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29.8.2009 von hm.
29.08.1997
Ich stehe in einem silbernen Kleid mit einem entzückenden, silbernen Hut, meiner Handtasche und meinem Brautstrauß bei Verwandten in Jugoslawien im Schlafzimmer. Meine Schwiegermutter betrachtet mich und sagt begeistert: „Du siehst ganz toll aus. Aber die Handtasche passt nicht. Gib sie mir, ich halte sie für dich.“
Szenenwechsel: 30 Minuten vorher.
Ich: „Schatz, gib mir die Ringe, sonst vergisst du sie nachher noch. Ich stecke sie in meine Handtasche.“
Er: „Alles klar, aber vergiss sie nicht.“
Wieder im Gespräch mit meiner Schwiegermutter.
Ich: „Mutti, in der Tasche sind unsere Ringe, vergiss die hier bloß nicht.“
Sie: „Natürlich vergesse ich sie nicht, gib sie her, ich bewache sie.“
Auf den letzten Drücker fahren wir von Rumenka nach Novi Sad zum Standesamt. Heute ist unser Hochzeitstag. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Die ganze Familie fährt im Konvoi. Es ist so aufregend und mein Herz klopft.
Im Standesamt gehen wir langsam die Treppe rauf, vor uns gibt es noch ein Ehepaar. Kurz bevor wir dran sind fordert Vlado mich auf:
„Gib mir schon mal die Ringe!“
Ich dreh mich zu meiner Schwiegermutter um: „Mutti, gib mir mal meine Handtasche, wir brauchen die Ringe.“
Sie brauchte gar nichts zu sagen. In ihrem Gesicht stand die Panik geschrieben. Es dauerte fast eine Stunde, bis Vlados Cousin zurück nach Rumenka gefahren ist um die Tasche zu holen.
Geheiratet haben wir mit ausgeliehenen Ringen. Und wer gedacht hat, das könnte ein schlechtes Zeichen sein……….tja 22 Jahre ist es heute her, und ich würde doch glatt denselben Mann nochmals heiraten, ob mit oder ohne Ring.
Und auch Rita würde das glaube ich nochmals tun.![]()
Heute haben wir einen ausgiebigen Stadtbummel in Offenburg gemacht. Geleistet haben wir uns einen Besuch in der Eisdiele.
Dafür fahre ich morgen mit einem Koffer voller neuer Klamotten nach Ulm zu den Fernsehaufnahmen.
hm
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28.8.2009 von hm.
8.15 Uhr: Katze zum Sterilisieren zur Tierärztin gebracht
8.50 Uhr: Weight Watchers Abrechnung
11.30 Uhr: Friseurtermin
13.00 Uhr: Mittagessen mit Gästen
14.00 Uhr: Weight Watchers Karteikästen und Programm für die Kollegin für nächste Woche vorbereitet
15.00 Uhr: Versucht das Drehbuch zu lernen, dabei mit Schwiegermutter unterhalten
16.00 Uhr: Auto mit Weight Watchers Ware für nächste Woche gepackt
17.00 Uhr: Katzenbabys eingefangen
17.20 Uhr: Mit Katzenbabys los: Abrechnung wegschicken, Geld einzahlen, Katzenkorb im Zoogeschäft bezahlen, da ich gestern kein Bargeld dabei hatte, bestelltes Buch in Bücherei abholen, Katzenbabys zur Tierärztin zum Impfen bringen.
18.00 Uhr: Zur Kollegin gefahren, Ware ausgeladen, Programm per Stick auf ihren Rechner gezogen. Programm erklärt.
19.15 Uhr: Alle drei Katzen bei der Tierärztin wieder abgeholt, Konto um 200,–€ erleichtert
19.45 Uhr mit Joana und ihrer Freundin Estella zu Abend gegessen.
20.00 Uhr Estella nach Hause gefahren
20.30 Uhr Estella wieder mitgenommen, da sie bei uns übernachten möchte
21.00 Uhr Katze beobachten, ob alles ok ist nach der OP
21.30 Uhr blog schreiben
Zwischendurch, viel zu viel Schokolade gegessen, ich bin definitiv ein Stressesser. Der Alltag ist zurück
hm
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26.8.2009 von hm.
Sie hatte schon vor meinem Urlaub ein paar Macken: Meine Waage. Da ich es leider verpasst hatte, vor meinem Urlaub eine neue zu bestellen, stand ich gestern schon wieder vor der Herausforderung. Die Waage ging mal an, mal nicht. Wir hatten bereits alles im Treffenraum aufgebaut und ich entschloss mich, zu Hause anzurufen um Steven zu bitten, mir meine Personenwaage mit dem Fahrrad zu bringen. Sicher ist sicher.
