19.12.2008 von hm.
Fast ein wenig wehmütig war ich gestern, als das letzte Treffen in diesem Jahr zu Ende ging. Bewusst hatte ich mir vorgenommen in der Weihnachtswoche und auch zwischen den Feiertagen nicht zu arbeiten, aber wenn dann so ein Jahr zu Ende geht, und ich meine Teilnehmer ins nächste Jahr verabschiede ist mir immer etwas flau im Magen. Nun hoffe ich, dass alle gut gerüstet in die Feiertage gehen und ein bisschen auch den eigentlichen Sinn von Weihnachten in ihrem Herzen tragen.
Heute gibt es in der Grundschule eine Aufführung, zu der ich gehe um mein Töchterchen zu bestaunen. Das ist mit so vielen Emotionen behaftet, dass ich mich schon fast ein wenig davor fürchte. Ich hab dann immer Julian vor Augen, wie er in der Kirche am letzten Gottesdienst vor den Sommerferien mit seiner Klasse auftrat und Lieder vorgetrug. Mit das letzte, woran wir uns erinnern können. Es war klar, dass dieses Alter von Joana immer wieder solche schmerzvollen Augenblicke bereit hält, irgendwann musste sie 7 werden und in der ersten Klasse sein. Und ich merke, wie uns das alle einholt. Manuel wollte gestern Joanthan nicht alleine mit seinem Freund nach Offenburg fahren lassen. Er wollte nicht, dass Joana alleine nachmittags zur Schule geht um eine Mappe zu holen. In uns allen steckt noch ein wenig die Verlustangst. Ich musste mir gestern nachmittag bewusst eine Auszeit im Gebet nehmen, um diese Ängste an Gott abzugeben.
Aber ich merke, dass ich diese Woche emotional ziemlich angreifbar bin. Die Erinnerungen an Julian ist das Eine, mein Großer wird morgen “erwachsen”, das ist das andere. Vlado und ich saßen gestern lange im Gespräch. “Krümel” haben wir ihn immer genannt, weil er so klein war. 2850 g und 51 cm. Unser erstes Kind, und jetzt ist er 1,86 und morgen wird er 18. Wir schließen unser Gespräch mit etwas trockener Kehle ab: “Er ist ein feiner Junge geworden.”
hm
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18.12.2008 von hm.
Wie gut, dass ich einen Sohn habe, der PTA lernt. “Mama, ich weiß ein gutes Medikament für dich, für den Sommer.”
Ich: Wofür brauche ich denn im Sommer ein Medikament?
Er: Na für den Fall, dass ich nächstes Jahr nochmal mit nach Sardinien fahre brauchst du eins.
Ich: ???
Er: Du könntest es als Tablette nehmen, als Kaugummi, oder als Zäpfchen.
Ich: ???
Er: Ja, weil ich ja dann Führerschein habe und fahre, und du dann hinten sitzen musst.
Und dann bekomme ich von ihm eine medizinische Abhaltung vorgetragen, warum mir hinten im Auto schlecht wird.
Ich: WAS, ich sitze auf GAR KEINEN FALL HINTEN.
Er: Doch tust du, ich fahre, und Papa sitzt neben mir.
Ist doch schon irgendwie sehr rührend, dass sich mein Sohn am 17. Dezember 2008 schon Gedanken darüber macht, was seine Mutter Ende Juli 2009 für Medikamente nehmen muss, damit er Autofahren darf.
hm
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17.12.2008 von hm.
Seit heute ist es online, mein neues Buch. Bei Amazon zwar noch ohne Bild, aber es ist drin. Und mein Verlag hat natürlich das Cover schon veröffentlicht. Nun bin ich gespannt, ob es tatsächlich pünktlich erscheint.
Hab heute noch ein paar Rezepte online gestellt. Eins ist gerade im Ofen, meine Teilnehmer dürfen sich heute freuen. ![]()
hm
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16.12.2008 von hm.
Mein Mann gestern in einem Gespräch zu einer Bekannten: “Meine Frau hat in unserer Ehe nicht viel zu sagen.” Kurze Pause. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und wundere mich. “Sie sagt nur einmal was und dann spure ich.”![]()
War in meinem Leben noch nicht so aufgeregt bei einer Übergabe eines Weihnachtsgeschenks wie heute morgen in meinem Treffen. Richtig gezittert hab ich……und dann haben sich doch alle gefreut.
