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31.8.2008 von hm.
Wir wohnen ja nicht weit von der französischen Grenze, und immer wieder begegne ich beim Einkaufen, in der Stadt oder auch beim Walken Franzosen. Gestern allerdings dachte ich, das ganze Schwimmbad sei übersät mit ihnen. Wohin ich nur hörte, überall wurde französisch gesprochen. Das Oberkircher Schwimmbad scheint wohl so schön zu sein, dass es Touristen anlockt. Später dann bei meiner Runde durch die Weinberge ist mir allerdings klar. Wir wohnen, wo andere Urlaub machen. Auch im Teeladen finden sich immer wieder Gäste der Stadt ein. Ich weiß nicht, ob die Einheimischen diesen Blick noch haben. Wir wohnen ja erst gut 4 Jahre hier. Aber ich genieße diese Schönheit und Temperaturen um mich herum immer noch.
Gestern Abend spät hab ich mir noch ein paar neue Lieder auf Youtube angehört. Unter anderem wollte ich das neue Video von Rosenstolz mal anschauen. Ich mag deutsche Lieder mit schönen Melodien und Texten. Rosenstolz, Ich und Ich, Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo und seit kurzem auch Thomas Godoj haben einige schöne Stücke geschrieben. Manchmal sozialkritisch, manchmal sehr emotional. Ich hatte das Lied einmal im Radio gehört, es ging mir sofort ins Ohr. Erst einmal hab ich es mir nur angehört und den Text dazu gelesen, das zweite mal dann das Video angeschaut. Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet, und mir liefen nur die Tränen übers Gesicht. Schön - traurig.
hm
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30.8.2008 von hm.
Immer wieder stelle ich fest, dass meine Teilnehmer (wie ich früher übrigends auch) mit Fett geizen. Was auf der einen Seite natürlich richtig ist, denn das Fett der Leberwurst hat tatsächlich nichts in unserem Magen zu tun, kann auf der anderen Seite gefährlich sein. Die gesunden Fette nämlich sind lebensnotwendig. Auch wenn das Brötchen leckerer ist als 2 TL Öl, der Körper merkt den Unterschied. Während ich früher auch gerne gegeizt habe, bin ich heute sehr großzügig was Olivenöl, Avocado, Nüsse, Kerne und fetten Fisch angeht. Dafür esse ich lieber eine Scheibe Brot weniger. Wellness für die Zellen könnte man das nennen. Der Körper dankt es einem.
Gestern habe ich ein absolutes Highlight zubereitet. Frische Markrele gegrillt, hmmm. Gibt es bei uns nicht einfach so zu kaufen, musste ich bestellen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich die das erste mal gegessen habe. In Jugoslavien, bei Vlados Familie. Die Cousine hat den Fisch auf einem kleinen Elektrogrill zubereitet, nur lecker. Extra dafür hab ich mir so ein Gerät in Deutschland besorgt, hinterher zwei mal benutzt (das Saubermachen führte dazu, dass der Grill nun schon jahrelang im Keller steht). Mit meiner Markrele im Einkaufskorb war mir gestern allerdings klar, der Grill wird hervorgekramt. Beim Mittagessen dachte ich, ich hätte noch nie so einen feinen Fisch gegessen, selbst die Kinder waren begeistert. Markrele ist ja sehr fetthaltig, aber………alles gesunde Fette.
Abends war mir dann aber klar, dass ich es etwas übertrieben hatte. Mir war ziemich schlecht, und ich hätte keinen Happen mehr heruntergebracht. Ziemlich blöd, wenn man eigentlich Hochzeitstag hat und essen gehen möchte. Da lag ich also in meinem Bett, mein mir seit 21 Jahren angetrautet Ehemann brachte mir einen Fencheltee und verbrachte den Abend alleine.
hm
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29.8.2008 von hm.
Im Schwimmbad zu sitzen kommt einem vor wie verlängerter Urlaub. War jetzt zwei Tage hintereinander, heute gehen wir wieder. Und Joana freut sich. Während sie im Wasser planscht, genieße ich die Sonne und schwimme sogar täglich 1/2 Std. Vlado konnte ich überrede mit mir den Dienst zu tauschen. Er geht heute Nachmittag in den Teeladen, ich ins Freibad. Dafür bin ich morgen früh dran.
Heute in 4 Jahren haben wir Silberhochzeit. Fühlt sich cool an. 21 Jahre ist nichts Besonderes, oder doch? Wenn ich mir mal so die Scheidungsrate in Deutschland anschaue, dann sind 21 Jahre doch besonders. Vielleicht gehen wir heute Abend essen, vielleicht machen wir es uns auch zu Hause gemütlich.
Zum Hochzeitstag haben wir uns diese Woche Karten für das “Ich und Ich” Konzert geschenkt, da darf es heute Abend ruhig etwas kleiner ausfallen. Die Band haben wir während des ganzen Urlaubs gehört, und ich freu mich, dass sie im Oktober nach Offenburg kommen. Sehr gerne hätte ich noch Karten für Paul Potts gekauft. Da ich allerdings schon etwas länger Karten für Thomas Godoj habe, musste ich mich nun doch bremsen. Ist halt nicht immer alles möglich, nächstes mal.
hm
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27.8.2008 von hm.
