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27.5.2008 von hm.
Habe mich letzte Woche mit einer jungen Mutter über die nervige Erziehung von Kindern unterhalten. Und ich bin wieder einmal mehr zu der Erkenntnis gekommen, dass die kraftraubendsten Zeiten die Kleinkindjahre sind. Sicherlich, wenn die Kinder größer werden, dann stehen ganz andere Probleme im Haus. Aber Kleinkinder zehren so sehr an den Nerven. Und wir Mütter erwarten immer viel zu viel von ihnen, und das macht die Sache so anstrengend. Wir sind der Meinung, unsere Kleinen müssen „vernünftig“ sein, und vergessen dabei, dass es noch Kinder sind. Theoretisch weiß man das, aber die Umsetzung ist dann so schwierig, vor allen Dingen, wenn die restlichen Lebensumstände auch nicht so einfach sind. Es gibt so viele Frauen, die auf Baustellen arbeiten, und ich wünschte ihnen allen helfen zu können. Die junge Frau fragte mich dann wie ich das denn mache, ich sei ja immer gut drauf, und habe so eine „Ausstrahlung“.
„Kann ich dir genau sagen. Ich hab gar nichts. Hätte ich mich vor Jahren nicht entschieden, mein Leben mit Gott zu leben, dann hätte ich mich höchstwahrscheinlich zu einem unwiderstehlichen Karriereweib entwickelt. Oder vielleicht auch in irgendeine andere Richtung. Was meinst du, was ich schon für Mist gebaut habe, wie oft ich versage und Fehler mache. Aber ich habe eben meinen Gott. Und wenn ich mal völlig daneben lag, egal ob in der Kindererziehung oder in anderen Bereichen, dann darf ich zu Jesus gehen, und ihn um Vergebung bitten. Und dann ist das Vergeben, dann schleppe ich es nicht mehr mit mir rum, versuche es das nächste mal besser zu machen und entwickele mich daher in die richtige Richtung.“
Ein leichtes Herz zu bekommen, das wünsche ich mir für jede Frau, der ich begegne. Aber das geschieht eben nicht aus eigener Kraft, da kann man sich noch so sehr anstrengen oder entspannen.
Innerlich bin ich schon in der Vorbereitung für das Frauenfrühstück in Lindau. „Lebe leichter, lass los was dich beschert“, eigentlich mein Lieblingsthema. Und ich darf gleich zweimal drüber sprechen, denn es ist auch das Thema unseres Frauenabends „Atempause“ in Bottenau. Vorher „darf“ ich allerdings auch noch sonntags in Lindau predigen. Die Anfrage kam ganz kurzfristig und ich verbinde sie mit einem gemütlichen Nachmittag in Lindau und abends dem Besuch einer alten Freundin, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. Die Arbeit mit dem Vergnügen verbinden, cooles Lebensmotto, eben ein leichtes Leben.
hm
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