Archive für Februar 2010

Jonathan

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Nur Schade, dass er die hochhackigen Schuhe schon ausgezogen hatte.

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hm

Horrorgerichte


Ich musste schmunzeln, als ich heute den blog meiner Kollegin Rita las. Sie schreibt von traditionellen Gerichten, die sie als Kind nicht mochte. Und sie berichtet, dass sie von ihrer Mutter immer eine Extrawurst bekam, heute allerdings die verschmähte Kost von damals sehr gerne mag.

Ich erinnere mich sofort an meine Kindheit, an all das, was ich kaum den Hals runter bekam. Ich war schon immer sehr wählerisch, was das Essen angeht. Was aber überhaupt nicht ging:

Himmel und Erde (Kartoffelpürree mit Apfelmus vermengt, dazu gebratene Blutwurst, mich schüttelt es heute noch)

Rahmspinat

Senfsoße mit Ei

Fruchtjoghurt

Rübenkraut

Und trotz meiner kläglichen Versuche, mich zu weigern diese Sachen zu essen, ich musste. Meine Eltern hatten kein Erbarmen. Außer Fruchtjoghurt wissen meine Kinder überhaupt nicht, wie o. g. Gerichte schmecken. Bis heute noch würde ich davon keinen Bissen runter bekommen.

Dafür wissen meine Kinder wie Zucchini schmecken, gefüllte Paprikaschoten, gekochte Möhren, und noch manches andere, was auch nicht zu ihren Lieblingsgerichten gehört. Ja ja, es ist schon nicht leicht Kind zu sein, aber wie cool, wenn man dann als Erwachsener selbst bestimmen darf was einem schmeckt.

Und wer weiß, vielleicht gibt es bei meinen Kindern später einmal auch Rahmspinat oder Himmel und Erde. Mir egal, Hauptsache, sie laden mich dann nicht zum Essen ein.

hm

Eheurlaub


Seit fast 23 Jahren sind wir jetzt verheiratet, seit über 19 Jahren Eltern. Urlaub war uns schon immer wichtig. Jeden Sommer hieß es für uns: „Ab in den Süden.“. Den Alltag hinter sich lassen, die Seele baumeln und den Körper auftanken lassen. Zeit mit der Familie zu verbringen, das tat uns immer schon gut. Und ab und an, haben auch Vlado und ich mal einzeln eine Konferenz besucht, mal ein bisschen etwas für uns getan. Meist aber einzeln. Vor 13 Jahren dann hatten wir uns entschlossen einmal im Jahr für ein paar Tage ohne Kinder wegzufahren, Eheurlaub zu genießen. Zweimal haben wir das geschafft, dann ist Julian gestorben. Und dann konnten wir emotional die Kinder einfach nicht mehr alleine lassen. Hatten auch kein Bedürfnis danach.

10 Jahre sind mittlerweile vergangen. Und dieses Wochenende bot sich für uns jetzt an. Bei Vorwerk habe ich mich für eine Jahresauftaktveranstaltung qualifiziert, mit Ehemann. Und so fliegen wir mit zwei Kolleginnen und deren Anhang am Samstag für drei Tage nach Berlin. Haben einfach noch eine Nacht dazu gebucht, verbringen die Zeit im Estrell-Hotel, genießen den Galaabend, besuchen am Sonntag die komische Oper und lauschen „La Traviata“, genießen am Montag einen Stadtbummel und sind abends wieder zu Hause.

Die Kinder sind versorgt, und so gaaaaaaaaaaaanz langsam………freue ich mich auch……..

Ich denke, es wird besser, als ich das jetzt annehme.

hm

Projektprüfung, die erste


Es war ja nicht irgendeine gewöhnliche Faschingsfeier. Jonathan und drei Klassenkameraden hatten als Projektprüfungsaufgabe, die Vorbereitung und Durchführung dieses Vormittags. Neben der ganzen Organisation, dem Auswählen der verschiedenen Programmpunkte, dem Auftritt ihrer Schulband mussten sie noch ein eigenes Lied schreiben und komponieren. Natürlich habe ich in der Vorbereitung geholfen. Heute Morgen lag ich schon um 5.00 Uhr wach, weil ich mal wieder viel aufgeregter war als mein cooler Sohn. Während ich ihn wie Gene Simmons schminke frage ich: „Und, bist du aufgeregt?“ „Nö.“ Na dann.

Ich kam, als alles schon fast vorbei war in der Schule an. Musste ja heute Vormittag arbeiten. Dafür hat sich mein Mann frei genommen und alles auf Video und Kamera festgehalten. Kaum steige ich aus dem Auto kommt mir ein total begeisterter Direktor entgegen. „Frau Malisic, das ist ja unglaublich, was diese Gruppe da auf die Beine gestellt hat……..“ Ich grinse, und mir fällt der Stein vom Herzen. Warum war ICH eigentlich aufgeregt?

