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12.8.2009 von hm.
Manchmal liege ich am Strand oder schwimme im Meer und frage mich: „Warum tue ich mir das jedes Jahr auf’s Neue an?“. Die Erinnerung an Julian ist hier zum Greifen nahe. Seit neun Jahren gehen wir nicht mehr an den Unglücksstrand, dennoch erinnert uns alles andere an ihn. Alle Orte sind noch dieselben, die Gerüche, die Eindrücke, das Rauschen des Meeres, die Atmosphäre. Es gibt kaum eine Zeit, in der ich so intensiv an meinen Jungen denke wie hier. Man müsste meinen, wir sollten hier keinen Urlaub mehr machen, zu groß ist doch immer wieder der Schmerz. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich bin sehr froh, dass mir Julian hier im Urlaub immer wieder so nahe ist. Dass die Erinnerung mir oft die Tränen in die Augen treibt, mir mein Herz schwer wird. Das gehört dazu, das ist meine Art mein Kind zu erleben, das will ich nicht missen, dafür gehört er zu sehr zu uns. Dieses Jahr ist Joana sieben, und fast alles an ihr erinnert mich an ihn. Ich sehe ihre Hände, und sehe seine Hände, ich sehe ihre Füße und sehe seine Füße. Und dennoch ist Joana so sehr eigene Persönlichkeit und schenkt uns so viel Freude. Sie spürt es, dass sie uns an Julian erinnert. Ich weiß nicht, ob das schlimm für sie ist. Aber so ist es nun einmal, das können wir nicht ändern. Und vielleicht sollte es so sein.
hm
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12.8.2009 von hm.
Es hat einfach geschlossen. Das Internet-Café in Bosa Marina. Hhmm, ich hatte gehofft, doch das ein oder andere Mal wenigstens meine Post zu lesen. Aber so………musste ich jetzt auf die Suche gehen, damit ich eine wichtige E-Mail verschicken konnte. Und wenn ich schon einmal hier bin, dann nutze ich die Möglichkeit natürlich sofort, um eine Portion Motivation als Newsletter an meine Teilnehmer zu verschicken und auch im blog zu schreiben, und 236 unnötige Emails zu löschen.
Es ist wie jedes Jahr. Ruhig, erholsam, sehr warm, gemütlich, entspannend, eben all das, was man sich vom Urlaub wünscht. Fast jeden Tag telefonieren wir mit Manuel, so dass auch die Sehnsucht nicht ganz so groß ist. Dennoch vermisst vor allen Dingen Jonathan seinen großen Bruder. So sehr viele Ausflüge machen wir dieses Jahr nicht, da unsere Klimaanlage am Auto kaputt gegangen ist. Bei den Temperaturen zu fahren ist eine Tortur. Aber eigentlich genügt uns auch unser Haus, unser Strand, unsere Stadt, unsere Geschäfte, wir uns selbst. Erholung stellt sich schon nach kurzer Zeit ein, und auch, wenn knapp vier Wochen schnell vorbei sind, aufgetankt für den Alltag haben wir jetzt schon.
Die Studioaufnahme für die Kochsendung steht bevor, etwas worauf ich mich so richtig freue. Ich lerne jeden Tag ein bis drei Stunden. Das Drehbuch ist super interessant, auf die Gerichte bin ich gespannt, und die Bibeltexte dazu sind sehr spannend. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so viel Bibel im Urlaub gelesen wie dieses Jahr.
Vlado war mit den Jungs schon mit dem Boot unterwegs, Joana traut sich noch nicht so richtig. Wenn das Wasser sehr ruhig ist, dann wollen wir auf jeden Fall einmal wenigstens an unsere Lieblingsbucht. Mir reicht der Strand. Ein wenig sonnen, etwas lesen, schwimmen, ein Strandspaziergang, Karten spielen mit den Kindern und das Beste: Keinen Termin zu haben.
Mindestens alle zwei Tage gehen Vlado und ich joggen, ich bin ganz hin und weg, dass er das durchzieht, und es gefällt ihm sogar. Natürlich muss es dabei einen Wettkampf geben, wer hat den niedrigsten Puls. J
Hm
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