Archive für Dezember 2009

Geburtstagssegen


Solange sie in unserem Haus wohnen, wird dieses Ritual vollzogen. Ganz leise wecke ich Vlado, Joana, Steven und Jonathan. Jeder legt sein Geschenk auf den gedeckten und geschmückten Tisch und dann schleichen wir uns in Manuels Zimmer.

„Happy Birthday“ wird geschmettert und dann ist Manuel wach. Ganz glücklich war unser Sohn, dass er heute frei hat. „Na wenn du arbeitest, hast du nachmittags auch frei, ist doch nicht so schlimm.“, bin ich der Meinung. „Dann bekomme ich aber den Segen nicht.“, kontert mein Großer.

Das ist bei uns in der Gemeinde üblich. Geburtstagskinder werden nach vorne gerufen, sie dürfen einen Bibelvers ziehen und es wird für sie gebetet und gesungen. Schön, dass ihm das wichtig ist.

hm

es jährt sich der blog


Angefangen hat es eigentlich mit dem Erscheinen meines ersten Buches. Mein Mann meinte damals: „Du solltest eine eigene Website haben.“ „Und was soll da bitteschön drauf?“, fragte ich ihn ratlos. Aber da war er schon am designen. Während ich mittlerweile ziemlich fit im Erstellen meiner Seite bin, hatte ich vor drei Jahren 0 Ahnung. Beate war mir ein Vorbild, sie schien mit einer Leichtigkeit an ihrer Seite arbeiten zu können, und ihr machte das sogar noch Spaß. Für mich war das ein Buch mit sieben Siegeln.

Und so erstellte mir mein Mann vor genau drei Jahren meine erste Website. Immer dann, wenn ich irgendwelche Änderungen vornehmen wollte, musste ich ihn darum bitten, sehr mühsam. „Deine Seite muss leben, damit sie gelesen wird, du solltest blog schreiben.“

Ich: „Häh, was isn das?“

Er: „Na ein Onlinetagebuch, das ist Trend.“

Ich: „Quatsch, was soll ich da denn rein schreiben.“

Er: „Na was du so erlebst.“

Ich: „Wen bitteschön soll das denn interessieren?“

Er: „Du wirst sehen.“

Die Seite war erstellt, und ich fing an blog zu schreiben, Und was ich nie für möglich gehalten habe. Blogschreiben ist zum Hobby geworden. Da ich eh sehr mitteilungsbedürftig bin, kann ich hier nach Lust und Laune meine Gedanken aufschreiben. Und es liest nur der, der will. Und diejenigen, die mich richtig gut kennen, die lesen zwischen den Zeilen.

Drei Jahre fülle ich nun mittlerweile dieses Tagebuch, und täglich kommen mehr Leser dazu. An einer Statistik kann ich sehen wie viele Besucher täglich meine Geschichten lesen. Es sind fast immer über 400, gestern sogar über 600 !!! Kann ich kaum glauben, ist aber so. Und manchmal, da bekomme ich sogar Mails nach Hause mit ziemlich positivem Feedback. Na das freut mich doch. 

Und auch wenn ich das eine oder andere mal kurz davor war, das Blogschreiben zu lassen, es macht mir einfach viel zu viel Spaß, also gehe ich jetzt im Dezember ins 4. Jahr. Und auch Beate schreibt jetzt und Rita und……..

Und Websites erstellen hab ich vor zwei Jahren auch gelernt. Aber das ist leider nicht wirklich ein Hobby sondern mühevolle Arbeit, daher verändere ich sie so wenig.

hm

berührt

Es gibt manchmal so Momente im Gottesdienst, da laufen mir einfach die Tränen übers Gesicht, weil ich von der Gegenwart Gottes so berührt bin.

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hm

Putzwut


„Sag mal, warum haben wir denn jetzt eine Putzfrau?“, fragt mich mein Großer kopfschüttelnd. Ich weiß nicht so genau, was mich treibt, aber seitdem ich O. eingestellt habe, putze ich das ganze Haus. Sie war erst einmal da, aber anscheinend hat mich das so inspiriert, dass ich von ihr angesteckt wurde. Ist ja nicht so, als hätte ich plötzlich weniger zu tun. Im Gegenteil. Gestern Nachmittag musste ich sogar Vlado im Teeladen vertreten, da er einen sehr wichtigen Termin hatte. Und abends gab’s noch eine Thermomixvorführung.

Das Haus wird geputzt, dafür war ich allerdings schon seit drei Wochen nicht mehr laufen. Dafür putze ich lieber den Keller, sauge die Matratzen ab, sortiere Wäsche, bügle, räume auf……..Tja, manchmal verschieben sich die Prioritäten. Ich nehm es gerade so wie es kommt, und freu mich an meinem aufgeräumten, sauberen Haus. Und während ich heute den ganzen Tag putze, arbeitet Vlado mit Steven und Jonathan am Anbau. Sollte er in diesem Leben nochmals fertig werden??? Joana war zum Plätzchenbacken in der Gemeinde und gleich freuen sich alle auf einen schönen, ruhigen Abend bei Kerzenschein.

