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22.7.2008 von hm.
Wir zählen die Tage bis zum Urlaub. Am Donnerstag sind wir weg und genießen die Ruhe, Entspannung, Sonne und uns.
Ein Highlight hat letzte Woche das andere gejagt, in meinem ganzen Leben habe ich noch nie so eine Geburtstagsfeier erlebt. Viele Freunde aus Bremen und Wolfsburg, Schwiegermutter und mein Vater waren da. Natürlich hatte ich mit den ganzen Vorbereitungen, mit dem Einkauf, der Organisation etc. alle Hände voll zu tun, aber genausoviel Unterstützung hatte ich durch unsere Gemeinde. Ich durfte nicht mal bei der Deko helfen.
Abends gab es dann mit riesigem Jubel einen Wahnsinnsempfang. Nach Sekt und einem super leckeren Buffet - geschätzten 125 Points - ging dann das Programm los. Die Gemeinde hatte eine professionelle Bühne aufgebaut, Manuel war der Moderator und führte durch den Abend und mit einer super Technik und einem bis ins Detail geplantem Programm durften wir eine Show erleben, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Stefan Raab darf einpacken. Persönlichkeiten wie Helmut Kohl, Willi Brand, Otto, Roberto Blanco, Johnny Depp alias Jack Sparrow, Udo Lindenberg, Kelly Family und Xavier Naidoo wurden originell imitiert, mit passenem Sound und immer wurde eine Verbindung zum Geburtstagskind hergestellt. Es war super lustig, wir waren nur begeistert. Die ganze Gemeinde war beteiligt, hatte wohl bei der Vorbereitung genausoviel Spaß wie wir dann beim Zuschauen. Das war kein Geburtstagsprogramm, das war ein Gemeindeeinsatz. Vlado und ich waren so stolz auf unsere Leute und auch die Gäste waren sichtlich berührt.
Und mein Mann darf sich seinen jahrelangen Wunsch erfüllen und einen Motoradführerschein machen.
Am nächsten Morgen trafen wir uns dann alle gemeinsam zum Gottesdienst und hinterher gab es ein fröhliches Restessen - geschätzte 213 Points -
Montag früh fühlte ich mich immer noch so übergessen, dass ich nicht mal in der Lage war zu joggen, wo soll das bloß hinführen??? Ich könnte jetzt eine gute Weight Watchers Leiterin gebrauchen, die mich ein wenig für den Urlaub motiviert. Wie ich Beate kenne, liest sie morgen früh meinen blog, und dann bekomme ich sicherlich eine Super-Urlaubs-Motivation per E-Mail von ihr.
Sollte ich tatsächlich selbst sehr motiviert sein, und ganz zufällig ein Internet-Café im Urlaub besuchen, werde ich vielleicht eine Zwischenmotivation für meine Teilnehmer im blog veröffentlichen………..wir werden sehen.
hm
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12.7.2008 von hm.
Natürlich hatte ich gestern früh nicht mehr viel Zeit das Haus aufzuräumen, nicht nur der Termin beim Bürgermeister stand an, sondern mein Mann meinte im Vorbeigehen dann noch: „Ach kannst du mir mal eben noch ein Schreiben aufsetzen…….“ Eben für diesen Bürgermeister. Und so etwas saug ich mir dann auch nicht mal eben aus den Fingern. Also nichts mit oberflächlicher Reinlichkeit es blieb tatsächlich alles liegen. Jonathan und Manuel saßen beide am Computer und ich traute mich dennoch ganz leise zu fragen, ob sie eventuell mal saugen könnten. Hab ihnen erzählt, dass ich echt Stress hab, aber so eine richtige eindeutige Antwort bekam ich von den beiden Pubertierenden nicht. Ich also los, und knapp zwei Stunden später traute ich meinen Augen nicht. In Erwartung den Haushalt jetzt mal eben im Akkord zu schmeißen und irgendetwas Leckeres zu kochen brauchte ich wirklich nur zu kochen. Es war nicht nur gesaugt, das Wohnzimmer und die Küche waren aufgeräumt und auf der Suche nach meinen Jungs fand ich Manuel im Schlafzimmer wie er Papiere sortierte und Jonathan wie er das Bad putzte. Wenn ein 13-jähriger und ein 17-jähriger ihren Computer ausschalten um freiwillig das Haus zu putzen, dann nenn ich das Wunder. Da steht man dann als 42jährige Mutter im Türrahmen und heult.
