2.7.2009 von hm.
Gestern war definitiv nicht mein Tag. Angefangen hat es damit, dass ich die Nacht zu wenig geschlafen hatte. Morgens bin ich dann fast rückwärts von der Waage gefallen und kann mir diese Zahl höchstens durch eine extreme „Esistsoheißundschwülwassereinlagerung“ erklären. Und dann bin ich schon mal schlecht gelaunt. Da hat auch das gemütliche Frühstück mit zwei Frauen aus dem Dorf nichts geholfen. Dann hatten wir noch diesen super, blöden Termin, der auch noch super schlecht ausgegangen ist, das reicht eigentlich für einen ganzen Monat schlechte Laune. Und obwohl ich ziemlich schlapp war, musste ich unbedingt noch eine halbe Stunde im Pool schwimmen und mein tägliches Muskeltraining absolvieren. Völlig lustlos zog ich an den Flexbändern und mein Mann grinst mich an: „Du schummelst ja.“ „Ich hab auch keine Lust.“
Ja, so geht’s mir manchmal auch, und dann hoffe ich, dass es bald Abend wird, ich im Bett liege und der Tag vorbei ist. Und heute Morgen, sieht die Welt schon wieder anders aus, die Sonne lacht, ich bin ausgeschlafen, und alles wird gut.
hm
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30.6.2009 von hm.
Die erste Jahreshälfte ist vorbei. Ich erschrecke jeden Sommer kurz vor dem Urlaub. Denke, wir waren doch erst auf Sardinien. Und nun liegen die Ferien schon wieder vor uns. Gestern Nachmittag allerdings, hatten wir schon etwas Ferien im Garten. Nach einem ganzen Tag Haus- und Büroarbeit nahm ich mir ab 17.00 Uhr den Rest des Tages frei. Da die Temperaturen des Pools auf 25 C° angestiegen waren, traute auch ich mich mal ins Wasser. Und hatte jede Menge Spaß mit meiner Süßmaus. Später dann genoss ich bei plätscherndem Wasser und einer erzählenden Joana die Sonne. Den Megaspaß allerdings hatten wir dann, als Manuel, Jonathan, Vlado, Joana und ich eine Runde Volleyball im Pool spielten. Steven war leider im Freibad. Vor lauter Lachen, waren wir fast nicht mehr in der Lage den Ball über die provisorische Stange zu werfen.
Ausgepowert und doch etwas durchgefroren stand ich im Bikini im Bad, Manuel steht vor mir. Ich betrachte mich im Spiegel und stelle fest: „Mensch, guck dir das mal an. Ich hab das Gefühl, dass ich im Alter immer runder werde. Ich seh schon wie so ne richtige alte Mutter aus.“
Manuel:“ Mutter??? Meine Liebe, du wirst bald Oma!“
hm
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29.6.2009 von hm.
Zeit für mich war das Thema diese Woche in den Treffen. Ein Thema, dem ich ein ganzes Buch gewidmet habe. Und praktiziere es selbst mit einer guten Portion Egoismus. Bei der vielen Arbeit, die immer ansteht, hätte ich normalerweise nie Zeit für mich. Es gäbe immer etwas zu tun, aufzuräumen, zu putzen, zu buchen, zu jäten, zu erledigen. Ich würde nie fertig werden. Da ich diese Zeiten kenne und auch die Unzufriedenheit, die sich mit der Zeit einstellt, nehme ich mir immer wieder die Freiheit, auch Zeit für Dinge zu nehmen, die ich gerne tue. Ist alles eine Sache der Prioritäten setzen, und das fällt manchem nicht so leicht. Montags laufe ich normalerweise eigentlich, und habe dennoch meine Priorität anders gesetzt. Heute bin ich der Meinung, dass Fenster Putzen, Altpapier entsorgen, Wäsche bügeln und evtl. auch etwas Gartenarbeit wichtiger ist.
