2 Kapitel

„Was denkst du denn gerade?“, fragt mich mein Mann heute Morgen, als ich ziemlich gedankenverloren in die Gegend gestarrt habe. „Ich überlege gerade, was ich heute wohl alles mache. Ich muss entscheiden zwischen Buchführung, Gartenarbeit, Haushalt, Wäsche, Buch schreiben und 1000 anderen Kleinigkeiten. Da weiß man doch echt nicht wo man anfangen soll.“ Joggen war ich schon, also hab ich erst einmal die Freundin von Joana von zu Hause abgeholt, damit mein Mädchen sich in den Ferien nicht so langweilt. Später wurde sie dann von der Mutter mit der Freundin zusammen zum Spielen auf den Spielplatz abgeholt und übernachtet auch dort. Ein Kind versorgt. Die Jungs sind heute fleißig den Keller am Renovieren. Das heißt mit Vorschlaghammer bewaffnet entsorgen sie den Tresen, damit der Keller größer wird. Soll dann so ein richtig gemütliches Kino entstehen. Vielleicht finden wir ja irgendwo noch alte Kinosessel, das wäre natürlich ein Highlight. Und ich hab dann von allem ein bisschen gemacht. Wäsche, Garten, Buchführung, Haushalt und nebenbei noch gekocht. Alles so halbe Sachen denke ich da im ersten Moment. Auf der anderen Seite schafft man eh nie alles auf einmal. Also nehme ich mir jeden Tag eine bestimmte Zeit für bestimmte Dinge vor, und ist die Zeit um, höre ich auf. Ziemlich entspannend. So sitze ich jetzt schon fertig gestylt, schreib noch blog bevor ich zur Arbeit fahre.

Gestern Abend hab ich per Telefon meinem Bruder in Hamburg von meinem neuen Thermomix vorgeschwärmt, mit dem Ergebnis, dass er sich heute auch einen bestellt hat. Er kann genau die Sachen damit machen, die er mag und braucht. Freu mich für ihn. Nur schade, dass er in Hamburg wohnt, sonst könnten wir uns ab und zu zum TM- Kochen treffen. So werde ich meine Tipps per Telefon und Mail an ihn weiterleiten.

Am Wochenende sollte ich das erste Kapitel für das Buch fertig haben. So war es mit Beate vereinbart. Wir hatten bereits klare Terminabsprachen, aber manchmal entwickeln sich die Dinge doch eben anders. Ich schreibe das Buch alleine, also sollte ich am Sonntag bereits 2 Kapitel fertig haben. Ich bezweifele, dass ich das schaffe. Aber eine gute Planung muss ich mir zulegen. Ende September will ich abgeben, meine Lektorin hat mir eine Karenz von einem Monat gegeben. Erst hatte ich überlegt, den Abgabetermin auf nächstes Jahr zu verschieben. Aber wie ich mich kenne, rühre ich bis Oktober keinen Finger, wenn ich weiß, dass ich erst im März abgeben muss. Manchmal muss man für seine Träume, Ziele und Visionen etwas riskieren, und manchmal muss man sich einfach mal auf den Hosenboden setzen und arbeiten. Von Nichts kommt Nichts, wie wahr.

hm  

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