Archive für April 2008

Neu???

Während ich mich gestern im Bad frisiere sitzt Joana auf der Toilette und beobachtet mich.

Sie, leicht genervt und empört: „Mama, warum hast du immer neue Klamotten?“

Ich: „Wieso, ich hab doch gar nichts Neues.“

Sie: „Doch, die Hose ist doch neu.“

Ich: „Nein Joana, die habe ich schon 1 ½ Jahre.“

5 Sekunden Pause.

Sie: „Und warum bist du jetzt so dünn? Willst du etwa Modell werden, oder was.“

hm

Ziel erreicht

Ich müsste mir ja eigentlich nächste Woche selbst einen Schlüssel schenken, Ziel erreicht, jetzt wird wieder gehalten. Ein Gefühl von Stolz stellt sich bei mir nicht ein. Liegt vielleicht daran, dass die letzten Kilos tatsächlich locker abgegangen sind. Oder daran, dass Bewegung für mich kein Zwang ist. Es ist wie es ist, ich genieße das gute Gefühl schlank zu sein, wobei ich ja auch mit 6 Kilo mehr nicht „dick“ war. Und dennoch, so wie ich es meinen Teilnehmern vermittele, so vermittele ich es mir selbst auch. Es gilt das Wohlfühlgewicht zu erreichen, und nicht irgendein Maß, dass andere einem vorgeben. Denn ich alleine muss mich wohl fühlen in meiner Haut, und in meinen Klamotten.

Diese Woche stehen so viele Termine an, dass ich kaum Zeit für den Haushalt habe, ein wenig beneide ich da Beate, die seit zwei Wochen eine Putzfrau hat. Aber mein Neid beschränkt sich lediglich darauf, dass ich mich für sie von ganzem Herzen freue, ihr das gönne, sie arbeitet soooooo viel. Heute Vormittag treffe ich mich mit dem Steuerberater im TeeAtelier, heute Nachmittag ist Joanas Schulanmeldung, und dann muss ich auch schon wieder zur Arbeit. Morgen früh Nordic- Walking- Kurs, Freitag den ganzen Tag Arbeitstreffen in Freiburg. Da bleibt zum Putzen der Samstag, aber da habe ich Vlado versprochen die Fenster vom Teegeschäft zu putzen.

Also wirbel ich lieber jetzt noch ein wenig durch unser Haus anstatt hier blog zu schreiben.

hm

2/3

Ich glaube ganz Deutschland stimmt mir zu wenn ich mir jetzt endlich schöneres Wetter wünsche. April hin, April her, mir reicht’s. Aber schon lange habe ich mir angewöhnt das Beste aus jeder Situation zu machen. Also, Jacke an, Käppi auf und trotzdem raus. Nur mit dem „draußen im Hängestuhl sitzen“ wird noch nichts. Dafür mache ich es mir nachmittags immer mal wieder auf dem Sofa gemütlich. Eigentlich hätte ich da wohl überhaupt keine Zeit zu. Aber ich ziehe meine 2/3 Regel so gut es geht durch. Und selbst mein Großer stellt heute fest: „Mama, was ist eigentlich mit dir los, du bist so entspannt………………“ Na wenn das sogar die Kinder merken.

Die Eröffnung unseres Bistros war klasse. War schon witzig so hinter dem Tresen zu stehen und Cappuccino zuzubereiten. Von Anstrengung konnte keine Rede sein. Zum Einen hatten wir ganz liebe Unterstützung aus der Gemeinde, außerdem hat es einfach nur Spaß gemacht. Aber dann haben wir doch den ruhigen Abend genossen und einfach nichts gemacht.

Eine ereignisreiche Woche liegt vor mir. Den ersten sehr wichtigen Termin habe ich heute Morgen schon hinter mich gebracht, Steuerberater, Arbeitstreffen in Freiburg steht nun noch an. Und dann sind da noch die beiden Nordic- Walking- Kurse, die ich gebe. Also eigentlich nicht wirklich 2/3 Regel. So muss ich mir meine Zeit diese Woche sehr gut einplanen. Haushalt wird auf’s Nötigste reduziert, zum Essen gibt es zwar leichte gesunde Kost, aber eben diese Woche nichts Aufwendiges. Dann wird sicherlich auch noch ein wenig Zeit für Entspannung übrig bleiben. Außerdem bleibt mir zumindest immer noch das Laufen, da kann das Wetter machen was es will.

