Archive für November 2009

Die Sockenkiste


Es gibt bestimmte Dinge, für die habe ich einfach keine Zeit, oder vielleicht sehe ich auch nicht ein, warum ich sie alleine tun sollte. Ja, wäre ich den ganzen Tag zu Hause, dann wäre es für mich selbstverständlich. Aber selbstständig berufstätig, da  gibt es so einiges, was ich einfach nicht schaffe, nicht will, mich weigere. Dazu gehört das regelmäßige Sockensortieren. Es gibt bei uns einen großen Wäschekorb (mittlerweile sind es schon zwei) da schmeiße ich alle gewaschenen und getrockneten Socken hinein. Ganz selten einmal erbarme ich mich, und sortiere sie. Morgens muss sich da allerdings jeder selbst ein paar passende Strümpfe zusammensuchen.

Eigentlich nervt das, aber keiner ist bereit, diese leidvolle Aufgabe zu übernehmen. Gestern Morgen vorm Gottesdienst standen Vlado und Jonathan über dem Wäschekorb. Ich versuche nicht hinzuschauen, damit mich kein schlechtes Gewissen überkommt, denn so manchmal sind die Herren doch etwas genervt.

„Ich hab ne Idee!“, fällt mir da ein. „Wir könnten ja einmal in der Woche so eine Sockensortieraktion machen. Alle Socken kommen auf den Tisch, und wir sortieren alle zusammen. Das wäre so ein Familiending. Na, was haltet ihr davon?“

Vlado: „Nö, geht schon, ich such sie mir morgens raus.“

Jonathan: „Wir essen doch schon jeden Tag zusammen, das reicht mir.“

Tja, dann nicht…..

hm

Mein größter irdischer Wunsch


Feierabend, meine Grenzen sind erreicht. Nach langem, langem Ringen habe ich mich nun endlich entschieden mir meinen größten, irdischen Wunsch zu erfüllen. Mein Mann rät mir schon lange dringend dazu, damit ich etwas entlastet werde, aber ich konnte mich bisher einfach nicht dazu durchringen. Aber diese Woche, völlig an meine Grenzen gekommen, musste ich mir selbst eingestehen, dass es nicht mehr anders geht. Ich suche mir ab nächster Woche eine Haushaltshilfe. Dieses Jahr war nicht einmal die Zeit dafür da, das Haus weihnachtlich zu schmücken, und ich habe das erstemal in meinem Leben als Mutter, einen fertigen Adventkranz gekauft.

Und bevor ich die besinnliche Weihnachtszeit total gehetzt erlebe, setze ich lieber am Montag eine Annonce in die Zeitung, und hoffe, die richtige Putzfee für unsere Familie zu finden, noch vor Weihnachten.

hm

Alle “Linsen” auf Position? - - - dann Achtung! - - - und bitte!


Den ganzen Tag war ich gestern unterwegs. Nachdem ich Manuel frühmorgens zur Arbeit gebracht hatte (wir haben irgendwie ein Auto zu wenig)  bin ich zu einem Thermomixsemiar nach Baden Baden gefahren. Ich war schon ziemlich gespannt. Neue Herausforderung, neue Kolleginnen. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. Nicht nur, dass ich einige nette Kolleginnen kennenlernen durfte, es war eine super, nette, entspannte Atmosphäre, und einiges gab es, dass ich mitnehmen konnte. Dennoch muss ich sagen, dass ich im Laufe meiner Tätigkeit bei Weight Watchers so viele Schulungen durchlaufen habe, dass ich vieles von dem, was gestern erzählt wurde schon kannte. Aber natürlich ist es immer super, wenn etwas aufgefrischt wird. Direkt nach dem Seminar musste ich ohne Zwischenstopp nach Urloffen in mein Treffen. Mein Arbeitstag hat momentan weit mehr als 8 Stunden…………..

Abends wollte ich eigentlich nur noch ins Bett……dachte ich. Und dann kam DIE Überraschung. Da lag eine DVD-Mappe mit der 12-teiligen Kochsendung, die ich im September zusammen mit dem Team von bibelfilm gedreht habe. Meine Familie hatte sich schon alles angeschaut. Schlagartig war ich wach, alle Müdigkeit war verflogen. Und so saß ich gestern noch lange, und hab uns kritisch selbst betrachtet.

Was mich total begeistert hat, war der Zusammenschnitt. Und an dieser Stelle muss ich mal wieder meinen Hut nehmen. Bei nächster Gelegenheit muss ich unbedingt meinen Produzenten anrufen.

Und heute morgen erzählt mir mein Mann, dass sogar die Internetseite schon aktiv ist.

www.biblisch-kochen.de

hm

Hirn


Mindestens fünf Gelegenheiten gab es in den letzten Tagen, bei denen ich dachte: „Das schreib ich in den blog.“ Und wenn ich dann mal vorm Rechner sitze (was momentan nicht so häufig vorkommt, da ich so unendlich viel zu tun habe) dann weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll. Dabei war es wirklich lustig, manchmal etwas zum Nachdenken, und ganz bestimmt lesenswert. Aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr was ich scheiben wollte. Einfach weg, gähnende Leere in meinem Hirn.

