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19.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
„Im Leben kriegst du nichts geschenkt.“, erzählt mir letztens jemand und ich komme ins Grübeln. Finde ich nicht. Einiges bekommt man schon geschenkt, für anderes muss man etwas tun. Und ich bin dankbar für die Geschenke, die ich erhalte. Dinge, für die ich nichts tun muss, die mir einfach so entgegenkommen. Mir fällt da spontan ein, dass meine Kinder relativ selten krank waren, das ist geschenkt, da hab ich nicht viel für getan. Ganz oben auf meiner Geschenkliste steht natürlich die Gnade Gottes. Als gläubige Frau nehme ich sie jeden Tag in Anspruch, weiß, dass ich mit all meinem Versagen zu Jesus kommen darf, dass er mir vergibt, und das ganz umsonst. Würde ich noch ein Weilchen überlegen, die Liste nähme kein Ende.
Genauso lang allerdings wird auch die Liste mit den Dingen, die wir nicht geschenkt bekommen. Mir fallen da ein: gute Noten, Freundschaften, eine gute Ehebeziehung, ein ordentlicher Haushalt, ein gepflegter Garten, ein passables Äußeres und nicht zuletzt natürlich auch unser Gewicht. Davon hatten wir es gestern im Treffen. Eine Teilnehmerin erzählt: „Ich esse nun mal so gerne und beweg mich am liebsten gar nicht.“ Genau, so geht es vielen von uns!!! und???
Schlankheit bekommen wir nicht geschenkt, dafür müssen wir etwas tun, ich auch. Und wieder einmal (wie wohl mein ganzes Leben lang) werde ich vor dem Urlaub Points zählen, mich mindestens dreimal die Woche bewegen und zusätzlich etwas Muskeltraining absolvieren. Von alleine passiert nämlich auch bei mir nichts. In genau sechs Wochen liege ich bereits am Strand von Sardinien. Bis dahin sollte doch noch was gehen……
hm
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16.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Ich glaube, sie ist schon ein wenig aufgeregt, bereitet ihre Rede vor, überlegt was sie anziehen wird. Am Donnerstag ist ihr großer Tag. Eine Teilnehmerin aus meinem Treffen erhält am Donnerstag ihre lang ersehnte Goldcard. Keine gewöhnliche Goldcard, mit der sie ab sofort kostenlos die Weight Watchers Treffen besuchen darf. Eine Goldcard, auf der 61 kg weniger steht, als sie zu Beginn ihrer Abnahme gewogen hat. 61 kg leichter, das ist ein ganzer Mensch!
Das eine was ich bewundere, ist die Abnahme von diesen Pfunden, was mich aber viel mehr bewegt, ist das Durchhaltevermögen. Über drei Jahre hat sie gebraucht, um ihr Ziel zu erreichen. Und die Zeiten waren nicht immer einfach. So wie bei jedem anderen auch, durchzogen Höhen und Tiefen ihre Abnahme und ihre Motivation. Und drei Jahre lang hat sie Woche für Woche die Treffen bezahlt, und ich weiß, dass ihr das nicht immer so leicht gefallen ist. Durchhalten bis zum Schluss, das hat sie geschafft, und dafür darf sie zu Recht dankbar sein. Sie hat sich fast halbiert, aber doppelt soviel Selbstbewusstsein gewonnen. Schön zu sehen, dass das möglich ist, und eine Motivation für alle, die denken: Das Ziel ist nicht zu erreichen.
Jeder schafft es, wenn das Ziel vor Augen ist.
hm
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15.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Es ist eben doch nicht mal so „um die Ecke“. Wolfsburg liegt 600 km weit weg. Bei einer leeren Autobahn schaffen wir die in knapp 5 Stunden, und auch das ist schon lang. Aber wie so oft, brauchen wir über 7 Stunden, dieses mal hin und zurück. „Vielen Dank für Ihr Verständnis“, steht hinter jeder Baustelle, was heißt hier Verständnis? Natürlich möchte ich gerne breite, gute ausgebaute Autobahnen in ganz Deutschland haben, aber die ewigen Baustellen können einem auf so einer langen Strecke nur auf den Keks gehen. Beim Abschied sagt meine Freundin: „Diesmal dauert es hoffentlich nicht wieder 2 Jahre, bis du wieder nach Wolfsburg kommst.“ Gestern während der Fahrt denke ich: „Mal sehen, ob ich mir das in 2 Jahren nochmal antue.“
Schön ist es natürlich immer, aber auch immer viel zu kurz. Es war ein Arbeitswochenende. Vlado und die Jungs haben zwei Tage lang im Regen die Terrasse am Haus erneuert, ich war unterwegs zu einem Frauenabend und einer Buchvorstellung. Die Freundinnen und alte Bekannte sehen, wenn auch nur kurz, war ein Highlight. Aber kaum hatten wir uns gesehen, mussten wir auch schon wieder zurück. Sonntag die alte Gemeinde besuchen in der Vlado nach 5 Jahren mal wieder gepredigt hat, viele vertraute Gesichter entdecken und auch viele unbekannte. Beim Abschied fragt der neue Pastor: „Werdet ihr mal wiederkommen?“
„Solange wir ein Haus, ein Grab und Freunde hier haben, werden wir immer mal wieder kommen, und das wird wohl ewig sein.“, aber dann wollten wir nach Hause.