Gunst

Eigentlich sollte der Sonntag, Sonntag bleiben. Ein Tag, an dem man Zeit mit Gott, der Familie, Freunden, Gemeinde oder mit sich selbst verbringt. Normalerweise halten wir uns da dran. Ein Tag in der Woche zum Ausspannen, ich finde, das ist eine gutes Gebot, dass Gott uns gegeben hat. Nur heute ist das anders. Da wir seit November ja zu den „Kaufleuten“ gehören, beteiligen wir uns heute am verkaufsoffenen Sonntag. In Oberkirch haben von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Geschäfte auf, und wir weihen unser Bistro ein. Bis in die Nacht hat Vlado gestern noch die Vorbereitungen getroffen, einen neuen Tresen gebaut und die Espressomaschine platziert. Nun hoffen wir auf schönes Wetter, da die meisten unserer Stühle und Tische ja im Freien stehen. Vorher noch Gottesdienst, dann kann es losgehen. Hab gestern noch einige Kuchen gebacken, die gibt es heute zum Kaffee oder Tee gratis dazu.

Natürlich haben wir auch eine Annonce geschaltet und ich war gestern total überrascht. Wir hatten uns ziemlich spät erst entschieden noch Werbung in der Zeitung zu machen. Nachdem ich gestern die Zeitung las, verschlug es mir tatsächlich die Sprache. Wir standen genau auf der ersten Seite in der Mitte der Beilage für den verkaufsoffenen Sonntag. Das nenne ich tatsächlich „Gunst“, und bin sehr dankbar.

Ich hätte so viel im Blog zu schreiben, von dem, was ich gerade so in mir erlebe, aber ich bewahr mir das für das neue Buch auf. Sonst ist es ja nicht mehr spannend. Auf jeden Fall so ermutigend, dass ich davon ohne großen Aufwand mein Wohlfühlgewicht erreicht habe. Ich stehe in meiner Kleiderkammer und freue mich an jedem Kleidungsstück was mir locker passt. In zwei Wochen ist die Frauenkonferenz in Kirchheim und ich werde mal schon einen Vorgeschmack dessen geben, was die Leserinnen dann erwartet.

hm

Fit

Liegt es am Frühling? Wobei der ja eigentlich auf sich warten lässt. Wo ist die legendäre Frühjahrsmüdigkeit? Die kommt ja eigentlich nach dem Winterschlaft. Und immer haben wir irgendwelche Ausreden, warum wir nicht in die Pötte kommen.

Momentan stellt sich morgens nie die Frage: „Gehe ich heute laufen, oder nicht?“ Im Gegenteil, ich überlege, wann ich noch zusätzlich eine Stunde Bewegung in meinen Terminplaner unterbringen kann. Lust an der Bewegung, Lust an der Leichtigkeit, Lust am Sein und nicht den Ansatz von irgendwelchen Essgelüsten. Diese Zeiten muss man wohl nutzen. Ich genieße gerade das Gefühl von Fitness. Heute war ich tatsächlich ganze 7 Minuten früher zu Hause als sonst. Das heißt, ich muss meine Strecke verlängern. Oder mal einen ganz anderen Weg laufen. Was das Laufen angeht, bin ich ein Gewohnheitsmensch. Es reizt mich überhaupt nicht andere Strecken zu erkunden. Ich laufe meinen Weg, in Gedanken, im Gebet, mit guter Musik im Ohr, bin versunken in mir selbst, nehme meine Umgebung zwar wahr, aber mir reicht die Gleichförmigkeit. Von einem Punkt aus kann ich auf Straßburg schauen. Es ist immer der gleiche Blick, und dennoch so verschieden. Mal ist die Münsterspitze klar zu erkennen, Straßburg liegt ausgebreitet vor mir, dahinter sind die Vogesen zu erkennen. Und manchmal, sieht man vor lauter Nebel gar nichts. Dann wieder liegt der Nebel über der Stadt, und nur die Kirchturmspitzen ragen heraus. Gleiche Strecke, aber immer wieder neu.

hm

Das ist es, was wir wollen

Komme gerade von einem bunten Abend der 10. Klasse. Die Schüler haben einige Stücke vorgetragen und ich bin nur stolz. Manuel stand ständig auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit seinem Gesang, Klavierspielen, Schauspiel und Comedy…………… Und da sitzt man so als Mutter und weiß gar nicht wohin mit dem großen Gefühl im Herzen. Wir haben alle Kinder mitgenommen, und auch die Geschwister waren sichtlich beeindruckt vom großen Bruder.

Heute Morgen begann der erste Nordic- Walking- Kurs, wir haben uns alle die Finger abgefroren, trotzdem war es wie immer sehr nett. Nun hoffe ich, dass es ab nächste Woche wärmer wird, aber das hofft wohl ganz Deutschland.