Nun müssen Sie noch eine Woche zusammen arbeiten, um ihre Referate vorzubereiten, und dann atme ich erst einmal durch…….bis in zwei Monaten, da beginnen die schriftlichen Prüfungen……

hm

Prodynamisch und wolkenweich


Ein lange Geschichte, zu lange um sie detailiert hier aufzuschreiben. Angefangen hat alles mit dem  Winter. Ich mag nicht so gerne bei Eiseskälte draußen laufen. Also steht seit einigen Monaten mein Trampolin im Wohnzimmer. Und wie ich schon vor einiger Zeit mal geschrieben habe, war so ein Herzenswunsch ein „bellicon“. Tatsächlich hat sich eine blog-Leserin bei mir gemeldet, wir kamen ins Gespräch, ich forschte etwas nach und stellte fest, dass der Begründer von „bellicon“ ,Herr von Kunhardt, Christ ist. Von da an war meine Neugierde geweckt, nach gründlichen Recherchen und einigen Telefonaten mit von Kunhardts habe ich mich nun doch tatsächlich entschieden, Vertriebspartner von bellicon zu werden.

Begeisterung wäre leicht untertrieben. Seit einigen Tagen steht das Schmuckstück in meinem Wohnzimmer und nie im Leben hätte ich gedacht, dass es „SO“ viel Spaß machen kann. Auf dem Trampolin joggen zu „Unsere kleine Farm“, ja das mache ich jetzt schon eine ganz Weile. Es ist eine super Alternative zum Walken oder Joggen an der frischen Luft. Aber das, was jetzt in meinem Wohnzimmer passiert, ist nur noch FUN.

Prodynamisch und wolkenweich schwinge ich auf dem bellicon dahin. Jeden Tag 45 Minuten, und zwischendurch immer mal 5 – 10 Minuten, weil es so viel Spaß macht. Nordic Walking, Jogging, alles Sportarten, die ich gerne tue, ich bewege mich vorzugsweise an der frischen Luft. Aber „auf dem bellicon schwingen“ dass ist reine Lebensfreude. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den herkömmlichen stahlgefederten Trampolinen. Und im Sommer, stelle ich es auf die Terrasse.

Demnächst werde ich meine Seite neu einrichten. Und wer mag, der darf sich bei mir ein bellicon bestellen. Natürlich etwas günstiger als vom Hersteller, versprochen.

hm

Kiss


Wir betreiben selten großen Aufwand wegen Fasching. „Fasent“ heißt das hier bei uns in Baden und wird sehr, sehr ausgiebig gefeiert. Die Kinder haben ab Donnerstagmittag sogar 1 ½ Wochen Ferien. Wir schauen, dass es Kostüme sind, die man mit wenig Aufwand aus ganz normalen Klamotten selbst basteln kann. Kleinigkeiten kaufen wir mal dazu, aber das Ganze hält sich meist in Grenzen. Dieses Jahr allerdings möchte Jonathan passend zu seinem Auftritt am Donnerstag mit der Schulband als Gene Simmons von Kiss gehen. „Kauf mal Kunstleder und schwarzen Stoff.“, fordert mein Mann mich auf. Freitagnachmittag also verbrachten Jonathan und ich damit, den Stoff und eine Perücke zu kaufen. Und gestern wurde genäht, 5 Stunden.  

Vlado sorgte für die Stiefel, und das Oberteil, ich nähte die Flügel an. Die Schuhe präparierte mein Sohn selbst mit riesigen Holzhacken, natürlich mit schwarzem Klebeband umwickelt. Nur auf die Nieten haben wir weitgehend verzichtet, das hätte wohl unseren Rahmen gesprengt. Aber cool wird er aussehen, etwas unheimlich wenn er dann auf der Bühne mit Gitarre zu „I was made for loving you baby“ spielt und rockt.

hm

google


„Hast du dich mit google verlinkt?“, fragt mich heute J. in der Gemeinde. „Nö, kann man das?“  „Na, ich bekam heute von Google-Alert deinen blog zugeschickt. Als Information über Offenburg.“

Ist ja witzig. Mir ist auch schon aufgefallen, dass bei den Stichworten „Heike Malisic“ und „frausein“ meine Seite ganz oben bei google erscheint. Das war nicht immer so. Keine Ahnung woran das liegt. Ich vermute, an den Seitenaufrufen. Und das sind täglich immer über 1500. Aber das die Leute jetzt schon den Hinweis auf meinen blog per Post zugeschickt bekommen ist schon der Hammer.

Da müsste ich mir ja gut überlegen, was ich so schreibe. Aber dann vergeht mir die Lust. Denn ich schreibe, was ich denke und wie ich rede.

