Archive für Januar 2009

Entscheidungen einer Mutter


Das ist mal wieder so eine typische „Wasmachichdennjetztbloßsituation.“ Die Süßmaus ist krank, die Mückenstiche sind Windpocken und vermehren sich schneller als Obstfliegen in der Küche. Und ich muss heute um 9.00 Uhr in Heidelberg sein zur Ausbildung. Ich kann’s nicht einfach ausfallen lassen, ich will ja im Mai bestehen. Außerdem wartet um 7.30 Uhr die Kollegin an der Autobahnauffahrt da ich sie mitnehme. Gestern die Absprache mit Vlado, er sei ja ab Mittag zu Hausen. Und davor? Er müsse ihr das weiße Zeug auf dem Körper verteilen bevor er in den Teeladen fährt. Aber, was wenn er es eilig hat? Was, wenn die Süßmaus noch schläft und erst aufwacht wenn der Papa schon weg ist? Gedanken einer Mutter in der Nacht. Heute Morgen um 6.00 Uhr klingelt mein Wecker und schon während des Kaffekochens weiß ich plötzlich was ich tue.

„Annette, meine Tochter hat Windpocken, ich muss sie erst versorgen und sicher stellen, dass es ihr gut geht, ich fahre später, so gegen 10.30 Uhr. Entweder du fährst alleine, oder du kommst mit mir dann auch zu spät.“

„Ach, das passt mir eigentlich, ich hab ganz schlecht geschlafen und ziemliche Kopfschmerzen, dann leg ich mich jetzt nochmal eine Stunde hin. Wir fahren zusammen.“

SMS an die Seminarleiterin, und schon geht’s mir besser, ich fühl mich nicht als Rabenmutter und kann dann doch noch am 2. Teil des Seminars teilnehmen, und den Rest hole ich zu Hause nach.

hm

Keine Langeweile


Das war ja mal wieder eine Bereicherung diese Woche. 5 Treffen mit Mitbringbuffet, und eine Speise köstlicher als die andere. Da konnte ich mal wieder einiges sammeln, und setze bestimmt am Wochenende so einiges auf meine Homepage. Ein kleiner Fauxpas ist mir allerdings passiert. Verkünde weit und breit, dass ich meine selbst gemachte leichte Leberwurst mitbringe, und dass ich das Rezept nächste Woche in den Newsletter reinsetze. Und da weisen mich einige Teilnehmer drauf hin, dass das Rezept längst auf meiner Seite steht. Upps, sollte doch mal wieder selber schauen, was ich da so alles an gesammelten Schätzen habe.

Und da ich diese Woche eben so richtig viel zu tun hatte, musste ich gleich mal Beates „schnelle Küche Tipp“ ausprobieren. Das erste mal in meinem Leben hab ich fertigen Pizzaboden gekauft, schnell belegt und die Familie war zufrieden. Soll aber die Ausnahme bleiben. Nun liegt seit einer Woche das Wochenmaterial für Februar bei mir und ich freue mich schon sehr auf die neuen Themen. Der ganze Januar stand ja unter dem Thema „Schnelle Küche“. Sollte ich allerdings noch einmal in nächster Zeit etwas zu diesem Thema vorbereiten müssen, streike ich. Es gibt nichts und gar nichts, was meine Teilnehmer nun nicht wissen, zum Thema „Schnelle Küche“. Februar ich komme………..

Allerdings muss ich, bevor der neue Monat Einzug nimmt, (und damit der Monat, der vor dem Monat liegt, in dem der Frühling beginnt) morgen noch nach Heidelberg zur Ausbildung. Und auf dem Rückweg noch eben zu Ikea, weils auf dem Weg liegt, und wir für das neue Geschäft noch ein paar Regale brauchen. Neben Abrechnung und Haus putzen steht dann heute noch ein Arztbesuch an, weil es nicht sein kann, dass Joana 15 Mückenstiche am ganzen Körper hat, und nachmittags ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum für Jonathan. Die gute Nachricht: Ich komme heute nicht in Verlegenheit aus Langeweile zu essen.

hm

Wenn die Waage streikt


Rita war es erst kürzlich passiert, und nun mir. Eins der blödesten Dinge, die einem Weight Watchers Coach am Kennenlerntag passieren kann. Die Waage war kaputt. Gestern Abend in Oberkirch ging sie schon ständig aus, hab mir gar nichts dabei gedacht, heute Abend nun versagte sie gänzlich. Nicht nur, dass alle meine Teilnehmer nicht gewogen werden konnten, die sechs Neueinsteiger auch nicht. So, und nun? Was schreibe ich in das Anmeldeformular, und wie ermittele ich nächste Woche die Abnahme?

