Fastenzeit

Bekomme ich letzte Woche einen Anruf von der Presse, die wissen wollten, ob ich dieses Jahr faste. Und wenn, dann würde ich sicherlich nicht aus religiösen Gründen sondern aus ernährungstechnischen Gründen auf bestimmte Dinge verzichten, setzte der Journalist voraus. Er kennt mich nicht.

„Also, für den Fall, dass ich faste, tue ich das NUR aus religiösen Gründen. Fasten mit der Absicht ein paar Pfunde zu verlieren halte ich für nicht angebracht. Der Körper merkt sich jede Diäterfahrung, drosselt seinen Stoffwechsel runter und der Jojoeffekt ist vorprogrammiert. Sicherlich tut es dem Körper gut, wenn man mal eine Zeitlang auf Süß verzichtet. Eine langfristige Ernährungsumstellung mit einem maßvollen Genuss von Süßem halte ich allerdings für sehr viel sinnvoller, wenn es um das Thema Gewichtsreduktion geht.”

Aber da hat mich die Zeitung doch tatsächlich irgendwie auf den Geschmack gebracht. Gefastet hab ich schon einige Male. Immer aus religiösen Gründen. Fasten bedeutet für mich auch immer eine intensive Nähe zu Gott. Habe ich ja sowieso, aber manchmal, wenn da ein Herzenswunsch in einem schlummert oder auch ein Anliegen, dann ist fasten gar nicht so schlecht.

Und da ich da so ein paar Sachen in meinem Herzen trage, die gerade aktuell sind, überleg ich es mir bis morgen, ob ich nicht vielleicht die Fastenzeit nutze…

hm

Antwort schreiben