hm
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14.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Über Sieben Stunden Autofahrt von einem Stau in den nächsten, in einem Auto, das plötzlich anscheinend eine defekte Klimaanlage hat und anstatt zu kühlen nun heizte, bei bis zu 28 C° Außentemperatur und gefühlten 31 C° Innentemperatur, macht es mir unmöglich heute Abend schriftlich unser Wochenende in Wolfsburg zu reflektieren. Ich brauch erst mal ne Kanne Tee und eine Mütze voll Schlaf.
hm
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11.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
- Wenn ich nach drei Tagen und halben Nächten meine Steuererklärung fertig habe und alle Zahlen stimmen.
- Wenn ich nach einem warmen Tag unterwegs eine Nylonstrumpfhose in meiner Handtasche finde und so auch den kühlen Abend genießen kann.
- Wenn meine beiden Großen mir mit Gitarre bewaffnet einen Song vorspielen und singen
- Wenn meine beiden Großen im Gottesdienst vorne im Lobpreis singen und spielen
- Wenn der Mittlere mitdenkend die Wäsche abhängt, bevor es anfängt zu regnen
- Wenn die ganze Familie sonntags nach dem Gottesdienst eine halbe Stunde aufräumt und so das Haus wieder ordentlich ist.
- Wenn meine Kinder mich in den Arm nehmen und sagen: „Mama, ich hab dich lieb.“
- Wenn ich mittwochs ausschlafen darf, weil mein Mann morgens mit den Kindern aufsteht.
- Wenn mittags am Tisch keiner meckert.
- Wenn die Sonne scheint und meine Wäsche trocken wird.
Ich war schon ganz schön glücklich diese Woche.
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10.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Die wird es unser Leben lang geben. Gute und schlechte Zeiten. Im normalen Leben, mit all seinen Herausforderungen, heute war es Thema im Treffen. Eigentlich ging es um die Nudel. Als Sattmacherportion kommt sie häufig bei uns auf den Tisch. Wir genießen sie mit leichten Soßen und seit einiger Zeit mit dem leckeren Weight Watchers Pesto. Und satt ist eben, bis man satt ist, oder? Bei meiner Befragung, wie viele Nudeln denn so im Durchschnitt als Sattmacherportion gegessen werden, lagen die Antworten zwischen 100 g und 250 g Trockennudeln. „Eine Sattmacherportion braucht man doch nicht abzuwiegen, oder doch?“, fragt eine Teilnehmerin. Muss man nicht. Aber im Kopf sollten wir haben, dass auch Nudeln Kalorien enthalten, um genau zu sein: 100 g haben 358 kcal im Durchschnitt. Bei 250 g Nudeln wären das 895 kcal. Würde man jetzt diese 250 g Nudeln mit dem Calculator berechnen, kämen wir auf 15 Points®. Nicht, dass wir Nudeln berechnen müssten, aber gerade mit den Sattmachern kann man bestens das Essverhalten versuchen zu verändern. Sich in der eigenen Wohlfühlzone zu befinden, aufzuhören, wenn man angenehm satt ist, darum geht es. Und vor allen Dingen im Hinterkopf zu haben, abnehmen zu wollen, und nicht bei „Wetten das“ im Vielessen zu gewinnen. Nicht ganz so einfach, aber dennoch machbar. Es gibt gute und schlechte Zeiten, immer wieder. Nutzen wir die guten Zeiten um anzufangen, das Verhalten zu verändern. Auf Dauer lohnt es sich.
hm
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9.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Ich liebe die Möglichkeiten des World Wide Web, und staune immer wieder, woher so manche Kontakte kommen. Beate brachte mich vor einiger Zeit auf die Seiten von Xing, und darüber erhalte ich diese Tage eine Nachricht von einem alten Bekannten aus China. Ich meine: CHINA, das liegt auf der anderen Seite der Welt. Und er schreibt: „Hallo, schön, dich hier zu treffen.“ China liegt nur einen Tastaturknopf entfernt. Vor zwei Wochen kontaktierte mich ein alter Schulkamerad, an den ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann. Und vor ein paar Tagen, da bin ich vom Stuhl aufgesprungen, so groß war meine Freude.