Erst einmal war ich absolut total überglücklich, dass fast alle meine super lieben Teilnehmer so verständnisvoll waren. Und die Neuen? Die kamen selbst auf die Idee, sich heute Abend zu Hause zu wiegen, in voller Montur, so wie in meinem Treffen auch. Und dann bat ich sie, dass nächste Woche kurz bevor sie zu mir kommen nochmals zu machen. Dann habe ich die Abnahme, kann sie bei mir wiegen, und die Differenz als Startgewicht eintragen. Na wer sagts denn, geht alles.

Und morgen, in Offenburg? Was mach ich da? Dafür hab ich eine liebe, nette Kollegin, die heute ihr letztes Treffen gehalten hat. Ihr Mann bringt mir morgen ihre Waage……..alles wird gut. Und bis zum nächsten Treffen am Dienstag hab ich eine Ersatzwaage.

Kann mich daran erinnern, dass ich erst meiner Kollegin Rita Mut zugesprochen habe, dass das Positive an einer solchen Situation ist, dass man weiß, auch das schafft man, irgendwie. War wohl prophetisch auch für mich gesprochen.

hm

Apfel Vanille


Abwechslung ist eins der Standbeine bei Weight Watchers. Unsere Ernährung sollten wir abwechslungsreich gestalten. Nur beim Trinken, da darf es ruhig immer das gleiche sein. Wer mag, wem’s schmeckt, darf jeden Tag 2 Liter Wasser trinken. Die meisten lieben allerdings auch hier die Abwechslung. Mal ein Glas Cola light, ein Tee, oder auch eine homöopathische Apfelschorle (ganz viel Wasser mit einem Schuss Apfelschorle verdünnen), eine Tasse Brühe oder auch Carokaffee. Alles erlaubt für 0 Points (außer die Apfelschorle). Schon aus gesundheitlichen Gründen trinke ich mindestens zwei bis drei Liter am Tag. Und seit dem wir ein Teefachgeschäft führen, darf ich zwischen 160 Sorten täglich wählen. Jede Woche nehme ich mir ein Päckchen mit nach Hause, und jede Woche ist es der gleiche Tee. Ich brauch keine Abwechslung, ich trinke das, was mir am Besten schmeckt. Und das ist und bleibt: Türkischer Apfeltee Apfel Vanille.

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Der ist nicht nur lecker, sondern oberlecker. Und obwohl ich schon fast alle unsere Sorten probiert habe, und die meisten auch wirklich gut schmecken, ich wähle immer wieder meinen Lieblingstee. Morgens einen Liter, abends einen Liter, im Winter heiß, im Frühling warm und im Sommer kalt. Lecker…..Und da ich ihn immer koche, brauche ich mir nie Gedanken darüber zu machen, ob ich genügend getrunken habe.

hm

Weich


Liste fast geschafft, nur auf dem Crosstrainer war ich nicht.

Sitze heute mit Jonathan im Krankenhaus, da er nochmals geröntgt werden muss. Wir gehen die Zeiten durch, ich erkläre ihm Präsens, Perfekt, Futur etc. Nachdem er einen Fehler macht, versuche ich ihm zu erklären, dass die Antwort falsch war. Er bestand auf sein Recht.

Ich: Jonathan, ich bin mir sicher, wetten?

Jonathan: Nein, ich bin mir sicher.

Ich: Ich würde um 100,–€ mit dir wetten.