Weihnachten kann kommen.

hm

Kein Brot im Haus


Das kommt immer mal wieder vor. „Es ist kein Brot mehr im Haus.“ Ich weiß, ich sollte immer ein paar Brote eingefroren haben, aber manchmal, da ist es einfach alle. Heute auf dem Weg nach Offenburg, wieder die Erkenntnis.

Ich überlege, auf dem Rückweg noch beim Kaufland vorbeizufahren. Ob die bis 22.00 Uhr aufhaben??? Um 21.30 Uhr fahre ich auf die Autobahn und habe mich gegen Kaufland oder Minimal entschieden. Es geht schneller, das Brot zu backen. Zu Hause schnell Mehl, Hefe, Salz und Wasser in den Thermomix, 2 Minuten Knetstufe, 30 Minuten später sind die Brötchen fertig. Eins esse ich gleich, den Rest bekommen die Kinder morgen mit zur Schule. Und wieder einmal freue ich mich, diesen Wunderkessel zu besitzen.

hm

halbe Woche


Es ist ja nicht so, als hätte ich nichts erlebt.

Freitagnachmittag hatte ich so eine Art Casting. Auf meine Anzeige, ich suche ein Haushaltshilfe hatten sich mehrere Interessenten gemeldet, ich hatte nun die Qual der Wahl. Von 15.30 Uhr bis 18.45 Uhr gaben sich die Damen die Türklinke in die Hand. Nachdem ich dann zwei von ihnen in die engere Wahl gezogen hatte, viel mir die Entscheidung schon nicht ganz so leicht.

Aber nachdem meine „Perle“ gestern durchs Haus gefegt ist, wusste ich: „Ich hab die richtige Wahl getroffen.“ Ich hab genug schöne Klamotten im Schrank und auch an Schuhen mangelt es mir nicht. Den Beweis hatte ich gestern. Nachdem ich Vlado in den Teeladen gebracht hatte, blinzelte ich aufs gegenüberliegende Schuhgeschäft. Ich stöbere schon immer gerne mal bei den Angeboten und finde meistens auch etwas. Aber für kein paar Schuhe auf der Welt möchte ich O. mehr missen. Sie schenkt mir Zeit, was brauche ich da Schuhe? (sprach Heike Malisic und die Welt kann es nicht glauben) Und gäbe es nur noch Wasser und Brot (ok noch 5 x Obst und Gemüse) aber O. bleibt.

Problem Nr. 1 = gelöst

Samstag: Die bestellten Sockenklammern kamen mit der Post. Jeder bekam 20 Stück in 6 unterschiedlichen Farben. „Ab jetzt werden ausgezogene Socken an diese Klammer befestigt und erst dann in die Wäsche gegeben. Jeder hat seine eigene Farbe. Und wer zukünftig frische Socken möchte, darf nur seine Farbe nehmen.“ Meine Kinder belächelten das Ganze. Erst als der Papa sich auf den Boden setzte um „seine“ Socken zu suchen, überlegten sie sich die Sache. Man kann nicht wirklich identifizieren, wem welche Socken gehören, da fast alle schwarz sind. Keiner wollte den „Rest“ haben. Denn sitzt die Klammer erst einmal am Strumpf, gehen die Besitzrechte auf denjenigen, dem diese Farbe gehört über, für ewig. Und so konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als meine ganze liebe Familie im Kreise Socken sortierte.

Problem 2 = gelöst

Später hatten wir einen  Fototermin. Meine Mitarbeiterin ist Fotografin und bot uns an, Familienfotos zu schießen. Also, Sofa vorgerückt, alle recht freundlich………

Sonntag hatten wir einen richtig schönen „Familyday“

Montag: Alles musste für die neue Haushaltshilfe vorbereitet werden. Putzwagen geschrubbt, Microfasertücher sortiert, aufgeräumt, Kindern Anweisung gegeben: „Wenn der Boden in euren Zimmern frei ist, dann saugt und wischt sie bei euch……wenn nicht, schließt sie hinter sich wieder die Tür, dann müsst ihr selbst saugen. SIE RÄUMT NICHT AUF!!!“