Mittagessen war lecker, der Besuch super nett, nachmittags im Teeladen hab ich mir auf Anraten einer Freundin eine „Noch vor dem Geburtstag zu erledigen Liste“ angefertigt und als ich nach Hause kam erwartete mich die zweite Überraschung. Steven hatte in Joanas Abwesenheit deren komplettes Zimmer aufgeräumt. Und zu guter letzt bringt mir eine Freundin der Gemeinde noch eine Schüssel voller süßester Kirschen mit. Ich werde mich hüten diese beim Essen abzuzählen.
Der Beginn des Gemeindesemiars war klasse und eine Bereicherung in jeder Hinsicht.
Fazit: Da denkt man, man hätte Superstress, und dann geschehen an einem Tag so viele kleine Wunder und man wird nur beschenkt.
Heute Morgen stehe ich ausnahmsweise wieder im Laden weil Vlado noch die Außenfassade für den Anbau vor dem Urlaub fertig stellen will, und hat Unterstützung von einem Freud der Gemeinde.
hm
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11.7.2008 von hm.
Bloglesen kann tatsächlich motivieren. Nachdem ich gestern Beates gelesen hatte, erinnerte ich mich an das befreiende Gefühl des „Wegschmeißens“. Ich gehöre sicherlich nicht zu der typischen Spezies der Messies, dennoch sammelt sich bei einem 6-Personen-Haushalt im laufe der Zeit immer wieder Unmengen an Zeugs an, das eigentlich keiner mehr braucht. Motiviert vor der Entrümplungsaktion, die Beate ein Gefühl von Leichtigkeit vermittelt hat, war ich so angesteckt, dass ich es ihrer Tochter, es war sicherlich Brigitta, nachmachte.
Jonathan konnte ich überreden zu beginnen die Wäschekammer aufzuräumen, und ich habe dann den Rest erledigt. Alles, was wir länger als 1 Jahr nicht mehr gebraucht haben, bzw. angezogen haben kam in Säcken ins Auto. Die Kleider habe ich sofort weggefahren, und tatsächlich gab es zwei blaue Säcke, in die hab ich nicht mal mehr reingeschaut. Es gibt Menschen, die freuen sich drüber, ich freue mich, dass mein Keller leer ist. Die Gelegenheit hab ich dann allerdings gleich genutzt und Weight-Watchers-Keller und Speisekammer gleich mit aufgeräumt. Und siehe da, auch bei mir stellt sich so langsam ein Gefühl der Leichtigkeit ein.
Gestern Abend haben wir unseren Sohn im Restaurant besucht. Schon am Montag kam er freudestrahlend nach Hause und erzählte, was er alles machen durfte. Das Praktikum gefällt ihm super gut. Gestern durften wir uns dann tatsächlich anhören, dass sich unser Junge gut einfügt, selbstständig arbeitet, ein Händchen als Koch hat, diese Woche zum Salatchef erkoren wurde und stets freundlich und zuvorkommend ist. Hä??? Ich musste mich doch noch mal umschauen, ob es vielleicht noch einen anderen Praktikanten gibt. Natürlich bestellten wir auch Salat, und dann kam unser Jonathan grinsend zusammen mit der Bedienung aus der Küche und präsentierte uns seine Meisterwerke. Nach einem großen Lob war er stolz wie Oskar, aber es war nicht so ganz eindeutig wer stolzer war, er oder seine verzückten Eltern.
