Zwei Tage waren wir jetzt an einem Standort im Swisttal. Bei unserer Ankunft meinte der Besitzer, er hätte leider keine Möglichkeit den Schutt an die Straße zu schmeißen, bzw. hätte er auch keinen Container. Der stehe so 300 m entfernt. Aber einen Handwagen hatte er.

Wir also den lose gestemmten Boden in Eimer gefüllt, nach oben in den Wagen gebracht und zum Container gefahren. So kann man seine Tage auch verbringen.

Fazit: 50.000 Schritte und ein effektives Oberarmtraining. Da brauchst du kein Fitnessstudio mehr.

Am Container bin ich mit so vielen Anwohnern ins Gespräch gekommen. Die einfach ihre Geschichte erzählt haben. Und eins wird hier so deutlich. Die Not ist so groß, aber die Solidarität auch. Weil hier niemand alleine betroffen ist. Weil hier alle im selben Boot sitzen. Mittags treffen sich viele an den Versorgungsstationen. Die gibt es in jedem Dorf. Weil viele immer noch kein Wasser haben, und keinen Strom. Worüber hier keiner spricht: Corona. Nicht einmal habe ich das Wort „Corona“, „Abstand“, „3 G“, „Mundschutz“ etc. gehört.

Das, was wir hier tun ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber ein wichtiger Tropfen.

Der Besitzer war einfach nur dankbar, dass wir so viel geschafft haben.

hm