Ich selbst kann es gar nicht so richtig fassen, wie entspannt die Vorweihnachtszeit für uns ist. Alles ist gut geplant und vorbereitet. Die Kinder müssen alle etwas mehr diese Woche noch lernen, da doch noch ein paar Arbeiten geschrieben werden. Die Geburtstagsfeier am Freitag wird nochmals eine Herausforderung. Sonntag haben wir in der Gemeinde Weihnachtsfeier und direkt danach fahren wir nach Mannheim zum Konzert……ich freu mich riesig. Und dann darf Weihnachten kommen.
hm
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15.12.2008 von hm.
“Mama, das würde dich jetzt 600,–€ kosten und du müsstest eine Nachprüfung machen.”
Manuel sitzt im Auto neben mir und klärt mich auf. “Ich fahr doch gar nicht so schnell.”, behaupte ich. “Doch, hier darf man nur 50 km/h fahren, und du fährst 70 km/h. Mein Fahrlehrer hat gesagt, wenn mir das in der Probezeit passiert und ich geblitzt werde, dann muss ich in die Nachprüfung. ”
Ich: “Na wie gut das ich nicht in der Probezeit bin.”
Kurze Zeit später: “Mama, hier darfst du so richtig beschleunigen.” Dann: “Mama, Fuß vom Gas, hier ist verkehrsberuhigte Zone.” Später in einer Kurve: “Mensch, du hast ja die halbe Fahrbahn eingenommen. Ich: “Macht doch nichts, da kam ja kein Auto.” Er: “Mama, so ist letztens ein Unfall entstanden.”
22 Jahre ist es her, seit ich meinen Führerschein gemacht habe. Und auch wenn’s etwas nervt, eigentlich finde ich es ganz gut mal wieder an die Regeln erinnert zu werden. Gestern wäre ich dreimal durchgefallen.
hm
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14.12.2008 von hm.
Hab ich heute in einem Forum gefunden und musste ein wenig weinen.
Worldwide Candle Lighting®
Kerzen leuchten weltweit am 2. Sonntag im Dezember um 19.00 Uhr.
In jeder Zeitzone, überall in der Welt sind Menschen eingeladen,
um 19:00 Uhr eine Kerze anzuzünden, um aller verstorbenen Kinder zu gedenken - damit ihr Licht immer scheinen wird.
Wenn die Kerzen in der einen Zeitzone niederbrennen, werden sie in der nächsten angezündet.
So wird für unsere Sternenkinder 24 Stunden lang eine Welle von Licht um den Globus wandern.
Eine Initiative der “Compassionate Friends”, der Verwaisten Eltern und Geschwister in den USA (http://www.compassionatefriends.org/),
in Deutschland erstmalig eingeführt am zweiten Sonntag im Dezember 1999 von SonjaM und RolandM (*Foren d. SKE net*).
… damit ihr Licht immer scheinen wird….
hm
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13.12.2008 von hm.
Das war klar. Ich brauchte tatsächlich nur einmal zu Bitten. Vlado kam um 18.00 Uhr nach Hause und 10 Minuten später saß er schon an meinem Rechner. Nicht nur, dass er mir die Seite hochläd, er verändert auch noch hier und da ein paar optische Kleinigkeiten, die mir als Kunstbanause im Leben nicht auffallen. So ist sie nun tatsächlich fertig, meine neue Seite.
Während ich mir die einzelnen Seiten nochmals anschaue muss ich schmunzeln. Hab ich doch heute tatsächlich eins meiner unliebsamsten Aufgaben erledigt: Keller aufräumen. Nachdem mich der DPD-Mann mit so vielen Kartons zugestellt hat, kam kaum noch jemand durch unseren Kellereingang. So viele neue Produkte machten es notwendig, dass mir mein Mann ein neues Regal in den Keller stellte: “Damit das Chaos hier mal beseitigt wird.” Also musste ich heute etwas umsortieren. Broschüren auf die eine Seite, Lebensmittel auf die andere, und dann die vielen neuen tollen Sachen, die es ab Januar gibt.
Heute habe ich das Weihnachtsgeschenk für meine Teilnehmer fertig gestellt. Bin sehr gespannt, was sie DAZU sagen werden. Ich werd’s erleben.
hm
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13.12.2008 von hm.
