Archive für April 2010

Ganz spontan


Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter mir. Am Samstag hat sich unser Lobpreisteam ganz spontan zur Probe getroffen und wir hatten eine mega schöne Zeit miteinander. Ein neues Schlagzeug hat sich die Gemeinde geleistet, und das kommt nun voll zum Einsatz. Und während Jonathan gestern auf Snare Drum, TomTom,  Hi Hat, und Becken haut denke ich: „Das Geld für seinen Unterricht hat sich echt gelohnt.“ Grinsend spielt er auf dem neuen Instrument und ich bin schon fast der Meinung, wir bräuchten für den Lobpreis eigentlich nur noch ein Schlagzeug.

Was spontan am Samstag begann setzte sich auch spontan am Sonntag fort. Ich überlege während des Gottesdienstes, dass ich mich eigentlich gerne mit jemanden zum Laufen treffen würde, gehe die Namen durch und überlege, wen ich frage. Ohne zu einer Entscheidung zu kommen steht C. dann am Ende des Gottesdienstes auf und lädt die ganze Gemeinde zu sich nach Hause ein. „Wir haben nichts vorbereitet, aber irgendetwas wird sich schon finden.“

Jeder hat etwas mitgebracht, es gab Feldsalat, Pizza, gefüllte Paprikaschoten und ganz viel Kuchen. Wir haben gegessen, getrunken, gequatscht, die Nachbarn kennen gelernt, musiziert, gesungen, sind gelaufen, Fahrrad und Inliner gefahren. Jeder das, was er gerne mochte. Eins hatten wir alle gemeinsam: Eine schöne Gemeinschaft.

hm

Es braucht gar nicht so viel


Zwei Handgriffe weiter, einen Blumenstrauß auf dem Tisch…….ist es eigentlich doch sehr gemütlich bei uns. Dankeschön Ina, für die Inspiration. 

hm

Gemütlichkeit


Ich war noch nie die super Kreative. Wir haben es schon ziemlich schön bei uns zu Hause, aber so richtig „gemütlich“ dekoriert würde ich das nicht nennen. Eher praktisch. In unserem Haus in Wolfsburg damals war das schon etwas anderes. Ein altes Fachwerkhaus mit mehr Balken als Wänden konnte man ganz anderes herrichten als unser quadratisch, praktisches Haus hier in Bottenau. Und da ich viel arbeite, bleibt für die Deko meist keine Zeit. Ich weiß sehr wohl dass mal mit Kleinigkeiten schon viel erreichen kann, leider fehlt mir dafür der Blick. Meistens brauche ich dann immer eine Inspiration, dann bereite ich Fensterbänke, Tische und Kommoden neu auf. So ein Besuch bei Freunden z. B. ist oft ganz hilfreich mal wieder neue Ideen zu bekommen. Ganz praktisch finde ich allerdings den neuen blog von Ina, die mich diese Woche bat, ihren blog zu verlinken. Mach ich sehr gerne, und lasse mich selbst ganz neu inspirieren.

hm

Ein Dorf


Ich stehe heute in der Sparkasse um Geld einzuzahlen, da spricht mich die Kassiererin an: „Frau Malisic, ich hab gehört sie hören auf?“

Oberkirch ist doch echt ein Dorf.

„Nein Frau H. ich hör nicht auf, ich hab nur mein Oberkircher Treffen gekündigt. Weil ich an diesem Tag etwas anderes plane. Ich habe für eine Nachfolgerin gesorgt, die im September dort wieder ein Treffen eröffnen wird. Meine Treffen in Appenweier-Urloffen und Offenburg leite ich weiter.“

„Ach so, ich dachte schon. Mir wurde das erzählt, und die Dame ist sehr, sehr traurig.“

Jeder, der traurig ist darf in meine anderen Treffen kommen, und sich dann im September auf meine neue Kollegin freuen.

Und was ich ab 11. Mai dienstags mache, das ist ziemlich cool, darauf freue ich mich schon richtig, ist in Planung, und wird so richtig gut.

hm

Ein bisschen Weisheit


Kennen wir alle: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.“ Der Kopf sagt: „Iss die Schokolade nicht, die Hand macht was sie will, und der Mund sowieso. Das Herz ist für den Moment ganz leicht, um dann wiederum ganz schwer zu werden. Und ein paar Tage später ist dann auch der Körper wieder schwerer.

„Ich zeige meinem Körper, wer der Herr im Hause ist.“, sprach Frau V. gestern im Treffen und traf den Nagel auf den Kopf.

hm

Die Weisheit meines Sohnes


Mathematik, MNT, HTW, Technik, Sport…..alles für Jonathan kein Problem, aber wenn es um Deutsch und Englisch geht, wird’s schon schwieriger. Nicht wirklich seine Stärke, er schlängelt sich so durch. Momentan lernt er jeden Tag für die bevorstehenden Prüfungen, im Wechsel für Deutsch, Mathe und Englisch. Gestern war die Deutschvorbereitung dran. Ich frag ihn heute danach, ob er zurecht gekommen ist, ob er Fragen hat……

„Die wollten wissen, was ich gedacht habe, als ich den Text gelesen habe.“, erklärt er mir.

