Archive für Januar 2009

Dinge des Alltags


Ich wurde  vorgestern schon leicht panisch. Wo bleibt er nur, der DPD Mann, mit meiner bestellten Ware? Viele neue Teilnehmer bedeutet auch, ziemlicher Schwund bei meinen Broschüren. Und so schleppe ich seit Donnerstag einige dieser Broschüren von Treffen zu Treffen, und kann nur hoffen, dass sie reichen. Gestern Morgen dann war mir das zu unsicher. Anruf bei zwei Kolleginnen: „Könnt ihr mir aushelfen?“ Die eine sagt: „Kein Problem.“, wohnt allerdings ziemlich weit weg. Die Kollegin aus der Nähe: „Ich hab selbst nicht mehr viel und warte auf Ware.“ Und dann haben wir das ganz gut gelöst. Ich wollte die Broschüren bei Kollegin 1, die in der Nähe wohnt abholen, und die wiederum bekommt die Broschüren von Kollegin 2, die weiter weg wohnt, die Kollegin 1 aber bald trifft. Kurze Zeit später ruft Kollegin 1 an: „Ich hab Ware bekommen, ich kann dir locker aushelfen.“

Die Telefonate haben mich mindestens eine Stunde gekostet. Und dann, nachdem alles abgesprochen war, hupt um 15.45 Uhr der DPD-Mann. „Ich hab 20 Pakete für sie.“, und am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen. DPD-Männer sind bei Weight Watchers Coaches sehr beliebt. Im Akkord ging es ans Auspacken und sortieren. Eine Stunde später war ich voll bepackt auf dem Weg zu meinem Treffen. Und da ich weiß, dass unsere Müllmänner die Kartons nicht gerne mitnehmen, hab ich sie gleich zerkleinert in den Sharan gepackt. Auf dem Weg zum und vom Treffen komm ich an der Mülldeponie vorbei.

hm

Mittags um 12.00 Uhr


12 Uhr Mittags in Deutschland – so heißt das Thema diese Woche in meinen Treffen. Und irgendwann frage ich meine Teilnehmer, wie sie denn ihre Mittagpause verbringen? Mit kochen, spazieren gehen, Mittagsschläfchen etc. Und eine Teilnehmerin meldet sich und sagt: „Ich lese in der Mittagspause immer Heikes blog.“ Ich schmunzele. Ich hab tatsächlich keine Ahnung, wer so täglich auf meinen Seiten stöbert, oder meinen blog liest. Nur an meiner Webstatistik kann ich ablesen, wie viele Besucher täglich da waren. Zwischen 250 und 450 jeden Tag………mehr weiß ich nicht. Und ich bin doch immer sehr berührt, wenn ich sehe, wie viele sich interessieren, für die kleinen Dinge des Alltags. Aber genau diese Dinge des Alltags machen unser Leben so lebenswert. hm

Kartoffelpuffer


Schon seit einer Weile geht es mir so. Ich habe kein Gefühl mehr für Mengen. Früher, als die Kinder noch klein waren, habe ich immer für vier Personen gekocht, alle sind gut satt geworden. Kinder essen eben doch nicht so riesige Mengen. Und schon gar nicht von Dingen, die sie nicht mögen. Aber auch Kinder wachsen. Und da sitzen plötzlich 3 Erwachsene, zwei Teenager und eine Süßmaus bei uns am Tisch. Und wenn sie etwas mögen, dann hauen sie richtig rein. Gestern hab ich spontan ein Gericht aus dem Basis Kochbuch ausprobiert. Meine Mitarbeiterin hat mir davon vorgeschwärmt. Kartoffelpuffer. Das gab’s bei uns schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr. Ist mir einfach zu fettig. Ein Blick ins Kochbuch, und mein Entschluss stand fest. Apfelmus hatte ich noch im Gefrierschrank. Begeistert musste ich feststellen, wie schnell 2 kg Kartoffeln im Thermomix zerkleinert werden. Und dann gab es zwei Pfannen auf meinem Herd. Eine mit einem TL Öl, eine mit Öl satt.