Mein 10-jähriges Jubiläum ist vorbei, und ich war sehr bewegt, als ich am Mittwoch von meiner Gruppe so eine wohlwollende Rede mit einem Wahnsinnsgeschenk erhalten habe. Damit ich noch mindestens 10 weitere Jahre den Weg ins Treffen finde, haben meine Teilnehmer mir ein Navigationsgerät geschenkt, was für eine coole Idee. Ich hab mich riesig gefreut. Aber nicht nur über das Geschenk, sondern wirklich über das Wohlwollen, das ich dort Woche für Woche erlebe. Neben Sekt, gab es ein Mitbring- Buffet und ich war total überwältigt von der Vielfalt, die da auf dem Tisch lag. Es war ein super schönes Miteinander und wegen mir, hätten wir noch ein paar Stunden weiter sitzen können.
Heute hab ich nicht viel Zeit zum Putzen, obwohl ich die eigentlich bräuchte. Vlado und ich haben heute einen Termin beim Bürgermeister von Renchen, zwecks unserer Gemeinderäumlichkeiten. Mittags hat mein netter Mann dann noch Besuch aus Canada eingeladen. Ich frag mich schon seit gestern, wann ich denn kochen soll.
Dieses Wochenende haben wir ein Gemeindeseminar eben mit diesem Pastor aus Canada. Ich bin gespannt und irgendwie freu ich mich auch drauf, auch wenn’s so kurz vor dem Geburtstag eigentlich nicht passt. Aber, manchmal kann man sich seine Termine eben nicht aussuchen. Heute in 2 Wochen kommen wir gerade auf Sardinien an, und wie schnell vergehen 2 Wochen.
hm
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9.7.2008 von hm.
Einer meiner schlechtesten Eigenschaften ist sicherlich meine Launenhaftigkeit, das ist schon schlimm, und DAS Übungsfeld, an dem ich am meistern herausgefordert bin es unter die Füße zu bekommen. Aber manchmal hab ich gar nicht mal schlechte Laune, sondern die Tage sind irgendwie grau und müde. Ausgerechnet gestern war so ein Tag. Die halbe Nacht hatte ich schon wach gelegen weil ich mich mal wieder mit einer Blasenentzündung rumquäle obwohl ich mich schon seit fast 1 Jahr in einer Immunisierungstherapie befinde. Also war ich morgens natürlich wie gerädert und das zog sich durch den ganzen Tag. Nach meinen Treffen haben wir mit Sekt angestoßen und ich hab ein wenig über die letzten 10 Jahre erzählt, war aber irgendwie neben mir. Müde eben, ein wenig krank aber auch sonst nicht so richtig gut drauf.
Nach und nach lasse ich dann die letzten Tage Revue passieren und weiß plötzlich was mich so traurig macht. Während ich normalerweise an einem Frauenfrühstück einen Vortrag halte, schon immer auch sehr persönlich, habe ich an diesem Wochenende viermal gesprochen und mich natürlich mit Herz und Seele auf die Frauen eingelassen. Vielleicht war das einfach zu viel, und vielleicht tut das meinem eigenen Herz gar nicht so gut. Denn das reißt doch jedesmal wieder Wunden auf, die am Verheilen sind. Und es wird nicht besser, wenn man mal drüber gesprochen hat. Und dann brauche ich mich auch nicht über eine Blasenentzündung zu wunderen, denn das ist meine Reaktion auf seelischen Stress, und die Tafel Schokolade, die ich gestern Mittag noch in 0,Nichts aufgegessen habe auch (es waren 200 g).
Und so gibt’s da heute tatsächlich nur eine Lösung. Ich schnapp mir meine Bibel, und werde anstatt heute Vormittag am Buch zu schreiben mal in Ruhe mir Gottes Verheißungen zu Gemüte führen. „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seit, ich will euch Ruhe schenken für eure Seelen und euch erquicken.“ Na also, geht doch.
hm
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7.7.2008 von hm.