Aber wenn ich hier gerade so von Hirn schreibe, da fällt mir dann doch wieder etwas ein. U. hatte am Sonntag Einleitung. Und sie erzählt, sie hätte gelesen, dass die negativen Gedanken vorne in der Platte hinter der Stirn aufbewahrt werden. Und sie ermutigt die Gemeinde, sich mit positiven Gedanken zu füllen, und die negativen nicht an sich ran zu lassen.

Mein Mann geht vor der Predigt nochmals auf ihre Einleitung ein. „Na, dann ist es ja nicht so schlimm, wenn man mit dem Kopf mal gegen die Wand rennt, da werden dann all die negativen Gedanken zerquetscht.“

Soviel zum Thema Hirn.

 

hm

Zusammen gewuppt


Ausnahmezustand in meinen Weight Watchers Treffen. In einer Woche mal „alle“ angemeldeten Teilnehmer vor mir zu sehen, das war schon der Wahnsinn. Und so eine spannende Vorschau brauchte natürlich auch eine spannende und auch besondere Präsentation. Donnerstagabend in Offenburg mussten selbst die Gartenstühle aufgestellt werden, sonst hätten die Teilnehmer nicht alle Platz gehabt. Und da geht’s mir wie meiner Freundin Beate. Bei solch großen Treffen, da wachsen wir über uns heraus.

All die Vorbereitung hat sich gelohnt. Mein Auto war viermal bis unters Dach komplett gefüllt gewesen mit den neuen Materialien und Produkten. Lange vor der „normalen“  Zeit war ich mit meinen Mitarbeiterinnen in den Treffenräumen um alles vorzubereiten. Und dann hat tatsächlich bis auf eine kleine Panne meinerseits, alles reibungslos geklappt. Das Programm ist vorgestellt, die Begeisterung war groß, der Ansturm riesig. Und natürlich bin ich völlig erledigt. Die ganze Packerei und Schlepperei ist mir natürlich auf den Rücken gegangen. Die emotionale Anspannung hinterlässt ihre Spuren. Aber ich freue mich so, dass der neue ProPoints™Plan nun endlich eingeführt ist. Und das erste positive Feedback hat mich auch schon erreicht.

An dieser Stelle möchte ich allerdings meine Hochachtung und Dankbarkeit an meine vier Mitarbeiterinnen aussprechen. Die vier haben mit einer anscheinenden Leichtigkeit das Ding mit mir gewuppt, Haben souverän, freundlich, kompetent, zuvorkommend, hilfsbereit und absolut nett meine Teilnehmer an der Kasse bedient. Haben mich entlastet, wo sie nur konnten. Ohne sie, hätte ich das im Leben nicht geschafft.

Hut ab den Ladies.

hm

Orkan


Ok, dass es mehr Teilnehmer sein werden als die Wochen zuvor, dass war mir klar. Aber das gestern hatte ich dennoch nicht erwartet. Das war kein Ansturm, sowas würde ich Anorkan nennen. Ich hatte nicht einmal für jeden Platz. Völlig unmöglich, dass ich vergessen konnte, dass ein neues Programm eingeführt wird. Selten war ich so aufgeregt in einem Treffen. Und noch nie, musste ein Teil der Teilnehmer während des Treffens stehen, auf der Fensterbank, Tischkante oder auf dem Boden sitzen.

Der erste Tag ist geschafft, meine zwei Mitarbeiterinnen und ich waren auch geschafft.

Und falls sich jeder entscheiden sollte, im Treffen in Oberkirch zu bleiben, muss ich mir schnellstens überlegen, wo ich noch 20 Stühle herbekomme.

hm

Das darf ja wohl nicht wahr sein


Das Treffen ist zu Ende. Meine Teilnehmer verlassen einer nach dem anderen den Gruppenraum, nur einige wenige bleiben noch stehen. Meine Mitarbeiterin schaut mich etwas genervt an: „Gibt’s noch was zu tun?“

„Nein danke, du kannst gehen.“ Plötzlich halte ich inne, irgendetwas stimmt doch nicht. Ich schaue mich um. Da stehen gar keine Produkte. „Du müsstest eigentlich noch die neuen Produkte verkaufen.“ Und dann steigt die Panik in mir hoch. Ich hab das neue Programm gar nicht vorgestellt.

Ich drehe mich zu der Handvoll Teilnehmer, die schauen mich etwas finster an. „Ich habe Ihnen das neue Programm gar nicht erklärt.“

Sie sind sauer. Ich sterbe gleich. Es waren 60 Teilnehmer da, und keiner hat etwas gesagt. „Was habe ich Ihnen denn in den 45 Minuten erzählt?“ Ich kann mich an nichts erinnern. Dann passieren noch ein paar Merkwürdigkeiten, dann klingelt der Wecker.