Meine Kinder wissen ganz genau, dass ich nie wette, und wenn, dann nur um zu zeigen, dass ich mir 100% sicher bin. Und dann lassen sie es lieber sein. Aus einer Wettschuld heraus mussten sie in der Vergangenheit schon mal zwei Körbe Wäsche sortieren. Also sind sie ständig auf Hab acht.

Jonathan: Ach komm, du würdest niemals 100,–€ von mir einfordern.

Ich: Doch würde ich.

Jonathan: Würdest du nicht, du bist doch viel zu weich.

Ich: ICH, WEICH, ich bin doch nicht weich, ich bin doch total streng.

Jonathan: Quatsch, du bist total weich.

Ich leicht irritiert: Jonathan, aber ich bin doch ganz streng. Erinner dich doch mal an letzte Woche, da hab ich dich total angemeckert wegen deiner schlechten Note.

Und ich kann mich erinnern, dass ich entgegen meiner Vorsätze ziemlich laut geworden bin, um nicht zu sagen, leicht hysterisch.

Jonathan: Das war doch kein Meckern, das war ein Plauderchen.

hm

und nebenbei……


……und während ich so meine Liste schreibe, fällt mir ein, dass ich meine Seite auch noch aktualisieren könnte, mit dem neuen Thema der Woche……….und finde nebenbei noch heraus, wie ich einen Link zu meinem Newsletter setzen kann…………und wenn ich schon dabei bin, dann setze ich auch noch alle alten Newsletter ins Archiv……………mal sehen, wie viel ich heute von meiner eigentlicher Liste schaffe………

hm

Aufschieberitis


Montag ist meistens der Tag, an dem ich meine Wochenliste schreibe. Da sitze ich dann gemütlich am Esszimmertisch, neben mir eine dampfende Tasse Kaffee und plane meine Woche. Was ist momentan wichtig, was dringend? Leider neige auch ich dazu unliebsame Aufgaben vor mich her zu schieben. Meistens ist das irgendwelches Bürozeug.

Ein riesiger Berg an Schriftkram liegt immer noch darauf und wartet bearbeitet zu werden. Und während ich Freitagmorgen den ganzen Vormittag damit verbracht habe alle administrativen Abläufe für Weight Watchers zu erledigen ist heute alles Private dran. Und während ich meine Liste schreibe und Prioritäten setze überlege ich: “Ein ganzer Vormittag Schriftkram bedeutet auch: Den ganzen Morgen sitzen.” Und damit ich trotzdem noch was essen kann, schwinge ich mich gleich erst mal auf meinen Crosstrainer und hinterher in die Dusche. Und vorher räume ich vielleicht noch etwas auf, wasche eine Maschine Wäsche, sortiere alles, was auf der Leine hängt, putze schnell die Waschbecken und Toiletten im Bad, saug die Diele, Wohnzimmer und Küche, mache nebenbei die Betten und backe einen Kuchen, den ich heute Nachmittag einer Freundin bringe. Dann koche ich schnell noch das Mittagessen, drucke meinem Sohn seine Bewerbungen aus, und ich könnte eigentlich auch noch etwas vom Supermarkt brauchen. Und zwischendurch schalte ich mindestens fünfmal den Rechner an um zu sehen, ob ich Post erhalten habe. Nachdem ich letzte Woche mit dem Grafiker telefoniert habe weiß ich, dass jeden Moment der Buchumbruch fertig sein könnte. Nicht dass ich neugierig wäre………….

Wer weiß, ob ich zum Schriftkram komme.

hm

AHA


“JOANA, zieh dir bitte sofort etwas Warmes an.”, fordere ich gestern meine Tochter auf. Sie rennt im absolut stylischem T-Shirt mit kurzen Ärmeln durchs Haus.

“Nö, mir ist nicht kalt.”

“Joana, du bist total erkältet, und wirst gar nicht gesund, wenn du hier so halb nackt rumläufst.”

“Ich bin gar nicht erkältet!”

“Na und warum waren wir dann beim Arzt, und warum bekommst du Medikamente, warum hast du Schnupfen und Husten?”

” HALLO, Mama, ich hab keine Erkältung ich hab nur nen Virus, und der geht nicht weg, wenn man sich war anzieht.”