Morgen früh sollte ich nach dem Laufen mal so richtig wieder im Haus wirbeln, allerdings liegt auch noch eine Menge Schriftkram vor mir. Vlado hat schon mit einem Steuerberater gesprochen, so darf ich hoffen, einiges abzugeben. 2/3 Regel, das habe ich mir vorgenommen, und da halte ich mich gerade streng dran. Und es tut mir so gut. Eine schöne Basis, viele gute Ideen für das neue Buch zu sammeln. Und ich bin am Sammeln, halte Eindrücke fest, probiere aus, reflektiere, und komme schon zu ganz guten Ergebnissen. Nun müssen Beate und ich unsere Ideen in zwei Wochen nur noch zusammentragen, und rubeldikatz, ist das Buch geschrieben. Heute kam der Vertrag vom Verlag. Wenn ich den jetzt unterschreibe, dann bin ich im Zugzwang, dann muss ich schreiben. Aber das ist es ja auch, was wir wollen.

hm

kostbare Zeit

Na das gab jetzt doch ein wenig viel Beschwerde. Erst meine Mutter, Beate aber auch viele Andere können es nicht fassen, dass ich so viele Tage keinen Blog geschrieben habe. Bin wieder im „normalen Alltag“. Das waren von Freitag bis heute Morgen absolute Ausnahmetage. 5 Tage Wellness mit meiner Freundin Sanne. Schon das Abholen am Freitagmittag am Bahnhof war aufregend. Seit Sommer auf Sardinien hab ich sie nicht mehr gesehen, und sie hat mich fast nicht erkannt. Was so eine neue Frisur doch ausmacht. Und dann haben wir es nur schön miteinander gehabt. Ein wenig im Teeladen verbracht, in Offenburg gebummelt, Laufen durch die Weinberge, Samstag Abend DSDS mit Maske im Gesicht und einem Glas Sekt,  Sonntag Morgen Gottesdienst, und ich durfte predigen, die „Atempause“ am Montag, mit den Kindern Mensch ärgere dich nicht gespielt und einfach viel gequatscht und uns einfach genossen. Wie hätte ich da blog schreiben können? Die Zeit war zu kostbar. Außerdem hatte ich so viel liebe Unterstützung aus unserer Gemeinde für unser Geschäft, dass die Zeit ohne Vlado tatsächlich total stressfrei ablief. Ich weiß so gar nicht wohin mit meiner Dankbarkeit.

Gestern Mittag hab ich mich dann aber doch auf meinen Mann gefreut und jetzt ist schon wieder alles so, als wenn er gar nicht weg gewesen wäre. Ich gewöhne mich auch so langsam wieder an den Alltag. Heute Morgen musste ich gleich mit Manuel nach Offenburg zum Orthopäden zur Auswertung der Kernspint. Tatsächlich muss er nun doch an beiden Knien operiert werden. Wir müssen uns jetzt für einen Termin entscheiden. Erst einmal muss das Ödem in seinem Bein abheilen, dass er vom Unfall noch hat, dann sind die Prüfungen dran, und dann fahren wir schon fast in Urlaub. Also will das gut überlegt sein.

Morgen in zwei Wochen ist schon die Frauenkonferenz und ich sehe endlich Beate wieder, freue mich schon sehr auf sie. Und wir haben gut an unserem Buch zu tun.

hm

Feiern

Da habe ich doch mit meinem Aprilscherz für viel Aufregung gesorgt. Gestern nach der Entwarnung waren dann doch alle wieder entspannt. Und ich durfte gestern Abend wieder meine Teilnehmer so richtig genießen. Wenn ich mich nicht selbst so wohl fühlen würde unter den Damen und einigen wenigen Herren, wäre ich nicht schon so lange Leiterin. Dieses Jahr im Juli werden es 10 Jahre, mal wieder ein Grund zum Feiern. Kurz davor habe ich Geburtstag, könnte man auch feiern. Allerdings ist dieses Jahr mein Mann dran. Er wird 50, und natürlich feiern wir. Nach dem Urlaub kommt Joana in die Schule, was passiert? Wir feiern, und mein Großer wird dieses Jahr 18, mit Feier. Wir werden den Einzug in unsere Gemeinderäumlichkeiten feiern, und ein paar Freunde haben dieses Jahr noch runde Geburtstage. Feiern ist klasse und gehört zum Leben dazu.

Wenn ich das Wort „feiern“ in meinen Treffen behandle kommt immer das große Stöhnen auf und die Frage: „Was gibt es zum Essen?“ Na hoffentlich etwas Leckeres. Feiern können mit eingeplant werden. Ein paar Points aufsparen, eine Runde mehr laufen gehen. Ich will ja nicht nur jetzt während meiner Abnahme drauf achten, sondern mein Leben lang. Also plane ich auch solche Feste mit ein, und dann genieße ich vom Richtigen.