Ich: „Und?“

Er: „Na nichts.“

Ich: „Wie, nichts?“

Er: „Na ich les den Text, weil ich es muss, aber ich denke nichts dabei. Das ist genauso wie damals in der Grundschule als du mir Textaufgaben erklärt hast. Zum Beispiel – Anna hat 6 Lutscher, einen schenkt sie Lena und zwei schenkt sie Martin – Und dann hast du mich gefragt was ich da wissen will.“

Ich: „Und?“

Er: „Na ich wollte nichts wissen, mich hat Anna gar nicht interessiert, ich wollte die Aufgaben am liebsten nicht machen.“

hm

5 Erwachsene, 1 Kind, 1 Auto, 1 Kabine


Letztes Jahr war es das erstemal, dass wir nicht als ganze Familie in den Urlaub gefahren sind. Und bei so großen Söhnen ist das ja auch nicht unbedingt selbstverständlich. Aber Manuel wäre doch auch zu gerne mitgefahren, konnte nicht, weil er keinen Urlaub bekam. Dieses Jahr sollte das anders laufen. Er hat schon rechtzeitig angemeldet, dass er gerne Anfang August weg möchte.

„Wir fahren dieses Jahr nur für drei Wochen. Bitte frag, ob du in dieser Zeit Urlaub bekommst, ich möchte die Fähre buchen.“, fordere ich ihn heute auf.

Drei Wochen sei zu viel, meint er, also haben wir für ihn einen Rückflug rausgesucht, damit er eine Woche vor uns zurückfliegen kann. Ich bin schon der Meinung, dass er als Auszubildender manchmal etwas zu viel Verantwortung seinem Betrieb entgegenbringt, aber das ist seine Entscheidung. Das Kind ist schließlich erwachsen.

Nachdem ich heute von der Arbeit nach Hause komme frage ich ihn ganz gespannt: „Und, hat das geklappt mit dem Urlaub?“

Manuel: „Nein, zwei Wochen Urlaub in der Zeit bekomme ich nicht.“

Ich bin schon ziemlich zerknirscht, hatte es mir aber fast gedacht, dass er als Single nicht gerade in den Sommerferien Urlaub bekommt.

„Die Chefin meint, ich soll drei Wochen nehmen, du kannst die Fähre buchen, ich fahre mit euch hin und zurück.“, grinst er.

Wie cool ist das denn?

Eine halbe Stunde später ist die Fähre gebucht, und jetzt freuen sich schon alle auf Sardinien..

hm

Nichts


Ein schönes Thema diese Woche in den Treffen: „Sich selbst wichtig nehmen“. Ein Thema, über das ich ein ganzes Buch geschrieben habe. Und dort habe ich auch Ideen für Wohlfühlminuten gesammelt. Ich dachte tatsächlich, ich hätte alles, was einem so einfällt dort aufgelistet, aber tatsächlich habe ich gestern die beste Idee vernommen.

K. erzählt, ihr Arzt hätte ihr vor einiger Zeit ein Rezept ausgestellt, darauf steht:

„Eine halbe Stunde NICHTS tun.“

Eingerahmt hängt es in ihrer Küche und fast täglich hält sie sich dran. Mit wie viel Mühe versuchen wir uns manchmal zu entspannen, versuchen uns Oasen der Ruhe im Alltagsstress zu schaffen, oder Momente, in denen wir Zeit für uns haben. Und wenn wir diese haben, werden sie oft mit viel Aktivität gefüllt.

„Nichts tun.“, denken wir, ist ja ganz leicht.

„Nichts tun.“, fällt den meisten schwerer als man denkt.

Versuchen wir es mal: „Eine halbe Stunde am Tag NICHTS zu tun.“

Ich schreib’s mir auf meine Wohlfühlliste.

hm

auf rosa Papier


Meine Mutter war zu Tränen gerührt. Ohne Aufforderung, ohne, dass ich es gelesen hatte, schrieb meine Süßmaus Osterbriefe auf rosa Papier mit aufgeklebten Abziehbildchen an die Omas. Postwendend kam die Antwort über die sich natürlich auch die Süßmaus gefreut hat. Und die Oma schreibt, dass sie den Tränen nahe gewesen ist, da es der erste Brief ihrer Enkelkinder gewesen sei, den sie erhalten habe. Ich überlege kurz und weiß: Das ist der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Jungen schreiben keine Briefe, schon gar nicht auf rosa Papier.

Und jeden Mittag wenn die Süßmaus nach Hause kommt, freue ich mich, dass ich ein Mädchen habe. Wenn sie mir dann nämlich mit strahlendem Gesicht einen kleinen gepflückten Blumenstrauß entgegenhält. Gestern waren es Stiefmütterchen, heute Löwenzahn und Gänseblümchen.

Und ich erinnere mich: Es gab einen Jungen, der das auch gemacht hat: Julian……………vielleicht hätte er auch der Oma geschrieben, auf blauem Papier.

hm

Viel zu kurz


In Baden Württemberg haben die Osterferien kaum begonnen, da enden sie auch schon wieder. Müde Kinder schleppen sich heute in die Schule und eine motivierte Mutter schwingt sich gleich auf’s bellicon bevor sie müde wieder ins Bett fällt. Dafür haben wir bald schon wieder Pfingstferien, und diese Woche wird die Fähre für Sardinien gebucht.

hm