Trotz der ersten beiden “Arbeitstage” ist der Alltag noch nicht so richtig wieder da. Wir freuen uns immer noch an den Ferien der Kinder. Bedeutet: Morgens nicht ganz so früh aufstehen, nicht so viele Termine, die in der Schulzeit stattfinden, keine Hausaufgaben kontrollieren, nicht für Arbeiten lernen, keine Vokabeln abfragen. Schon alleine morgens 1 1/2 Std. länger schlafen zu können ist Luxus pur für mich. Von alleine wach werden, eine Tasse heißen Kaffee genießen und dann gemütlich in die Laufschuhe steigen. Heute Morgen liegt schon eine Stunde Nordic Walking bei schönstem Sonnenschein hinter mir. Die Luft ist herrlich.
Den Alltag “langsam” wieder kommen lassen ist wie ein Sonnenuntergang. Wenn ich sofort wieder 100% loslege hab ich das Gefühl, den Lichtschalter ausgeknipst zu haben. Das ist mir zu abrupt, deswegen brauche ich ein wenig Zeit. Während ich sonst ziemlich viel zu tun habe, fast den ganzen Tag auf den Beinen bin, schalte ich im Urlaub jedes Jahr auf “Nichtstun” um. Und das 4 Wochen lang. Ist mein Körper gar nicht gewöhnt, und braucht jedes Jahr auf’s Neue seine Anlaufzeit. Auch Luxus, den ich mir gönnen. So baue ich immer wieder kleine “Highlights” für mich mit ein, die mir gut tun. Lässt sich leichter leben.
Mein Treffen gestern waren noch nicht so richtig “Arbeit”, eher ein Warm up. Viele Teilnehmer sind noch im Urlaub und so gehe ich auch die Treffen langsam an. Trotzdem haben diejenigen, die da waren sich über die vielen neuen Produkte gefreut. Und ich hab mich gefreut, von meinen neusten Erfahrungen zu berichten, und von den anderen zu hören, wie es ihnen ergangen ist.
Diese Woche hab ich meiner Süßmaus versprochen ins Schwimmbad zu gehen. Das wunderschöne Wetter läd ja gerade dazu ein. Leider mussten wir nach dem Urlaub das Wasser aus dem Pool lassen, da es mit der Reinigung während unserer Abwesenheit nicht so gut geklappt hat. Aber das Freibad hat ja noch geöffnet. Und so werde ich mir mit meiner Kleinen noch ein paar schöne Sonnentage am Wasser bereiten.
hm
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24.8.2008 von hm.
Gestern konnte ich es doch nicht lassen, hab ein paar Fenster geputzt, Küchenschränke und Keller. Nur den Vormittag. Nachmittags waren Vlado und ich dann zum Bumeln in Offenburg. Da Schwiegermutter bis Montag noch da ist, fällt es uns natürlich leichter, die Süßmaus zu Hause zu lassen.
Jeder geht eben so seinen eigenen Bedürfnissen nach, ist total entspannend. Heute Morgen war ich schon eine Stunde mit den Stöcken unterwegs und hab die Weinberge genossen. Auch wenn ich eher 35 Grad vertrage und ein absolutes Sommerkind bin, zum Laufen ist es bei kühleren Temperaturen angenehmer. Der zweite Tag Hanteltraining liegt hinter mir, noch machts Spaß.
Nun freue ich mich auf den Gottesdienst und die lieben Menschen, die ich so lange nicht mehr gesehen habe.
hm
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23.8.2008 von hm.
Manchmal kann mein Mann Gedanken lesen. “Du brauchst heute Nachmittag nicht in den Teeladen, ich gehe, du hast ja noch Urlaub.”, sagte er gestern zu mir. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich hab gar nix gesagt, er hat es wohl gespürt. Nicht, dass ich hier faul herumsitzen würde, ich wasche Wäsche, bügele, gehe einkaufen und hab sogar schon die vielen Kartons ausgepackt mit den neuen Produkten, auf die meine Teilnehmer sich nächste Woche sehr freuen werden. Aber ich mache das alles noch im 2. Gang. Nehm mir immer wieder mal Zeit für mich. So hab ich gestern also tatsächlich mit meinem Muskeltraining begonnen. Mit Hanteln und einem Flexband. Ich war ganz schön erschrocken.
Fazit: Beine und Bauch, kein Problem, aber in den Armen habe ich 0 Muskeln. Na das werden wir schön ändern. Da ich dreimal die Woche laufe, könnte ich an drei Tagen Krafttraining absolvieren, Sonntag ist frei. Könnte ich, wir werden sehen.
