Zuerst war es das Toilettenpapier, dann das Mehl, jetzt ist es die Hefe.

Die Trockenhefe war zuerst weg, das hab ich nichtmal mitbekommen, weil ich grundsätzlich mit frischer Hefe backe. Jetzt sind auch die Kühlregale leer. Mittwoch verrät mir die nette Verkäuferin im Supermarkt, ich solle morgens um 8:00 Uhr kommen, sie würden jeden Tag eine Packung bekommen. Ich also gestern früh hin, und tatsächlich, 1 Packung mit 10 Würfeln Biohefe. Mehr als 3 x so teuer wie normale Hefe. Das wars. Ich nehme mir 2 Würfel und komme mit einer Verkäuferin ins Gespräch, natürlich mit 2 m Abstand. Sie plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen, und wir überlegen, wieso jetzt alle wie verrückt Hefe kaufen. „Die wird ja schlecht.“, meinte sie. „Nö, Hefe kann man einfrieren, kläre ich sie auf.“

Aber früher hätten die Leute ja auch nicht so viel gebacken. Ich weiß die Lösung.

  1. Die meisten haben gerade mehr Zeit zum Kochen und Backen
  2. Irgendwie müssen die Leute ja ihre gehorteten Mehlvorräte aufbrauchen 😉

Mich trifft es ein bisschen, weil ich Brot grundsätzlich selber backe. Aber wenn es keine Hefe mehr gibt, dann back ich halt mit Sauerteig. Und wenn das nicht funktioniert, gibt es Knäckebrot:

Mein Lieblingsknäckebrot

130 g Dinkel frisch mahlen oder gekauftes Dinkelvollkornmehl
130 g  Haferflocken
40 g Sesam
40 g Leinsamen40 g Sonnenblumenkerne
30 ml Öl
400 ml Wasser
1 TL Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und eine Stunde quellen lassen.
Nach der Stunde den Backofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf zwei mit Backfolie ausgelegte Backbleche streichen.

Ein Blech 20 Minuten backen, danach das Brot mit dem Pizzaschneider in 12 Stücke schneiden. Weitere 20 Minuten backen.

Die Knäckebrote auf einem Gitter abkühlen lassen. Je nach Ofen kann die Zeit etwas variieren. Die Knäckebrote sollten schon im Ofen etwas knusprig sein.

Danach das zweite Blech backen.

Zwei Stück passen auf einen kleinen Teller.

hm