AHA

hm

Engel in meinem Haus


Ich bin meistens nicht neidisch. Darüber bin ich ziemlich froh, denn Neid kann einen Menschen zerfressen und ziemlich unglücklich machen. Ich gönne einfach allen Anderen Gutes und freue mich für sie. Das heißt aber nicht, dass ich so bescheiden bin und mir nichts Gutes wünsche. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Und wenn ich so Beates blog lese, dann freue ich mich für sie über ihre Putzfee, das hat sie auch verdient. Das heißt nicht, dass ich mir keine gönnen würde. Aber ich hab nun mal keine. Und bei der vielen Arbeit, die gerade um mich herum immer mehr wird, musste ich eben gestern beschließen, einen Teil des Haushalts liegen zu lassen. Allerdings bin ich dann nicht wirklich so sehr ausgeglichen, denn das Chaos nervt mich dann doch schon irgendwann. Und das spüren auch meine Kids. “Bist du schlecht drauf?”, fragt mich Manuel als ich nach einem schnippischen Wortwechsel meinen Einkaufskorb schnappe und mit Joana einkaufen gehen will. “Nö, bin ich nicht.”, und weg war ich. Und dann hab ich es mir mit meiner Tochter in der Stadt so richtig gemütlich gemacht. Mehrere Anlaufstellen hatten wir um Dinge zu erledigen, aber wir haben alles in Ruhe getan, und uns Geschichten erzählt. Das heißt, mein Töchterchen hat Geschichten erzählt, denn sie redet noch mehr als ich.Sogar den Papa im Teeladen haben wir besucht, und danach den Wocheneinkauf erledigt. Zu Hause angekommen, darf ich dann rufen: “Jungs räumt bitte mal das Auto aus.” Und außer dem Schlüsselbeinbruch waren die anderen beiden sofort zur Stelle. Steven grinst schon: “Wir haben eine Überraschung für dich!” Und dann traue ich meinen Augen nicht. Wohnzimmer, Keller, Diele, Küche sind aufgeräumt und gesaugt. Und selbst der Schlüsselbeinbruch hat (allerdings auf meine vorherige Anweisung) die Speisekammer von Altglas und herumliegenden Plastikumverpackungen befreit. Alles war schön ordentlich. 

“Das gibt’s ja nicht, gerade heute, als ich Beates blog gelesen hab, dachte ich mir, wie cool ist es, wenn man jemanden hat, der einem den Haushalt schmeißt.” Und ich hole die Jungs alle zusammen, schmeiße den Rechner an und lese ihnen Beates und meinen Blogeintrag vor. “Ich danke euch ganz herzlich, ihr seid klasse.”, freue ich mich. Umso mehr hab ich mich gefreut, dass Raclette- Käse in meinem Einkaufsshopper lag, damit wollte ich die Jungs einfach so mal heute überraschen. War wohl eine Eingebung.

hm

Mittags um 12.00 Uhr bei Heike


Da sitze ich tatsächlich mittags um 12.00 Uhr noch in Joggingklamotten und ungekämmt vor meinem riesigen Berg an Schriftkram. Weight Watchers Coach heißt nämlich auch: Abrechnungen und Entwicklungspläne erstellen, Kommunikation mit Area Manager, Karteikartenpflege, Logistik, Bestellungen, Packen und Sortieren………heißt Motivieren und zumindest selbst auch einigermaßen das Programm leben. Und während meine Freundin mehrere Engel um sich hat, bleibt mein Haushalt heute liegen. Nachmittags muss ich nämlich noch den Großen kutschieren, der sich entschieden hat, eine andere Ausbildung zu suchen………………

Die Süßmaus ist seit drei Tagen mit Husten zu Hause, der Schlüsselbeinbruch kann natürlich immer noch nicht wirklich viel machen und muss versorgt werden und ein Umzug mit unserem Teegeschäft in neue Räumlichkeiten steht an. Mal wieder viel zu viel für 24 Stunden am Tag. Also bleibt alles das liegen, was im Moment nicht so wichtig ist.

hm