Wir waren mal ziemlich gute Freunde. Ein schweizer Ehepaar und wir. Während der Bibelschulzeit in Erzhausen wohnten wir in Parallelstraßen, besuchten uns häufig gegenseitig. Bei ihnen hab ich das erstemal in meinem Leben Raclette gegessen, mit ihren drei kleinen Kindern habe ich auf dem Boden herumgetollt. Und durch sie, ist vor 18 ½ Jahren der Name für unsere Tochter entstanden. Ich war mit Manuel schwanger und wir waren bei einem Martinsfeuer des Kindergartens ihrer Tochter. Da steht irgendein Vater neben mir und ruft durch die Menge und das Feuer hindurch: „Jooooooaaaaaaaannnnaaaaaaaa!“ Da wusste ich, so wird unser Mädchen heißen. Hat ein paar Jungs lang gedauert, aber so heißt sie nun.
Und da Vlado zur Geburt von Manuel nicht mitgehen konnte, weil er sich bei ihren Kindern mit Windpocken angesteckt hatte, nahm ich sie mit, Rosi. Während Vlado auf ihre Kinder aufpasste, atmete sie mit mir die Wehen weg und half dabei unseren ersten Sohn auf die Welt zu bekommen. Die Erinnerung bleibt.
Er hat Vlado in die Tiefen des Computers geführt und tage- und nächtelang mit meinem Mann an unserem ersten Rechner gebastelt.
Die Bibelschulzeit war beendet. Sie gingen zurück in die Schweiz, wir nach Wolfsburg. Einmal hatten wir sie besucht, danach war der Kontakt völlig abgebrochen. In die Schweiz telefoniert man nicht mal eben so, und Internet hatten wir damals noch nicht.
Und diese Tage, da bekomme ich eine Mail von ihr, Viktor habe ihr mein Buch gekauft, und sie freut sich, mich wieder zu treffen. Und ich erst. Und so weit ist die Schweiz nun auch nicht mehr weg.
hm
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7.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Eigentlich war es kaum zu glauben, dass wir tatsächlich mit den Renovierungsarbeiten bis zur Eröffnung fertig werden.
Aber in den letzten vier Wochen haben alle die Ärmel hochgekrempelt und nochmals alles gegeben. Und das Ergebnis konnte sich tatsächlich sehen lassen. Behagliche Gemeinderäume, ein super leckeres Fingerfood-Buffet, Sekt an Bistrotischen und viel Gelächter während des Empfangs. Es war so voll, dass wir teilweise kaum durch die Gänge kamen. Viel mehr wäre nicht gegangen, obwohl einige ihre Grüße nur schriftlich überbrachten, da sie noch in Urlaub waren. Jörg und ich waren uns einig: „Das war die schönste Gemeindeeröffnung, die wir jemals erlebt haben.“, brachen gleich darauf in Gelächter aus, da es unsere erste war.
Und so zog sich die gute, fröhliche, und dennoch heilige Atmosphäre durch den Abend. Vergessen waren all die Vorbereitungen, gestern Abend konnten wir alle nur noch genießen.
hm
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6.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Nach meinem Weight Watchers Treffen am letzten Mittwoch unterhalte ich mich noch mit zwei Teilnehmerinnen. Frau B. ist schon länger dabei und hat schon gut abgenommen. Die andere ist eine Freundin von ihr die gerade startet. Die „Neue“ war ganz begeistert von dem, was ich so alles mache, erzählt mir, dass sie auch schon ein Buch geschrieben hat, es aber nicht veröffentlicht ist. Daraufhin erklärt ihr Frau B. ich sei eine Powerfrau, aber bestimmt hätte ich ja eine Haushaltshilfe. „Die stünde mir sicherlich zu, aber nein, ich habe keine Haushaltshilfe.“ „Nicht? Und wie schaffen sie das dann alles?“
Ich: „Es ist nicht immer so ordentlich bei mir.“
Und während ich mich heute Morgen in meiner Diele, der Küche und dem Wohnzimmer umschaue bewahrheitet sich meine Aussage. Eine Haushaltshilfe würde hier in drei Stunden alles wieder Tipp Topp hinbekommen. Ich würde das in der Zeit auch schaffen. Aber ich muss noch Einkaufen, Fingerfood für die Eröffnung heute Abend vorbereiten, einige Lieder auf dem Songbeamer für heute Abend schreiben und noch einiges an Vorbereitungen mehr. Außerdem hab ich da noch ein paar Kinder und einen Mann, und essen sollten wir heute auch noch. Ich hätte heute Morgen drei Stunden früher aufstehen können, dann wäre alles in Ordnung. Aber da ich dazu neige, dass mein Körper schneller arbeitet als meine Seele hinterherkommt, hab ich mich entschlossen auszuschlafen. So sind Körper und Seele vereint, den Haushalt stört das nicht, die Kinder und den Mann auch nicht, und ich schaue drüber weg, Montag ist auch noch ein Tag, und da hab ich vormittags nichts vor.
hm
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