Archive für Mai 2011

Gespart

So gut wie nie bestelle ich irgendetwas aus einem Katalog. Dennoch flattern sie uns immer wieder ins Haus, diese kleinen Werbeprospekte mit ihren verlockenden Angeboten. Eigentlich wandern sie gleich ins Altpapier, doch ab und an, lasse ich mich dazu herab, die angebotene Ware zu betrachten. Heute fällt mein Augenmerk auf eine Seite mit vier verschiedenen Jeans. Da gibt es für jede Problemzone eine.

1 für lange Beine

1 für einen flachen Bauch

1 für einen perfekten Sitz

1 für eine schlanke Linie

Jetzt hätten sie mich – gäbe es eine, die alle vier Kriterien erfüllt. Aber so landet das Blättchen doch wieder im Papierkorb.

Da hab ich doch glatt mal wieder Geld gespart und bleib bei meinen alten Jeans.

hm

Thema der letzen Woche

Ein Kurs ist gelungen, wenn sogar die Kursleiterin motiviert ist. Das Thema Bewegung stand letzte Woche im Mittelpunkt meiner Lebe-leichter-Treffen. Und so blicke ich auf eine herausfordernde Woche zurück, in der ich mich jeden Tag, bis auf Sonntag sportlich betätigt habe. Auf dem Trampolin brauche ich nicht so viel Motivation, weil das einfach nur Spaß macht. Aber die Zeit muss man sich dennoch nehmen. Ganz brav und vorbildlich laufe ich allerdings seit einer guten Woche wieder mit meinen Nordic- Walking-Stöcken. Gebe ich doch am Samstag einen Kurs in Karlsruhe, da will ich nicht so eingerostet sein. Und siehe da, nicht nur die Waage spricht freundlich mit mir, es fühlt sich auch leichter an.

hm

Offline

Zwei Tage war mein Rechner aus. Nicht, weil ich keine Lust hatte online zugehen, weil einfach keine Zeit da war. Seit Freitag haben wir Besuch, gestern wurden zwei unserer Jungs eingesegnet (konfirmiert), die Vorbereitungen, Gäste und Feier haben meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Und nun liegt auch dieses besondere Ereignis schon wieder in der Vergangenheit. Zwischendurch war ich noch in Bad Krozingen zu einem Frauenfrühstück und freue mich immer wieder, wenn ich merke, dass das was ich tue, genau das ist, was ich tun soll.

Und nachdem ich heute den ganzen Morgen Emails beantwortet habe, nehme ich mir den Nachmittag frei. Der Opa und ein Freund sind noch da, und auch ich freue mich, über einen relaxten Nachmittag. Das Wetter spielt mit, also bis morgen.

hm

Oberkuschelig

Eigentlich wollte ich nur ein Paket abgeben und Zahnpasta kaufen. Und dann musste ich doch nochmal kurz in ein Geschäft, nur um mal zu schauen. Ich bräuchte eigentlich nichts, aber man weiß ja nie, was einem so begegnet. Und da lag sie. Nicht schick, eher sportlich, vielleicht etwas jugendlich, verspielt, irgendwie Außergewöhnlich. Und wie sie sich erst angefühlt hat, oberkuschelig. Wenn ich eins liebe, dann sind es Jacken. Egal ob Strick oder Sweatshirt, Jacken gehen immer, vor allen Dingen wenn sie kuschelig sind. Ich halte völlig verzückt dieses Teil in der Hand und sehe schon, dass mir die Größe nicht passen wird. Neben mir eine kleine, sehr schmale Frau mit Kind im Kinderwagen. „Ist die nicht süß? Ich hab von der Firma schon ein T-Shirt, das ist total klasse.“

Ich: „Ja, die ist absolut super schön, aber ich glaube nicht meine Größe. Es ist die letzte.“ Die Frau schaut mich erwartungsvoll an: „Meine Größe?“ Schweren Herzens musste ich ihr das gute Stück überlassen. Und dann kam mir die Idee. „Darf ich mir das Etikett mal anschauen, und hätten Sie vielleicht mal einen Stift für mich?“

Gesagt getan, und nach 30 Minuten recherchieren war ich im Netz fündig, gestern bestellt, heute wird sie geliefert, 15,–€ günstiger.

hm

Werbespot

Nicht, dass ich das erste Mal vor der Kamera stehen würde, dennoch ist es immer etwas aufregend. Mit ein paar Outfits bestückt bin ich also schon wieder Richtung Holzgerlingen unterwegs um einen Werbespot für „Lebe leichter“ zu drehen. Bin selbst sehr gespannt, und da die SCM-Buchhandlung um die Ecke liegt, werde ich dort wohl auch noch einen kurzen Abstecher machen.