Heute Morgen habe ich mir selber gratuliert. Nicht bei einem Glas Sekt, den gibt es noch in dieser Woche. Ganz schlicht und einfach, im Morgenmantel bei einer Tasse heißem Kaffee. „Mädchen, du bist heute tatsächlich genau 10 Jahre für die Firma Weight Watchers tätig.“, waren fast meine ersten Gedanken nach dem Aufstehen. Die allerersten galten meinem Töchterchen, das geweckt wurde. Noch ganz verschlafen ist sie immer ganz dankbar, wenn ich sie vom Bett zu ihrem Stuhl trage, ihr das Müsli und die Milch einfülle, den Löffel bereit lege und ein Glas Wasser einschenke. Vorher muss ich im Wohnzimmer noch die Wolldecke holen und sie um die Schultern meiner kleinen Prinzessin legen. Ein Ritual, dass sich Morgen für Morgen wiederholt. Und wenn ich ein ganzes Wochenende nicht zu Hause war, dann bereitet es mir umso mehr Freude.
Wie immer stauen sich alle Termine vor dem Urlaub, und ich bin jedes Jahr erneut genervt von diesem Druck, noch so viel zu erledigen zu müssen, bevor es dann endlich in den Süden geht. In meinen neuen Terminplaner schreibe ich mit Großbuchstaben in den Juli: KEINE TERMINE rein. Mal sehen wie es nächstes Jahr um diese Zeit aussieht.
Komme gerade von einer Frauenfreizeit aus dem tiefsten Rapunzelwald. Weder Internet noch Handynetz, ich war dankbar für fließendes Wasser und Strom. Ein paar Frauen verbringen dort schon seit 20 Jahren jedes Jahr ein Wochenende zum Entspannen und Auftanken. Aber so etwas habe ich das letzte mal selbst vor 20 Jahren erlebt, nämlich bei der letzten Jungendfreizeit. Ich war selbst sehr gespannt und kann im Nachhinein sagen, dass es ein sehr bereicherndes und vor allen Dingen lustiges Wochenende war. Ich habe viele neue nette Frauen kennengelernt, zu meinen eigenen Vorträgen kann ich ganz schlecht selbst etwas schreiben. Aber neben dem geistlichen Teil hatten wir viel Spaß bei Stadt, Land, Fluss, Theater und Spielen, bei dem frau auf dem Boden kniet und Schuhe im Takt an seine Nebenfrau weitergibt. Der Höhepunkt war glaube ich ein Messer und eine Gabel, die eigentlich Hund und Katze waren, aber bei dem die Konzentration zu später Stunde doch so nachließ, dass es beim Spiel das Chaos und Durcheinander schlechthin gab, und man sich entscheiden musste ob man vor Lachen auf dem Boden liegt, oder einfach nur genervt ist. Das war fast so, als wären wir alle wieder Kinder, und ein Gefühl der Leichtigkeit stellte sich mitunter ein.
Wieder zu Hause angekommen war ich doch froh, meine Lieben wieder um mich zu haben und starte mit voller Konzentration in die Woche. Morgen und Übermorgen feiere ich mit meinen 3 Treffen mein Zehnjähriges, dafür muss ich heute noch den Sekt kalt stellen und eine kleine Chronik zusammenfassen. Habe schon ausgerechnet, wie viele Kilos meine Teilnehmer in den 10 Jahren abgenommen haben.
Jonathan beginnt heute sein Schülerpraktikum als Koch in unserem Lieblingsrestaurant, ich hoffe, dass Vlado und ich es schaffen, ihn dort abends mal zu besuchen und uns vielleicht von ihm etwas kochen zu lassen. Manuel hat seinen Realschulabschluss gut geschafft, jetzt steht noch die Entlassfeier an. Letzte Woche war ich beim ersten Elternabend der zukünftigen ersten Klasse von Joana, da wird mir schon ein wenig mulmig. Das erinnert mich alles so sehr an Julian, und ich hoffe, dass wir das einigermaßen emotionslos überstehen.
hm
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