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23.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Manuel kam am Samstag noch nach der Arbeit zum Stadtfest, leichenblass. „Mir ist total schlecht.“ Er blieb nicht lange und fuhr bald wieder nach Hause. Mitten in der Nacht kamen wir nach Hause, ich stehe an seinem Bett, er wird wach und sagt mir, dass er sich schon ganz früh hingelegt hat, dass ihm immer noch ganz schlecht ist.
Der Junge hat eine Magen-Darm-Grippe aber ich denke gleich an Schlimmeres. Und weil er so pflichtbewusst ist, schleppt er sich Sonntag sogar noch ins Hotel. Selbst gestern nahm er mir den Einkauf ab und fragte immer wieder, ob er etwas für mich tun kann. Dabei konnte er kaum gerade stehen. Heute ging gar nichts mehr und ich musste ihn krank melden. Ich kann mich nicht erinnern, dass Manuel jemals auch nur einen Tag in der Schule wegen Krankheit versäumt hat. Er weiß gar nicht so richtig was „krank sein“ bedeutet. Aber eins weiß er, und das hat er mir gestern auch gesagt:
„Mama, für dich ist es viel schlimmer, dass ich krank bin, als für mich. Du machst dir viel mehr Sorgen als es mir schlecht geht.“
Wie wahr.
hm
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23.6.2009 von Heike - www.frausein.de.
Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich wache morgens auf vom Tellergeklapper. Ich höre Gekicher und Gerede. Und dann muss ich warten. So lange, bis die Tür geöffnet wird und meine Lieblingsfamilie vor mir steht und ein Ständchen singt. Und ich schiele müde unter der Bettdecke hervor und grinse. Jedes Jahr werden sie einen Kopf größer und immer noch singen sie der Mama „Happy Birthday“. Immer noch wird der Tisch gedeckt, die Kerzen angezündet, die Geschenke aufgestellt. Alle stehen immer so früh auf, wie der erste zur Schule muss. Ein Ritual für jedes Geburtstagskind in unserer Familie. Und dann sind alle gespannt was ich zu IHREM Geschenk sage. Gefreut wird sich jedes Jahr, dieses Jahr war ich etwas sprachlos. „Seid ihr verrückt……..bringe ich nur noch raus.“ Und den ganzen Vormittag verbringe ich mit Manuel und Vlado und meinem Geschenk und habe heute Morgen sogar Muskelkater.
Kuchen brauchte ich nicht zu backen, es war genügend vom Stadtfest übrig. Manuel und Jonathan waren gestern auch oberhilfsbereit. Manuel fuhr einkaufen, obwohl es ihm ziemlich schlecht geht. Jonathan übernahm freiwillig den Abwasch. Beim Kaffeetisch Decken schaue ich zu ihm in die Küche und versuche ihn noch ein wenig zu motivieren:
Ich: Jonathan, das ist so nett von dir, was würde ich jetzt bloß ohne dich tun?
Er: Abwaschen.
hm
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