„Malisic“, meldet sich im gewohnt freundlichen Ton Manuel. Es war 16.20 Uhr, ich hatte nicht erwartet, dass er zu Hause ist, sondern von der Arbeit direkt zu Vlado in den Teeladen fährt, da er ihn mit dem Polo mitnehmen muss.
„Du bist ja schon zu Hause.“, freue ich mich, seine Stimme zu hören und auch mit dem Wissen, dass er mit dem Auto schneller in Oberkirch ist, als Steven mit dem Fahrrad.
„Ja.“ Bekomme ich zur Antwort.
„Sag mal, du musst doch eh noch nach Oberkirch den Papa abholen…..“
„Nein, ich hole den Papa nicht ab.“
„Warum das denn nicht???“
„Ich kann nicht Auto fahren.“, bekomme ich als zaghafte etwas traurige Antwort.
Meine Gedanken überschlagen sich. Autounfall, Arbeitsunfall……was ist passiert, dass er nicht mehr Auto fahren kann? Meine Kehle ist wie zugeschnürt.
„Was ist denn passiert?“, frage ich ängstlich.
„Na ich hab noch keinen Führerschein.“, antwortet mir Jonathan sicherlich grinsend am Telefon.
hm
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24.8.2009 von hm.
Gibt’s denn das? Da genieße ich 3 ½ Wochen das süße Nichtstun, mein Körper bekommt nicht viel Arbeit, meine Muskeln entspannen sich und auch mein Kopf. Und jedes Jahr brauche ich eigentlich immer noch eine Woche Anlauf um wieder ganz „da“ zu sein. Und dieses Jahr? Es liegt nicht nur daran, dass wir heute alle Manuel herzlich in den Arm nehmen konnten, oder uns auf die Katzenbabys gefreut haben. Auch nicht daran, dass das Haus Dank Schwiegermutter und Manuel sauber ist. Ok, das Wetter in Deutschland hat es uns nicht so schwer gemacht, Abschied vom warmen Süden zu nehmen, aber ich als Meister der Reflektion und Analytik komme zu der Erkenntnis, dass ich mich auf ganz vieles gefreut habe. Da warten super liebe Mitarbeiterinnen und Freundinnen auf mich in dieser Woche. Es wartet eine wunderschöne Gemeinde mit wundervollen Geschwistern auf uns. Ich freue mich auf alle meine Teilnehmer, für die ich ab morgen Abend schon wieder da bin. Das Schönste ist natürlich, dass wir als Familie wieder komplett sind. „Gemeinschaft“, kreischen alle, als sie Manuel in den Arm flogen, unser „Urlaubswort 2009“. Ich freu mich auf die Fernsehaufnahmen, auf einige Neuerungen in meiner Firma, alles noch sehr geheimnisvoll……………![]()
Und dieses Jahr ist das Wiederkommen, wie den Lichtschalter betätigen. Nicht wie ein langsamer Sonnenuntergang. Dieses Jahr bin ich gleich wieder „voll“ da, und finde das irgendwie gut…….
Aber jetzt, freu ich mich am allermeisten auf meine Latexmatratze.![]()
hm
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18.8.2009 von hm.
Kaum zu glauben, dass unser Urlaub so langsam zu Ende geht. Jedes Jahr dasselbe. Ich werde immer ganz melancholisch wenn ich ans Ende denke. Die Insel verlassen, mit all der Ruhe und Einachheit. Mit all den Gedanken und Trauemen, die wir hier haben. Mir faellt das Ankommen in Deutschland meist sehr schwer. Ich brauche normalerweise immer ein paar Tage um ganz “da” zu sein. Und irgendwie fuehlt es sich dieses Jahr anders an. Es gibt so sehr viele Dinge auf die ich mich freue. Allem voran natuerlich Manuel, den ich unter Traenen vor knapp drei Wochen verabschiedet habe. Dann die Freunde, und ich freue mich so richtig auf meine Weight Watchers Treffen. Ich weiss sie in guten Haenden aber ich freue mich riesig, naechsten Dienstag gleich wieder zu arbeiten. Da bleibt mir gar keine Zeit zum Gruebeln. Ich freu mich auf die Fernsehaufnahmen, bin allerdings schon ziemlich aufgeregt und frage mich, ob ich dieser Herausforderung gewachsen bin. Wir werden sehen.
Das Wetter hier ist seit fast drei Wochen gleichfoermig. Jeden Tag zwischen 29 und 31 Grad. Ein paar Ausfluege haben wir trotz fehlender Klimaanlage nun doch unternommen, aber so langsam ist die Luft bei den Jungs und Joana raus. “Wir vermissen Manuel!”, muss ich mir staendig anhoeren. Natuerlich kann ich sie verstehen.