Und wenn ich dann erst einmal dabei bin, vergesse ich alles um mich herum. Blöd nur, dass ich heute Morgen auch mein Töchterchen vergessen hatte. Sie muss um 7.55 Uhr losgehen, um 7.40 Uhr fiel mir beim Fensterputzen voller Schreck ein, dass sie noch im Bett liegt. Kann ja mal passieren, bei vier Kindern, dass man eins vergisst.
Die Fenster sind sauber, das Kind ist dennoch pünktlich zur Schule gegangen, alles nochmal gut gegangen.
hm
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27.6.2009 von hm.
Zwei Wochenenden hintereinander voller Feste, das strengt schon an. Während wir letztes Wochenende voll und ganz auf das Stadtfest in Renchen vorbereitet waren, hieß es heute Morgen für mich in die Stadt zum Oberkircher Kindertag. Mein Töchterchen hatte einen Auftritt, allerliebst und gerade noch rechtzeitig, bevor es so richtig anfing zu regnen. Und anstatt gemütlich über den Kindertag zu bummeln, sitzen wir zu Hause, jeder geht seiner eigenen Lieblingsbeschäftigung nach. Meine Muskelkater vom Geburtstagsgeschenk lassen so langsam nach, die Muskeln haben sich an die täglichen Übungen gewöhnt und es macht sooooooooo viel Spaß. Und gestern kam doch tatsächlich der Postbote und brachte mir noch einen Herzenswunsch ohne Absender. Manchmal kann ich es gar nicht fassen, wie sehr ich verwöhnt werde. Irgendwann dämmerte es mir dann, dass der fehlende Absender nur mein kleiner Bruder sein kann. Wie wahr, wie wahr.
Morgen ist wieder Fest, diesmal Schulfest in Bottenau. Wieder Kuchen backen, Salat zubereiten, Kuchen verkaufen…..und den ganzen Nachmittag von zu Hause weg sein. Grundsätzlich sollte man sich als Mutter von vier Kindern vor den Sommerferien nichts vornehmen. Die Schulen geben genügend Termine vor. Dennoch stehen zwei wichtige Fahrten nach Stuttgart am Freitag und zwei Wochen später nach Düsseldorf an. Ich bereite mich auf eine Zertifizierungsprüfung vor und muss sagen, ich bin sehr begeistert. Begeistert davon, sich mit der Thematik, die ich Woche für Woche im Treffen erlebe nochmals so intensiv auseinander zu setzen. Das schult, und für Schulungen bin ich immer zu haben.
hm
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27.6.2009 von hm.
Diese Woche bin ich mehrfach mit dem Tod konfrontiert worden. Eine Mutter erzählte mir, sie habe ihren 19-jährigen Sohn vor einem halben Jahr durch einen Verkehrsunfall verloren. Eine Teilnehmerin steht am Mittwoch vor mir und sah aus, als hätte sie gerade mit Ach und Krach einen Boxkampf gewonnen. Blaues Gesicht, Prellungen am ganzen Körper. „Frau Malisic, wir saßen im Auto und da kam einer auf uns zu in Schlangenlinie, und wir konnten nicht mal ausweichen.“ Und sie macht sich Sorgen darüber, dass sie nicht abgenommen hat. Mir standen die Tränen in den Augen. Ich versuchte sie zu trösten: „Ihr Gewicht ist wohl das aller unwichtigste. Frau F. sie haben das überlebt.“ Und dann muss sie natürlich weinen und ich versuche mich zu beherrschen, weil da noch 70 andere Teilnehmer warten. Und dann stirbt Michael Jackson……und so viele andere Menschen auch, in jeder Minute.
Mir wird in solchen Situationen immer wieder eins deutlich. Unser Leben hier auf dieser Erde ist nur Stückwerk, ein Bruchteil dessen, was die Ewigkeit bedeutet. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, daran, dass alle diejenigen, die an Jesus glauben mit ihm beim Vater sein werden. In einem neuen Lied, was ich gerade mit meinem Sohn lerne und am Sonntag im Gottesdienst singen werde heißt es:
„Eine kurze Zeit……dann sind wir vereint.“
hm
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