Meine neue Seite ist fertig. Nicht, dass sie sich so sehr verändert hätte. Ein paar Texte hab ich umgeschrieben, ein paar Rezepte dazu erstellt. Ich glaube, sie ist ein wenig übersichtlicher, vielleicht auch praktischer. Aber das Wesentliche: Ich kann sie endlich wieder aktualisieren. Einziger Haken, ich weiß nicht, wie ich sie das erste mal online bekomme. Also muss ich warten, bis mein liebster Mann Zeit hat, der kann’s nämlich. Aber, wie ich ihn kenne, ist er so begeistert, dass die Seite fertig ist, da muss ich ihn nicht zweimal bitten.
hm
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13.12.2008 von hm.
Ein Mann fand eine Flasche, die im Meer trieb. Er öffnete sie, und heraus kam ein Geist, der zu ihm sagte: “Dafür, dass du mich befreit hast, will ich dir drei Wünsche erfüllen.” Der Mann wünschte sich eine Million Euro, und poff!, war da eine Million Euro.
Danach wünschte der Mann sich ein Cabrio, und poff!, hatte er ein Cabrio.
Als Letztes wünschte er sich, auf alle Frauen unwiderstehlich zu wirken, und poff!, verwandelte er sich in eine Tafel Schokolade!
hm
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12.12.2008 von hm.
Manuel kann es kaum noch erwarten. In 8 Tagen wird er 18. Und ich werde Mutter eines erwachsenn Sohnes. Die Tage vergehen für ihn in Achtlosigkeit. Er redet, träumt, denkt und plant für die Feier. Gestern haben wir das Buffet besprochen. Er war stark beeindruckt, was ich ihm alles vorgeschlagen habe. “Mama, das schaffst du auf keinen Fall alles alleine, dafür brauchst du Hilfe.” Brauche ich nicht, das gehört zum Muttersein dazu.
Seinen Blick auf ein besonderes Ereignis, oder voll und ganz auf sein Ziel gerichtet zu haben bedeutet oft, am eigentlichen Leben vorbeizuleben. Wenn wir immer nur das Ergebnis im Visier haben, dann verlieren wir unsere Achtsamkeit im eigentlichen Jetzt. Die Menschen rennen, um alle Weihnachtsgeschenke zu kaufen, der Stadtbummel wird zum Marathon. Nehmen wir den Tag, die Stunden die Minuten überhaupt noch wahr? Oder sitzt uns immer schon der nächste Termin im Nacken? Sind es nicht die kleinen Augenblicke, die uns das Leben bereichern?
Zu den kleinen Freuden des Lebens gehören fast unspektakuläre Ereignisse.
Fast die schönsten Sekunden verbringe ich morgens, wenn ich mein Töchterchen wecke, sie auf den Arm nehme und sie zu ihrem Stuhl trage. Dieser winzige Augenblick, in dem sie sich in meinen Arm kuschelt, fast in mich eintaucht, und indem ich so viel Liebe und Dankbarkeit für sie empfinde.
Wenn Manuel nach Hause kommt und erst mal “reden” will. Oft habe ich scheinbar so viele andere Dinge zu erledigen. Ich muss mich förmlich dazu zwingen, alles liegenzulassen und meine Aufmerksamkeit ihm zu schenken.
Wenn Jonathan mit seinen 14 Jahren und 1,77 m schlacksig seine Mutter umarmt, weil er hin und wieder ein paar Streicheleinheiten braucht.
Wenn Steven mich anlächelt und mir versichert: “Mama, ich hab dich lieb.”
Wenn mein Mann mir zu verstehen gibt, dass es ihm nicht schwer fällt mich zu lieben, und dass er froh ist, dass wir verheiratet sind.
Und ich freu mich sogar morgens an solchen Banalitäten wie einer heißen Tasse Kaffee, die ich genieße.
Ja, Weihnachten steht vor der Tür, und Manuels Geburtstag, mein Vater kommt zu Besuch, und die Ferien stehen bevor. Alles schöne und große Ereignisse. Dennoch möchte ich auch jeden einzelnen Tag vorher genießen, sei er auch noch so unscheinbar. Ich möchte nichts “hinter mich bringen” weil die Aufgabe scheinbar so mühevoll ist, sondern auch die unliebsamen Aufgaben bewusst wahrnehmen und den Moment genießen.
hm
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