Was für ein Albtraum, und so real. Alles ist gut, mein erstes Treffen ist erst heute Abend. Es ist alles vorbereitet, aber ich bin jetzt noch aufgewühlt.

hm

Endlich ist es soweit



Was für ein Wechselbad der Gefühle und Erlebnisse. Diese Woche war gefüllt, von Hochs und Tiefs, guten, schlechten und wirklich ganz schlimmen Nachrichten. Und ich befand mich die meiste Zeit so ein wenig im Jammertal. Kommt auch bei mir ab und an mal vor.

Nachdem zwei meiner Mitarbeiterinnen und ich gestern vier Stunden Erfolgsformeln ausgerechnet und Mappen gepackt haben, ist zumindest einigermaßen wieder Land in Sicht. Aber fertig geworden sind wir trotzdem noch nicht.

Was für eine Innovationsvorbereitung. Das habe ich 11 Jahre nicht so erlebt. Noch nie wurde ein neues Programm von Weight Watchers so intensiv vorbereitet wie dieses. Ein patentiertes System, mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, noch flexibler als das alte Programm, mit der Garantie immer satt zu sein und auch noch gut abzunehmen.

Und ich bin so froh, dass es nun endlich in dieser Woche eingeführt wird. Dass diese Geheimnistuerei endlich ein Ende hat.

Endliche ist es soweit: „Schlanke Zukunft – wir kommen.”

hm

Die Engel von Burgau


„Was habt ihr denn da mitgebracht?“ ich stehe etwas fassungslos, aber schon ahnend vor meinem Besuch aus Burgau.

Vor zwei Wochen, als ich dort zum Frauenfrühstück und zum Predigen zu Gast war, haben wir über die geniale Kaffeepadmaschine gesprochen, die dort in jeder Wohnung stand. Ich bin eigentlich totaler Gegner solcher Maschinen. Mir ist der Kaffee zu kalt und so besonders schmeckt er mir auch nicht. Mehrere Jahre brühten wir unseren Kaffee ganz klassisch mit Wasser und Kaffeefilter auf. Vor einem Jahr ungefähr haben wir uns dann doch hinreißen lassen ein Angebot zu kaufen, seit dem steht eine Kaffeemaschine in unserer Küche. Ganz klassisch.

Nun bin ich also in Burgau und lasse mich begeistern, von diesem Kaffee aus der Kaffeepadmaschine, der heiß genug ist und super schmeckt. „Mhm, das wäre vielleicht auch mal was. Oder zumindest wäre das etwas für meinen Mann im Teegeschäft. Dann könnte er während der Arbeitszeit auch mal Kaffee trinken.“

Ich erfuhr, dass die Firma direkt in der Nähe ist und man die Maschinen dort recht günstig im Lagerverkauf bekommt. Es war schon Sonntagmorgen, also keine Möglichkeit mehr, so eine Maschine zu erwerben.

Ich hatte noch überlegt, ob ich die Frauen bitte, mir ein Gerät mitzubringen, als Weihnachtsgeschenk für meinen Mann. Und dann hab ich es glatt weg vergessen.

Gestern also, da kamen nun die Ladies aus Burgau um sich von mir den Thermomix vorführen zu lassen. Und haben die Hände voller Kartons.

„Geschenke, Geschenke. Es ist doch bald Weihnachten.“, rufen sie ganz fröhlich aus. „Einen für die Mama, und einen für den Papa.“ Und für die Kinder gab’s auch noch Geschenke.

Ich bin völlig baff, mein Mann auch. Und nun hatten wir nicht nur eine lustige und schöne Thermomixvorführung, sondern auch eine Kaffepadmaschine in der Küche. Und jedesmal wenn ich mir einen Kaffee brühe, dann denke ich an die Engel von Burgau.

Und jedesmal, wenn mein Mann einen Kaffee im Teeladen trinkt, denkt er an mich, weil ich die Idee mit der Maschine hatte.

Und jedesmal, wenn A. und I. ihren neuen Thermomix benutzen denken sie an mich.

Allerdings muss ich mir jetzt ein neues Weihnachtsgeschenk für meinen Mann überlegen.

hm

Die Wand


Das Leben kann manchmal schon nicht einfach sein, wenn es so geballt mit seinen ganzen Herausforderungen vor einem steht wie eine Wand, durch die man nicht durchkommt, so oft man auch gegenläuft. Diese Wand kostet mich manchmal eine Tafel Schokolade, diese Woche war es eine ganze Packung Toffifee. „Ab, direkt auf die Hüfte.“, sagt mir mein Teufelchen. „Das brauchtest du jetzt, und komm, was soll’s, morgen gehst du wieder ins Programm.“, antwortet das Engelchen.

Diese Woche in den Treffen war es „das“ Thema. Mit einer positiven Haltung und Lebenseinstellung können wir vieles einfacher bewältigen, bleiben gesünder und motivierter. Und auch wenn diese Mauer, vor der wir da stehen hart wie Granit ist, auch wenn uns der Kopf schon weh tut, weil wir so oft dagegen laufen. Irgendwann sehen wir, dass da eine Tür ist, durch die wir einfach durchgehen können.

Wir müssen sie nur finden.

hm