Während die letzten Kartoffelpuffer in der Pfanne schwammen holte ich Jonathan von der Schule ab.

 „Was gibt’s heute zum Essen?“

„Kartoffelpuffer.“

„Was isn das?“

Gab’s wohl schon 14 Jahre nicht mehr bei uns.

Aber zukünftig wird’s die wohl öfter geben. 24 Kartoffelpuffer waren ruck zuck aufgegessen. Auf meinen Hinweis, dass Steven erst nachmittags nach Hause kommt, und auch Manuel abends noch essen muss erwiderte Jonathan mit vollem Mund:

„Ach komm, wir sagen denen gar nicht was es gab, und tun so, als gäbe es heute nix zum Mittag.“

hm


bunt auf bunt


Es ist doch einfach nochmals anders, wenn man es schwarz auf weiß, oder eher bunt auf bunt in den Händen hält. Ich wusste ja schon, dass mein neues Buch im Vorschaukatalog wunderschön beworben wird und sogar auf der Titelseite ist. Ich hatte die Info, dass es zusätzlich noch mit aufgenommen wurde in die besonderen Empfehlungen. Hab das alles schon online gesehen. Aber nun, gestern kamen vom Verlag die Kataloge ins Haus geflattert, bunt auf bunt, in meinen Händen und vor meinen Augen. Fühlt sich gut an……………Nun bin ich super gespannt aufs Buch. Noch ist der Buchumbruch nicht fertig, warte jeden Tag drauf. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, so einen tolle Verlag zu haben, der meine Sachen so wunderschön herausbringt. Ich freue mich über jeden Mitarbeiter dort, von meiner Lektorin, über den Pressevertreter bis hin zum Chef. Ich finde das nicht selbstverständlich. Wie viele Autoren schreiben und stellen ihre Werke vergeblich einem Verlag nach dem anderen vor. Und ich habe die Gunst, im Auftrag für den Verlag zu schreiben. Und dabei darf ich mir so viele Freiheiten nehmen wie ich möchte. Meine Lektorin gibt dem ganzen eine Rahmen, der Grafiker das Layout und ab in den Druck. Vorfreude ist doch die schönste Freude. Während ich es nun langsam schon gar nicht mehr abwarten kann, den Umbruch anzuschauen, liegt “Lebe leichter” neben mir, und ist mir schon so bekannt und vertraut, dass ich kaum noch reinschaue. Dabei wird es jetzt im neuen Jahr das 3. Mal aufgelegt, ist auch schon irgendwie cool.

Und vielleicht nehm ich es mir doch mal wieder zur Hand. Den einen oder anderen Tipp könnte ich mir doch mal wieder anlesen.

hm

Convenience

Seit über 10 Jahren bin ich nun Leiterin der Firma Weight Watchers. Neuerdings heißt es ja Weight Watchers Coach, und nach meiner nächsten Zertifizierung sogar Fachfrau für Ernährungs-und Gewichtsmanagment. Über 10 Jahre schon arbeite ich mit Themensets, die von der Firma, dem Trend, der Saison und dem Bedarf gerecht für die Teilnehmer entwickelt werden. Natürlich wiederholen sich Themen auch immer mal wieder. Das ist gut zur Vertiefung und weil es natürlich auf immer einen Wechsel der Teilnehmer gibt. In den letzten Jahren hab ich immer mal wieder das Thema Convenience gehabt. Das steht da auf meinem Themenset, und ich hab keine Ahnung wie das ausgesprochen wird. Ich bin nicht ganz so schlecht in Englisch, aber den Begriff kannte ich einfach nicht. Und damit ich mich nicht total blamiere, versuche ich seit Jahren den Begriff zu vermeiden. Fertigprodukte trifft es zwar nicht zu 100%, aber wenn kein Mensch weiß, was in meinem Themenset steht, merkts auch keiner. So hab ich mich all die Jahre durchgemogelt.

