen, werden wir unseren neuen Wohnort nach der Geschwindigkeit der DSL-Leitung auswählen.

hm

tolle Kinder


Ich habe tolle Kinder, sowieso. Aber wenn sie mich dann mal wieder so positiv überraschen, dann wird mir das immer wieder mal bewusst.

Heute Abend hatte ich bei mir zu Hause einen Thermomixabend veranstaltet. Das ist bei mir natürlich immer mit doppeltem Aufwand verbunden. Ich muss vorher aufräumen, alles einkaufen und vorbereiten, und hinterher auch noch den Abwasch erledigen. Aber das gehört eben dazu. Und es war wirklich ein sehr netter Abend mit sehr netten Leuten.

Als die letzten Gäste gegangen waren fing Steven an die Küche aufzuräumen. „Du musst das nicht machen, ich mach das gleich selbst.“, fordere ich ihn auf, alles stehen und liegen zu lassen. Es ist zwar sein Job, die Geschirrspülmaschine einzuräumen, aber in so einem besonderen Fall muss er das natürlich nicht machen.

„Ich muss das nicht Mama, aber ich kann das mal eben machen. Du hast ja heute schon genug gemacht, ruh dich mal etwas aus.“

Ich nehm ihn in den Arm und weiß, ich hab tolle Kinder.

hm

Projektprüfung, die letzte


Die Vorbereitung und Durchführung der Faschingsfeier am schmutzigen Donnerstag hat für die ganze Projektgruppe eine glatte 1 gegeben. Letzte Woche war die Projektwoche, und auch die ist super gut gelaufen. Die vier sind einfach ein tolles Team, haben toll zusammen gearbeitet, und wirklich etwas auf die Beine gestellt. Nicht ohne, dass die beste Lehrerin der Welt, super Ideen für sie hatte. Natürlich haben wir gelernt, natürlich hat die Gruppe sich mehrfach getroffen, natürlich habe auch ich etwas geholfen, ist ja selbstverständlich. Aber gestern, da war dann der mündliche Vortrag. Macht 1/3 der Gesamtnote aus. Und obwohl die vier ein klasse Rollenspiel geschrieben haben, obwohl sie ihre Texte konnten, ich war mal wieder super aufgeregt. Und diesmal sogar mein Sohnemann.

Das ist schon ganz ungewöhnlich, dass Jonathan abends um 21.50 Uhr freiwillig ins Bett geht. Reden ist nicht so sein Ding. Er ist das introvertierte Gegenteil vom Rest der Familie. Mit allerlei Ermutigung vom Papa, verließ er dann um 11.00 Uhr mit den anderen das Haus auf den Weg zur Schule.

Ich hab mich kaum auf irgendetwas anders konzentrieren können, war in Gedanken immer am Beten. Dass Gott ihm irgendwie hilft, dass er seinen Text kann, dass er laut genug redet, dass er konzentriert ist……..was man halt als Mutter so betet.

Kaum stehe ich mit dem Auto vor der Schule um ihn nach der Prüfung abzuholen kommt er mir grinsend entgegen. „Ich hab ne 1.“

Wie cool ist das denn? Eine 1 für die Praktische Prüfung, eine 1 für die Projektwoche und sogar eine 1 für den mündlichen Vortrag. Ich hab’s ein bisschen geahnt, dennoch freue ich mich riesig.

Aber dann öffnet sich die Tür der Schule nochmals, und die weltbeste Lehrerin kommt auf mich zu, grinst mich an und fragt: „Hat er dir auch die Kommazahl hinter der 1 verraten?“

Ich: „Nö?“

Sie: „Jonathan hat eine 1,0, er war super gut, ganz, ganz großes Kino.“

Wie stolz kann man als Mutter denn mal wieder sein?

hm

Erfolgsgeschichte


Eine erfolgreiche Teilnehmerin steht vor mir auf der Waage und grinst mich an. „Frau B., super gemacht, tolle Abnahme diese Woche.“, lobe ich sie.

„Wissen Sie Frau Malisic, diese Woche habe ich im Weight Watchers Magazin die Erfolgsgeschichten einiger Teilnehmer gelesen und dann das Heft weggelegt. Ich will nicht über die Erfolge der anderen lesen, ich möchte meine eigene Geschichte schreiben.“

Das unterstreiche ich ganz dick. Wenn andere das können, können wir das auch!

hm

Sonntage


Ich weiß nicht so richtig was gerade los ist. Aber die Sonntagmorgengottesdienste sind momentan die Höhepunkte meiner Woche.

Seit 25 Jahren stehe ich sonntags morgens früh auf um den Gottesdienst zu besuchen. Mir würde überhaupt nicht einfallen, irgendetwas anders an diesem Vormittag zu tun. Und es gab auch schon Zeiten, da hatte ich eigentlich keine Lust. Aber nie stellt sich mir die Frage: „Gehe ich, oder gehe ich nicht?“ Liegt vielleicht auch daran, dass mein Mann der Pastor ist. Liegt sicherlich aber auch daran, dass mir der Sonntag als Christin heilig ist. Sonntag gehört irgendwie Gott. Da möchte ich mir Zeit nehmen mit Lobpreis und Anbetung, da möchte ich die Predigt hören und Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern haben. Sonntag wird bei uns nicht gearbeitet, da bleibt meistens alles liegen, da ruhen wir uns aus.

Und ganz besonders mag ich Sonntage, wenn die Gemeinde hinterher noch zum Essen zusammenbleibt. Wenn Zeit da ist für Gespräche, zum Lachen und zum Weinen, zum Anteilnehmen am Anderen.

War gestern ein schöner Sonntag, und ich kann kaum erwarten, bis wieder Sonntag ist.

hm