Sitze gestern Nachmittag am Rechner und versuche alle restlichen Arbeiten, die anstehen fertigzubekommen. Sieht momentan ein bisschen danach aus, als ob das so eine never ending story ist. Bin noch nicht mit einer Aufgabe fertig, da schleicht sich schon die nächste auf meinen Schreibtisch. Drei Konferenzen direkt hintereinander waren doch ein bisschen zu viel.

Immer schön langsam denke ich, eins nach dem anderen, und dennoch gibt es da sowas wie Termine, die ich einhalten muss/will.

Schreibe zwischendurch kurz mit meiner Freundin, die mir versichert, es sei nicht so schlimm, dass ich momentan kaum Zeit für die Freundschaft habe, ich soll nur auch an mich denken.

Das war so ein „Aha-Moment“.

Kaum hatte sie die Worte geschrieben, war mir bewusst, dass diese Woche tatsächlich zu viel auf meiner Liste stand.

Montag – Abgabetermin für unser nächstes Projekt, Vorbereitung für die Lebe-leichter-Kurse, Büro- und Haushaltskram, der vier Tage liegen geblieben war.

Dienstag – Lebe -leichter- Kursstart inklusive dem Schreiben von Rechnungen, Einpflegen der E-Mail-Adressen und Schreiben des ersten Newsletter

Mittwoch – 11:00 Uhr und 15:00 Uhr jeweils Termine mit zwei meiner Kinder bei der Berufsberatung. So auf die Art: „Mama, könntest du bitte mitkommen.“ Abends Body Spirit Soul Abschluss mit 9 Frauen bei mir zum Abendessen

Donnerstag – 10:00 Uhr Telefontermin mit Beate, 11:00 Uhr gemeinsamer Skypetermin mit unserem Verlagsleiter, 15:00 Uhr weiterer wichtiger Termin

Freitag – restliche Büroarbeit und einige Telefonate

Und dann kam dieser Aha-Moment um ca. 17:00 Uhr, in dem ich meinen Rechner zuklappte und mit Kopfhörer und Lieblingsmusik das die Weite suchte.

Zwischen den Weinbergen mit Blick auf Straßburg musste ich kurz innehalten, da liefen mir bisschen die Tränen übers Gesicht. War, als würde mir jemand ein Ventil öffnen. Mit Gebet, dem Blick in die Natur, der frischen Luft und DIESEM Lied, war der Akku wieder gefüllt.

Jetzt ist 11:42 Uhr, ich bin noch im Schlafanzug, hab heute nur ein bisschen gelesen, gesund gefrühstückt, eine Stunde mit einer Freundin telefoniert, mit der Süßmaus gekuschelt und sonst nix.

Heute Abend ist Ladiesnight, aber da hab ich fast nix zu tun. Einfach genießen – ich freu mich drauf.

Und morgen ist Sonntag, da arbeite ich eh nix, da ist morgens Gottesdienst (ENDLICH NACH ZWEI WOCHEN WIEDER IN MEINER KIRCHE) und abends gehe ich mit meinem Mann ins Theater.

Und dann kann der Montag auch wieder kommen. Nächste Woche mit gedrosseltem Tempo, versprochen.

hm