Und was passiert im November? Da bin ich auf einem Meeting in Stuttgart, vor mir eine nette, junge, attraktive Trainerin, die mit englischen Begriffen nur so um sich schmeißt. Und plötzlich fällt das Wort Convenience. Zwei mal hat sie es benutzt, und ich grinse innerlich, und speicher es ab.

Dieser Monat steht bei Weight Watchers ganz unter dem Thema “Schnelle Küche”. Und da dürfen die Convenience Produkte natürlich auch nicht fehlen. Und mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit kam mir mindestens 15 mal während eines Treffens dieser Begriff über die Lippen. Das muss ich doch nun ausnutzen.

Später, während eines Telefonats bekennt meine Mitarbeiterin, dass sie diesen Begriff noch nie gehört hat, und anfangs keine Ahnung hatte, wovon ich eigentlich spreche. Ich grinse, und erzähle ihr meine Geschichte. Tja, man muss ja auch nicht alles wissen. Aber ab sofort, können alle meine Teilnehmer diese Wort aussprechen und wissen wofür es steht. Na da lernt man doch was für’s Leben in meinen Weight Watchers Treffen.

hm

Der schafft mich nicht

 

“Ok, das wollen wir doch mal sehen!”, flüsterte ich meinem neuen Trainingsgerät ins Ohr.


Und siehe da, nach 15 Minuten war mir klar. Irgendetwas hab ich gestern falsch gemacht. Das lag mir fast schwer im Magen, dass ich mir von so einem Gerät meine Kondition abschwatzen lasse. Und voller Elan, in ganz coolem Sportoutfit legte ich heute mehrere Kilometer in 30 Minuten zurück, und das nicht auf Stufe 1


Geht doch, grinse ich und lese von dem Display ab: verbrannte Kalorien 220

Der schafft mich



Das gibt es ja gar nicht. Seit heute ziert ein Crosstrainer unser Wohnzimmer und ich schwinge mich leicht lächelnd auf das neue Trainingsgerät. Seit über 10 Jahren treibe ich mal mehr, mal weniger Sport. Das regelmäßige Joggen gehört dazu und ich bin der Meinung, doch eine einigermaßen gute Kondition zu haben. Aber was mich auf diesem Monstrum erwartet hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Nach drei Minuten war ich schon kaputt, nach 5 Minuten durchgeschwitzt. Nach zehn Minuten hab ich aufgegeben. Das gibt es ja wohl nicht. Da schafft mich so ein Crosstrainer. Ein zweites mal 10 Minuten, so schnell geb ich nicht auf. Meine Beine sind nur noch Pudding und morgen habe ich 100% Muskelkater ohne Ende. Dabei könnte man jetzt annehmen, dass ich versehentlich die höchste Stufe eingestellt habe. Leider nicht, das Gerät stand auf Stufe 1.

Also wird das DIE Herausforderung der nächsten Wochen. Ach, wie leicht ist doch Joggen.

hm

Gutes und Schlechtes


Bei einem Briefwechsel mit Beate kam ich zu der Erkenntnis, dass wir diese Woche so viele schlechte Nachrichten hatten, dass es mit zwei Käsebroten nicht getan wäre. Und dennoch gibt es in allem Negativen auch immer noch etwas Positives.

Gefreut habe ich mich diese Woche über die vielen, motivierten Teilnehmer in meinen Treffen. Ich freue mich über nette Emails mit Ermutigungen. Seit gestern steht ein Crosstrainer in meinem Wohnzimmer, der mit etwas Verspätung nun doch noch den Weg zu uns gefunden hat. Einen Luftsprung hätte ich am Mittwoch machen können. Nachdem mir der HNO mitteilte, dass ich “Schweineglück” hatte und meine Ohren wieder ok seien. Musste erst mal meinen Bruder anrufen, und ihm danken, dass er mich sofort zum Arzt geschickt hat.