Dienstag: Mit völliger Ruhe und Gelassenheit drei Stunden die Weight Watchers Treffen vorbereitet während O. den Hausputz übernimmt. Joana kommt nach Hause, sieht ihr Zimmer und strahlt: „Sie räumt ja doch auf!!!“

hm

Businesskleidung


Eigentlich sind die Zeiten lockerer geworden. Während meiner Ausbildung zum Weight Watchers Coach, vor mehr als 11 Jahren wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Firma Businesskleidung wünscht. Selbst bei 35 C° im Schatten sollten wir Nylonstrümpfe anziehen. Blazer war erwünscht. Über die Nylonstrümpfe hab ich mich weg gesetzt. Aber sonst ist es mir noch nie schwer gefallen, mich nett zu kleiden. Und Blazer fand ich schon immer ganz schick. Aber irgendwann, es mag so ungefähr knapp drei Jahre her sein, da konnte ich die Dinger einfach nicht mehr sehen. Sie hängen zuhauf in meiner Kleiderkammer, ich rühre sie selten noch an. Und auch die Kleiderordnung bei Weight Watchers wurde lockerer. Seit drei Jahren dürfen wir sogar in Jeans zum Treffen kommen. Immer kombiniert mit etwas Chic versteht sich, aber immerhin in Jeans. Das war früher undenkbar gewesen.

Und mittlerweile, habe ich doch das ein oder andere mal Lust, so ein schickes Ding zu tragen. Gerade gestern war mir danach, und ich kramte meinen dunkelbraunen Anzug heraus. Nur zu Hause, da schmeiße ich die Jacke aufs Bett, hol mir eine meiner Lieblingsstrickjacken aus dem Schrank, denn mit Blazer lässt es sich nicht so gut kochen. Und dann passiert es mir.

Da stehe ich gestern Abend in meinem Treffen, ziehe meinen Mantel aus und hab vergessen, die olle Strickjacke gegen den Blazer zu wechseln.

Nicht, dass Strickjacken nicht auch schick wären, sie gehören zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Aber es war definitiv die älteste, abgetragene Jacke die ich besitze. Da brauchte ich schon etwas Selbstbewusstsein um mich vor meine 70 Teilnehmer zu stellen und mein Treffen zu leiten.

hm

Frisches Bauernbrot geht gar nicht



Anti-Hunger-Strategien haben wir diese Woche in den Treffen gesammelt. Und sind ganz schön fündig geworden. Da war so einiges dabei, was meine Teilnehmer gut umsetzen können. Und was mache ich??? Versage auf ganzer Linie.

Nach dem Vormittagstreffen musste ich noch kurz zu Obi einen Türgriff für unsere neue Haustüre kaufen. Und mittags um 12.00 Uhr, da knurrt auch mein Magen. Ich schleiche also am Bäckereistand von Obi vorbei und denke: „Ach, nur ein kleines Brötchen. Bis das Mittagessen fertig ist dauert es noch sooooooo lange.“

Ich bestelle ein Minibrioche, die Verkäuferin bietet mir drei im Angebot an. Natürlich bleibe ich völlig standhaft. „Dankeschön, mir reicht eins.“ Ein bisschen stolz war ich.

Aber wir brauchten noch Brot, und heute ist keine Zeit zum Backen.

Den Minibrioche hatte ich mit zwei Bissen verschlungen. Und nun lag dieses frische Bauernbrot, geschnitten, duftend in meinem Auto auf dem Beifahrersitz. Völlig misslungene Antihungerstrategie. Nachmittags musste ich ein neues Brot kaufen, damit es heute Abend für die Familie reicht. Aber: lecker war’s!

hm

Guten Appetit


Ach, ich bin immer noch begeistert. Während ich unten im Keller mal wieder meine Ware auspacke und sortiere, und versuche da irgendwie noch durchzusteigen (gestern sind die weltleckersten Schokoriegel eingetroffen) kocht mein ruckzuck vorbereitetes Essen im Thermomix von alleine dahin. Und irgendwann höre ich das Klingeln und weiß, jetzt noch schnell die Zutaten für die Soße rein, nochmal 4 Minuten und fertig ist unser Mittagessen. Ohne, dass ich lange in der Küche stand.

Was es gibt?

Königsberger Klopse mit Möhren-Kohlrabigemüse und Kartoffeln.

Guten Appetit

hm

Auf Federn joggen


Das ist mal wieder tückisch an dieser Jahreszeit. Sobald es draußen so richtig ungemütlich wird, hat keiner mehr Lust zum Laufen. Der Schweinehund, der einem sowieso schon immer im Nacken sitzt, springt uns förmlich ins Gesicht.

Aber, das kenne ich ja schon, und hab vorgesorgt. Seit ein paar Tagen steht mein Trampolin wieder im Wohnzimmer, nicht sehr dekorativ, aber praktisch. Und beim Joggen auf den Federn lässt sich sogar ein Buch lesen, wobei: Das Wetter ist heut gar nicht so schlecht. Aber mit Buch in der Hand würde ich ständig gegen ne Laterne rennen.

hm