Weiterhin bin ich mit meinem Mann joggend unterwegs, ansonsten habe ich allerdings fast 0 Bewegung. Auf der einen Seite geniesse ich das suesse Nichtstun, auf der anderen Seite brauche ich tatsaechlich bald mal wieder etwas mehr zu tun. Alltag wir kommen………….
Am Sonntag um 22.00 Uhr faehrt die Faehre zurueck.
hm
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12.8.2009 von hm.
Manchmal liege ich am Strand oder schwimme im Meer und frage mich: „Warum tue ich mir das jedes Jahr auf’s Neue an?“. Die Erinnerung an Julian ist hier zum Greifen nahe. Seit neun Jahren gehen wir nicht mehr an den Unglücksstrand, dennoch erinnert uns alles andere an ihn. Alle Orte sind noch dieselben, die Gerüche, die Eindrücke, das Rauschen des Meeres, die Atmosphäre. Es gibt kaum eine Zeit, in der ich so intensiv an meinen Jungen denke wie hier. Man müsste meinen, wir sollten hier keinen Urlaub mehr machen, zu groß ist doch immer wieder der Schmerz. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich bin sehr froh, dass mir Julian hier im Urlaub immer wieder so nahe ist. Dass die Erinnerung mir oft die Tränen in die Augen treibt, mir mein Herz schwer wird. Das gehört dazu, das ist meine Art mein Kind zu erleben, das will ich nicht missen, dafür gehört er zu sehr zu uns. Dieses Jahr ist Joana sieben, und fast alles an ihr erinnert mich an ihn. Ich sehe ihre Hände, und sehe seine Hände, ich sehe ihre Füße und sehe seine Füße. Und dennoch ist Joana so sehr eigene Persönlichkeit und schenkt uns so viel Freude. Sie spürt es, dass sie uns an Julian erinnert. Ich weiß nicht, ob das schlimm für sie ist. Aber so ist es nun einmal, das können wir nicht ändern. Und vielleicht sollte es so sein.
hm
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12.8.2009 von hm.
Es hat einfach geschlossen. Das Internet-Café in Bosa Marina. Hhmm, ich hatte gehofft, doch das ein oder andere Mal wenigstens meine Post zu lesen. Aber so………musste ich jetzt auf die Suche gehen, damit ich eine wichtige E-Mail verschicken konnte. Und wenn ich schon einmal hier bin, dann nutze ich die Möglichkeit natürlich sofort, um eine Portion Motivation als Newsletter an meine Teilnehmer zu verschicken und auch im blog zu schreiben, und 236 unnötige Emails zu löschen.
Es ist wie jedes Jahr. Ruhig, erholsam, sehr warm, gemütlich, entspannend, eben all das, was man sich vom Urlaub wünscht. Fast jeden Tag telefonieren wir mit Manuel, so dass auch die Sehnsucht nicht ganz so groß ist. Dennoch vermisst vor allen Dingen Jonathan seinen großen Bruder. So sehr viele Ausflüge machen wir dieses Jahr nicht, da unsere Klimaanlage am Auto kaputt gegangen ist. Bei den Temperaturen zu fahren ist eine Tortur. Aber eigentlich genügt uns auch unser Haus, unser Strand, unsere Stadt, unsere Geschäfte, wir uns selbst. Erholung stellt sich schon nach kurzer Zeit ein, und auch, wenn knapp vier Wochen schnell vorbei sind, aufgetankt für den Alltag haben wir jetzt schon.
Die Studioaufnahme für die Kochsendung steht bevor, etwas worauf ich mich so richtig freue. Ich lerne jeden Tag ein bis drei Stunden. Das Drehbuch ist super interessant, auf die Gerichte bin ich gespannt, und die Bibeltexte dazu sind sehr spannend. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so viel Bibel im Urlaub gelesen wie dieses Jahr.
Vlado war mit den Jungs schon mit dem Boot unterwegs, Joana traut sich noch nicht so richtig. Wenn das Wasser sehr ruhig ist, dann wollen wir auf jeden Fall einmal wenigstens an unsere Lieblingsbucht. Mir reicht der Strand. Ein wenig sonnen, etwas lesen, schwimmen, ein Strandspaziergang, Karten spielen mit den Kindern und das Beste: Keinen Termin zu haben.
Mindestens alle zwei Tage gehen Vlado und ich joggen, ich bin ganz hin und weg, dass er das durchzieht, und es gefällt ihm sogar. Natürlich muss es dabei einen Wettkampf geben, wer hat den niedrigsten Puls. J
Hm
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