Und in all den Wirren des Krieges in Israel, der weltweiten Wirtschaftskrise und den anderen schlimmen Nachrichten, die ständig auf uns einstürmen freuen wir uns, dass es auch mal gute Neuigkeiten gibt. Und so feiern auch wir “Sully”, den Held der USA, der so vielen Menschen das Leben gerettet hat. Solche Wunder tun unserer Seele wohl.

Wenn es jetzt meinem Sohn auch wieder besser gehen würde, dann ginge es mir auch so richtig gut.

hm

Sie sollten nur am Computer sitzen


Ich komme gerade von dem wichtigen Termin nach Hause, den ich zwischen meine Weight Watchers Treffen gelegt habe, da klingelt das Telefon. “Hast du schon gehört, was mit Jonathan passiert ist.” Vlado ist am anderen Ende der Leitung. Das sind die schrecklichen Momente meines Lebens, da schnürrt mir sofort jemand die Kehle zu, da denke ich sofort an Julians Unfall, und ein einziger Gedanke kreist in meinem Kopf “Lieber Gott, bitte nicht!” Jonathan ist mit seinem Freund Snowboardfahren.

“Er hat sich sehr wahrscheinlich das Schlüsselbein gebrochen. Der Vater von Tobias war gerade da, er hat ihn ins Krankenhaus gefahren.” Schlüsselbeinbruch, ich muss das kurz sacken lassen, er lebt, und es ist nichts Schlimmeres, hoffe ich……und bin mit Manuel schon auf dem Weg zum Krankenhaus. Dort wartet ein mit schmerzverzerrtem Gesicht tapferer Junge auf mich mit Schiene im Kreuz. Es ist tatsächlich ein gebrochenes Schlüsselbein, ich bin voller Mitleid aber so erleichtert.  Manuel wird sich um ihn kümmern bis der Papa nach Hause kommt, ich muss zur Arbeit. Und darf ihn morgen den ganzen Tag verwöhnen. Mein Termin in Karlsruhe wurde gerade eben abgesagt.

Da freue ich mich, dass die Kinder endlich mal durch den Schnee bedingt, freiwillig an die frische Luft gehen, und dann passiert so was. Vielleicht sollten sie doch lieber nur am Rechner oder vor dem Fernseher sitzenhm

Gibts hier was umsonst?


“Steht ein Schild vorne am Eingang? Hier gibts was umsonst?” Meine Teilnehmer lachen. Ja, so ungefähr fühle ich mich momentan in meinen Treffen. Es wird ein schlankes Jahr 2009, und ich bin bemüht mich um die vielen neuen Teilnehmer zu kümmern. Ich freue mich über jeden, der einen Start mit Weight Watchers wagt. Ich freue mich, über die vielen Erfolgsgeschichten, die sich im Laufe der Jahre meiner Tätigkeit ansammeln. Ich liebe es zu beobachten, wie das Selbstwertgefühl mit den schwindenden Kilos wächst. Ich könnte jedesmal eine Luftsprung machen, wenn meine Teilnehmer an der Waage jauchzen, weil sie ein paar Pfund verloren haben. Ich empfinde mit, wenn es mal nicht so gut läuft. Und ich stelle immer wieder fest. Ich liebe meinen Job.Auch bei meinen Kindern ist der Alltag wieder eingezogen. Es ist gerade so, als hätte es gar keine Ferien gegeben. Alles nimmt wieder seinen Gang, und ich hab doch tatsächlich in der ersten Schulwoche einen übervollen Terminkalender. Aber was soll man machen, wenn man vom Arzt 6 mal Massage mit Fango verschrieben bekommt ? Wenn man einen wichtigen Termin nicht verschieben kann, und auch die Area-Managerin Freitag früh um 8.00 Uhr in Karlsruhe auf einen wartet. Eins nach dem anderen, vieles im Voraus planen, und schon ist alles nicht ganz so stressig.

hm