In der Stadt treffe ich mehrere meiner Teilnehmer. “Frau Malisic, wir freuen uns ja so auf Dienstag, endlich geht es wieder los.” Oder: “Frau Malisic, ich komme wieder, hab ne kleine Pause gemacht, aber jetzt bin ich wieder motiviert.” Ein Teilnehmer stand vorgestern sogar bei mir im Garten und vergewisserte sich, ob ich auch wirkich wieder da bin. Da gibt es Menschen, die freuen sich, und in mir wächst die Freude auf meine Treffen nächste Woche. Ich freue mich über alle, die wieder kommen, oder wieder neu starten.
September, guter Monat um sich neue Ziele zu stecken. Manuel hat es im Auto auf der Rückfahrt gesagt: “Mama, für mich beginnt das Jahr eigentlich nicht am 1.1. sondern nach unserem Sardinien-Urlaub.” Geht mir auch so. Für mich geht das Jahr von Sardinien-Urlaub zu Sardinien-Urlaub, denn die guten Vorsätze stecke ich mir meist dort, oder in der Woche nach dem Urlaub. So bin ich gespannt mit welchen Vorsätzen und Zielen meine Teilnehmer Dienstag und Mittwoch auf mich warten.
hm
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22.8.2008 von hm.
Lese heute Morgen Beates blog und muss ein wenig weinen. Trauer im ganzen Land, und mein Herz bleibt immer einen Moment stehen. Es ist immer schrecklich, Unfälle, Katastrophen, Schicksale durch die Medien zu erfahren. 153 Menschen, die ihr Leben lassen mussten, die Erinnerung an Matthias Steiners Frau……immer wieder werden wir mit solchen Berichten bombardiert, immer wieder stehen wir ohnmächtig vor solchem Kummer. Die Welt fühlt mit und dennoch müssen die Hinterbliebenen mit ihrem Schmerz alleine weitermachen. Verstehen, dass sich die Erde noch dreht, dass das Leben irgendwie weitergeht.
Geht es, schon seit 8 Jahren für uns. Am 14.8. war Julians Todestag, immer wieder ein Tag, vor dem ich mich fürchte. Manchmal ist es schlimm, manchmal gar nicht. Dieses Jahr war es einen Tag später schlimm. Als nämlich am 15.8. mein Bruder mit seinen Kindern nach einer Woche Sardinien wieder nach Hause flog. Zwei emotionale Tiefs kann ich dann ganz schlecht verkraften.
Ich komme ganz langsam an, wie jedes Jahr. Wenn für mich eins schlimm ist, dann ist es nach einem langen Urlaub und Nichtstun sofort wieder mit Tempo einzusteigen. Mache ich bewusst nicht. Ich lasse mir immer möglichst viel Zeit, bis der Alltag wieder da ist. Und so genieße ich oft die paar Tage nach dem Urlaub mehr, als den Urlaub selbst. Das stimmt nicht ganz, Urlaub ist natürlich super schön, aber eben die Tage danach haben auch etwas.
War gestern schon 1 Std. mit den Stöcken unterwegs und genieße dass satte grün unserer Gegend. Außerdem hab ich mir ein paar Hanteln gekauft und mein altes Flexi-Band herausgekramt. Fange diese Woche noch mit Muskeltraining an. Macht mir keinen Spaß, aber im Muskel verbrennen wir Fett, und ich bin gerade sehr motiviert………
hm
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21.8.2008 von hm.
Dachte ich, dass ich im Urlaub Tagebuch schreibe, da das Blog-Schreiben ja entfällt hab ich mich doch getäuscht. 5 Tage hab ich geschrieben, die Einträg wurden immer kürzer. Während ich beim Blog-Schreiben weiß, dass ja auch andere mitlesen, entfällt das beim Tagebuch schreiben. Und für mich alleine lohnt sich der Aufwand nicht.
4 Wochen internetlos, auch mal eine nette Erfahrung. Die Internetcafés waren einfach zu voll, und ich hatte so gar kein Bedürfnis alle Mails durchzuschauen, geschweige denn selbst etwas zu schreiben.
4 Wochen Sonne pur hat sich auf unserer Haut bemerkbar gemacht. Wir sehen aus wie knusprige Hühnchen und haben uns super erholt. Irgendwann sagte mal eins der Kinder: “Mir ist langweilig.” Vlado darauf: ” Na dann tut der Urlaub ja seine Wirkung, dafür sind wir hier.” Natürlich haben wir auch einiges unternommen, aber hauptsächlich haben wir “Nichts” gemacht. Lange geschlafen, am Strand gelegen, Karten gespielt, DVD angeschaut, Freunde getroffen, gut gegessen, die Familie genossen, eben wie jedes Jahr.
Ein Highlight war der Besuch meines Bruders mit seinen Kindern. Während wir uns sonst so gut wie nie sehen ( zwischen uns liegen knapp 800 km) durften wir uns dieses Jahr eine ganze Woche genießen.
Etwas Melancholie liegt in meinem Blick, gestern schon auf der Rückfahrt. Ich bin noch nicht bereit für den Alltag, mir fehlt noch etwas, und das hole ich diese Woche für mich noch nach.
hm
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