hm

Erleuchtung

Nach erledigtem Einkauf bitte ich normalerweise immer meinen Mann oder die Jungs, die schweren Einkaufskörbe ins Haus zu tragen. Gestern Mittag war niemand da, ich musste selbst schleppen. Und denke daran, dass ich schweres Heben seit langer Zeit vermeide. Begründung: Ist für Frauen nicht gut. Und wundere mich, dass die Muskulatur in meinen Oberarmen immer mehr schwindet. Während ich gestern die schweren Kisten in die Küche schleppe, dabei ordentlich den Rest meiner verkümmerten Muskeln anspanne, dämmert es mir. Denn auch gewohnte Haushaltsarbeiten wie Bad und Fenster putzen, Böden wischen übernimmt seit 1 ½ Jahren jemand anders für mich.

Hab dann gestern gleich mal das Bad geputzt und war heute seit langer Zeit mal wieder mit den Nordic Walking Stöcken unterwegs. Und auf dem Trampolin benutze ich jetzt Hanteln.

Nur zu blöd, dass ich davon meinem Mann erzählt habe.

Jeder kann sich denken, was ich zur Antwort bekam, als ich ihn heute Mittag bat, die schweren Wasserkästen ins Haus zu bringen.

hm

Guter Gedanke

Von einer Teilnehmerin:

„Ich glaube nicht, dass Schlanksein die Lösung für meine Probleme ist, aber Essen ist es auch nicht.“

hm

Was der Kopf denkt und der Mund erzählt

Meine Familie kennt das schon, und nicht selten werde ich zum Gespött der Familie. Multitasking beherrsche ich nur stellenweise. Meine Gedanken sind immer eine Spur schneller als mein Sprachzentrum. So verplappere ich mich manches Mal und verzapfe stellenweise echten Blödsinn.

Während mein Mann gestern vorm Grill steht, studiere ich drei Bibelübersetzungen, angeregt durch das Bibelseminar am Wochenende. Mit den drei Bibeln in der Hand gehe ich in den Garten, erzähle eine Weile mit Vlado, sehe plötzlich drei wunderschöne Edelrosen, begeistere mich über deren Schönheit und Geruch und verkünde: „Ist echt toll, wie viele gut riechende Bibeln wir im Garten haben.“

hm

Agape

„Hast du von Ritas Mann gehört, der hat sich einen Arm gebrochen.“

Ich hatte das nicht in Ritas blog gelesen, Beate erzählte es mir am Telefon. Ach du Schreck, was das für einen Bauern bedeutet, kann ich nur ansatzweise ahnen.

Abends in der Gebetsstunde unserer Gemeinde erzähle ich von Rita, und dass wir für die Familie beten wollen. Und ich überlege schon, wie wir ganz praktisch als Gemeinde helfen könnten. Ich fange an zu träumen: „Stellt euch vor, jeder von uns überlegt, ob er sich irgendwie eine Woche frei nehmen kann, fährt nach Ließem und hilft dort auf dem Hof. Christliche Nächstenliebe ganz praktisch.“

Ich weiß, dass das nicht immer so einfach ist, jeder hat seine Arbeit und seine Verantwortung zu Hause. Da sagt J. plötzlich: „Ich fahre hin, ich hab die Woche Zeit, ich würde gerne helfen.“

So etwas treibt mir mal wieder die Tränen in die Augen, wenn sich Menschen von Gott ganz praktisch gebrauchen lassen.

Und so fährt J. heute ca. 350 km für eine Woche zu Rita, und hilft dort, wo Hilfe benötigt wird. Was für ein Netzwerk.

hm

Schätze

Jemand sagte mal, der Ort auf Erden, an dem die meisten Schätze angehäuft seien, sei nicht Fort Knox. Und auch nicht die Ölfelder des Nahen Ostens oder die Gold- und Diamantenminen in Südafrika. Nein, die Orte auf Erden, an denen die meisten Schätze angesammelt sind, sind die Friedhöfe, denn in diesen Gräbern liegen Träume und Sehnsüchte begraben, die niemals in Erfüllung gegangen sind. Unter der Erde liegen Bücher, die nie geschrieben, Unternehmen, die nie gegründet wurden, und Beziehungen, die nie entstanden sind.

Joel Osten

 

hm