Einer meiner negativsten Eigenschaften ist das permanente Erfüllen von Pflichten. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ So sind wir groß geworden, das haben unsere Eltern uns gepredigt, das predige ich jetzt unseren Kindern. Und vergesse dabei das Vergnügen. Doch schon seit einiger Zeit bin ich am Wenden. Nicht um 180 Grad, dafür bin ich zu sehr I-Typ (ja ich hab gerade schon Beates blog gelesen), aber so um 90 Grad. Ich entdecke nämlich gerade für mich, dass es immerzu Arbeit gibt, immer und immer und immer. Und wenn gerade wir Frauen nicht aufpassen, dann ist da gar kein Vergnügen mehr da. Also lasse ich mal 5 Gerade sein, entspanne, lese, surfe im Internet, jogge, mache auch mal gar nichts. Die Fenster werden dabei nicht sauber, die Wäsche nicht gewaschen, die Böden nicht geputzt. Aber es geht mir viel besser und vor allen Dingen, meckere ich viel weniger. Während ich sonst immer super genervt war, wenn ich am Arbeiten war und der Rest der Familie nichts tat (dann sind wir Frauen ja eh immer super fleißig, saugen mit Elan unter hochgehobenen Beinen der Männer und Kinder und versuchen Mitleid zu erregen, verbreiten Hektik, schlechte Laune und unsere Mundwinkel hängen fast in den Kniekehlen), nehme ich mir seit Wochen immer nur ein bestimmtes Pensum vor. Wenn ich das geschafft habe reicht es für den Tag. Was nicht gemacht ist, Pech. Interessanterweise ist das Haus nicht weniger aufgeräumt! Wie das kommt? Keine Ahnung!!!
Die Idee mit dem Keller renovieren kam von Manuel. Und während ich hier ganz entspannt am Notebook sitze, sind da unten Vlado, Manuel und Jonathan am Arbeiten, und mich stört das gerade gar nicht.
hm