Momentan könnte ich jeden Tag joggen. Während ich normalerweise nur montags, mittwochs und freitags laufe (ab und zu noch am Wochenende) war ich heute Morgen auch schon joggen. Und für das Wochenende ist es auch schon fest mit eingeplant. Gestern habe ich meine Sommersachen eingeräumt, und natürlich die eine oder andere Hose probiert. Wie gut sich das angefühlt hat, wenn alles passt. Das war letzten Sommer nicht der Fall, da haben einige Hosen die Sonne nicht zu sehen bekommen. Drei Wochen bleibe ich noch „im Programm“ und dann bin ich fertig, dann will ich bleiben wie ich bin.

hm

Entwarnung

Für alle, die noch nicht drauf gekommen sind: Ich bin nicht schwanger, gestern war der 1.April !!!!

Einzig und alleine von Beate bekam ich die Mail:  „Sehr witzig, aber mich führst du nicht aufs Glatteis.“  Da kann man mal wieder sehen, wie gut sie mich kennt. Ihr Aprilscherz war allerdings auch nicht schlecht. Meine Teilnehmer gestern im Treffen haben sich schon mit mir gefreut, und ich hab mich gefreut, dass mir mein Witz so gut gelungen ist. Öfters mal etwas zum Lachen zu haben tut unserer Seele gut.

Ein Baby zu bekommen wäre wohl auch so mit das Letzte, was ich jetzt gebrauchen könnte. Irgendwann ist man damit durch, dann sind die Babysehnsuchtsgefühle verschwunden. Bei mir war das so ungefähr vor 3 Jahren. Während eines Besuchs einer Bekannten im Krankenhaus hatte ich nicht einmal das Bedürfnis, die Kleine auf den Arm zu nehmen. Keine Emotionen, nichts. Und da wusste ich: „Joana wird keine Schwester mehr bekommen.“

So wie es aussieht werden wir als Gemeinde demnächst endlich Räumlichkeiten bekommen, und ich träume schon von den Möglichkeiten, die sich daraus entwickeln. Gestern hat Vlado provisorisch das Bistro eingeweiht. Aus dem TeeAtelier ist nun auch noch  eine Tee- und Kaffee- Bar geworden. Ein paar Sachen fehlen noch, aber bis zum verkaufsoffenen Sonntag übernächste Woche soll alles fertig sein.

Ich bereite mental den Besuch von Sanne vor. Vlado fliegt Freitag ganz früh nach Sardinien und wir zwei Frauen genießen mal wieder unsere Frauenfreundschaft. Natürlich gehört ein Einkaufsbummel, gemeinsames Kochen, Laufen, Gesichtsmaske und gemütlicher DVD-Abend mit dazu. Aber am meisten freue ich mich auf’s Quatschen, und sie zu sehen…………………

Für den Teeladen habe ich super liebe Unterstützung aus der Gemeinde so dass ich ganz schön entlastet bin. Dafür muss ich am Sonntag predigen. Und den Vortrag für die Atempause am Montag muss ich auch noch vorbereiten.

Da ich aber weder schwanger noch krank bin, und durch meine regelmäßige Bewegung (momentan laufe ich 4 x die Woche) ziemlich fit bin, werde ich wohl alles ganz gut schaffen. Ein Gleichgewicht finden zwischen Anspannung und Entspannung, dass ist es, was ich gerade ausprobiere, und merke, es geht. Alles eine Sache der Einstellung und Planung. Und ich sammle Erfahrungen für unser neues Buch.

hm

nun ist es raus

Nachdem ich es zwei Wochen mit mir herumgeschleppt habe, mich entscheiden musste, wie ich aus dieser Situation das Beste mache habe ich es heute offiziell bekannt gegeben. Man sieht es mir natürlich noch nicht an, aber demnächst werden sich sicherlich alle wundern, warum ich zunehme, obwohl ich scheinbar “im Programm” bin. Habe die Monate, Wochen und Tage schon gezählt, und leider musste ich meiner Gruppe heute auch mitteilen, dass ich am 7. und 8.10. in diesem Jahr meine Treffen das letzte Mal halte und sie an eine Kollegin (die ich noch suchen muss) abgebe. So langsam gewöhnen wir uns an den Gedanken, die Kinder wissen es jetzt auch, und wir müssen uns mal wieder total auf eine neue Situation einstellen. Wie oft eigentlich noch in unserem Leben?

hm