Nur „Häh?“, das darf ich nicht mehr schreiben, hab ich meiner Mutter versprochen.

hm

Den Eimer ausgekippt


Es trifft mich meistens unvorbereitet. Heute Morgen waren wir mit ein paar Frauen in Offenburg in der Baptistengemeinde zum Frauenfrühstück verabredet. Zum Einen war es eine Gelegenheit, die Verantwortlichen einmal persönlich kennenzulernen, da ich im Oktober dort als Referentin eingeladen bin. Zum Anderen sprach Cornelia Mack. Von ihr hatte ich schon ein Buch gelesen und war nun gespannt auf die Dame. Das Thema sprach mich eigentlich nicht wirklich an. „Zerbrüche, Umbrüch, Aufbrüche“ Da könnte ich selbst aus dem Nähkästchen plaudern. Was wir nicht alles für extreme Höhen und Tiefen durchgestanden haben. Und immer wieder war Gott an unserer Seite und hat uns wieder auf die Beine gestellt.

Und dann bringt mich heute ein einziger Satz aus der Fassung. Cornelia sprach von Veränderung, und was sie mit uns machen. Und so eine ganz banale Sache wie „Umzug“ ließen mir die Tränen über die Wangen laufen. „Ein Umzug bedeutet, Menschen zu verlassen, mit denen wir Höhen und Tiefen erlebten, mit denen wir weinten und lachten und mit denen wir vielleicht schon an Gräbern standen.“

Fast sechs Jahre sind es jetzt schon her. Wie ein Film ging mir der Abschied von Wolfsburg, und dem, was wir dort aufgegeben haben durch den Kopf. Und nicht nur meine Augen tränten, auch mein Herz. Da ist doch noch so einiges im Herzen vergraben, das kommt nur ab und an mal wieder zum Vorschein. Wie schön, dass ich das immer wieder an Gott abgeben darf. Und Cornelia hat so ein schönes Beispiel genannt. Jesus möchte, dass wir unser Herz bei ihm ausschütten. So wie wir einen Putzeimer, mit dem wir das Haus gesäubert haben. Sonst fängt das Wasser an zu stinken.

Glücklich darf ich mich nenne, dass ich einen Mann habe, der heute den ganzen Nachmittag mit mir verbracht hat. Die Kinder waren alle unterwegs, wir haben den milden Wintertag bei einem Spaziergang und guten Gesprächen verbracht, und schon ist der Eimer wieder leer und mein Herz duftet. Auch ein Gottesgeschenk.

hm

es piept


Tomatensoße war in der Mikrowelle, die Nudeln im Kochtopf, das Gemüse im Varoma vom Thermomix. Kurz vorm Mittagessen klingelt das Telefon. Ich geh ran, auf den Anruf hatte ich gewartet. Ich habe einen netten Herrn am anderen Ende der Leitung, als es in der Küche piept. „Oh Moment bitte einmal, ich muss mal schauen was hier piept.“, entschuldige ich mich kurz bei meinem Gegenüber. Die Nudeln waren fertig. Kurze Aufforderung an Vlado, er möge die Pasta abgießen und schon konnte ich mich auf das Telefonat konzentrieren. Zwei Minuten später piept es wieder in der Küche. Daraufhin mein Telefonpartner: „Ich glaub Sie müssen Ihren Thermomix mal ausstellen.“

Ich fand das lustig, hab die Geschichte am Mittagstisch erzählt, keiner hat gelacht. „Na dann nicht.“

Heute Morgen beim Frühstück sitzt eine müde Joana vor ihren Cornflakes. Plötzlich blitzen ihre Augen. „Ah, Mama, jetzt versteh ich den Witz. Der Mann am Telefon hat auch einen Thermomix.“

hm

Positiver Augenblick



Manchmal erschrecke ich. Schon wieder eine Woche vorbei, schon wieder Februar, schon 2010. Nicht nur mir geht es so, selbst meine Kinder sind erstaunt, wie schnell die Zeit rast.

Zu oft hängen wir in Gedanken in der Vergangenheit, zu viel Sorgen machen wir uns um die Zukunft. Und planen und reflektieren. Mein Mann ist da immer cool: „Hak es ab, du kannst es nicht mehr ändern.“, ermutigt er mich, wenn ich über Vergangenes grübele. „Mach dir keine Sorgen, Gott führt und leitet uns immer.“, beruhigt er mich, wenn ich zu weit in das vor uns Liegende schaue.

Tatsächlich ändern wir mit solchen Gedanken weder unsere Vergangenheit noch unserer Zukunft. Die Zukunft vielleicht, denn da wo wir negative Gedanken haben, treffen diese auch oft ein, weil wir es förmlich anziehen. Also hab ich mir angewöhnt positiv in den nächsten Tag, den nächsten Monat, das Jahr, das Leben zu blicken. Die Herausforderungen kommen von ganz alleine, ohne dass ich sie mir vorher vorstellen muss.

Dazu gehört auch, den Augenblick zu leben und zu genießen. Nicht immer schon in Gedanken beim nächsten Tun sein, sondern das, was ich gerade mache, auch konzentriert auszuüben.

Nicht immer so einfach, ich lerne nie aus.

hm