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15.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Ich war schon immer eine Heulsuse, seit Julians Tod hat sich das schlimm verstärkt. Emotionale Momente lassen mich nie kalt. Bestimmte Situationen bringen mich zum Weinen, es gibt Filme, die schaue ich mir schon bewusst nicht an. Ich hab in meinem Leben schon so viel durchgemacht, so viele glückliche und traurige Momente erlebt, dennoch bleibt meine emotionale Feinfühligkeit. Manchmal ist das ok, da stört mich das nicht, manchmal nervt es mich. Wenn ich z.B. als Sprecherin irgendwo eingeladen bin, und während meines Vortrags mit zugeschnürter Kehle kaum weitersprechen kann. Wenn ich meinen Kindern eine bewegende Geschichte erzähle, und auch die nur unter Aufbietung höchster Konzentration und Anstrengung zu Ende bekomme, weil ich weinen muss.
Aber gestern, da hatte ich nun wirklich nicht damit gerechnet. Da sitze ich mit Joana im Wohnzimmer, und sie will unbedingt auf Super RTL einen Barbie Film anschauen. Ok, ich hätte gerne etwas anderes gemacht, aber sie hat sich so sehr gewünscht, dass ich dabei bleibe und mit ihr schaue. Also wir zwei eingekuschelt im Wohnzimmer, mit Chips und Haribo (das ist nicht meine Woche) schauen uns den Zeichentrickfilm an. Kurz erzählt: Mädchen fällt vom Schiff, landet auf einer unbewohnten Insel, wird von den Tieren groß gezogen. 10 Jahre später: Prinz entdeckt die Insel, verliebt sich in das Mädchen, nimmt es mit in sein Königreich, auf mehreren Umwegen heiraten die beiden dann. Aber immer war die Suche nach ihrer Vergangenheit, nach ihren Eltern. Und tatsächlich, am Schluss des Films trifft sie ihre Mutter, sie erkennt ihre Tochter und die beiden fallen sich in die Arme. Man, das war nur ein Zeichentrickfilm, völlig kitschig, und ich sitze da und heule wie ein Weichei, und halte meine kleine Tochter im Arm. Natürlich durfte sie dann die Nacht bei mir schlafen.
Zwei sehr pointsreiche Tage liegen hinter mir. Könnte mich über mich selbst ärgern, aber nachdem ich davor ziemlich gut im Programm war, gönne ich mir das mal als Auszeit. Gehe gleich auf den Markt und hole eine paar frische Lebensmittel, und hoffe, dass es heute besser klappt.
hm
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14.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Gestern Abend hatte Vlado Männerabend. Es treffen sich die Männer unserer Gemeinde zum gemeinsamen Essen und Austausch. Da wir Küche, Diele und Wohnzimmer offen haben musste ich mir einen Aufenthaltsort für den Abend suchen. Und dann kam mir die Idee. Mit einem schmalzigen Frauenfilm ab in den Keller vor die Leinwand. So ein Abend mit mir alleine. Hatte mich schon sehr gefreut, da erzählt mir Manuel, dass er einen Freund für einen DVD-Abend eingeladen hat, aber ich solle mal keine Sorge haben, Papa hat schon gesagt, dass das ein Abend für mich wird. Also hat er mit Timmi in seinem Zimmer geschaut. Joana war schon im Bett, aber da gab es dann ja doch noch Jonathan und Steven. Und irgendwie hab ich es nicht übers Herz gebracht, und wir haben gemeinsam einen Film angeschaut. Natürlich nichts Schmalziges, dafür aber mit viel Chips und Schokolade. Hoffe, dass das nicht so weiter geht, befürchte allerdings Schlimmes.
Hab heute den ganzen Vormittag beim Optiker verbracht, aber außer, eine nette Optikerin kennengelernt wohl nicht das Richtige gefunden. Mit einigen Modellen bin ich nach Hause gefahren, und so das richtige: „Wow sieht die toll aus.“ ist irgendwie nicht aufgekommen. Vlado hat einen völlig anderen Geschmack als ich, und so bleibe ich wohl doch vorerst bei meiner alten Brille.
Jonathan ist mit Papa nach Köln gefahren, und ohne Stau gut durchgekommen. Nun hoffe ich, dass sie meinem Vater tatsächlich helfen können. Jonathan ist das handwerklich begabteste Kind, so wird er sicherlich eine richtige Hilfe.
Heute Abend ist ein gemütlicher Abend mit Prinzessin Joana angesagt. Steven ist auf einem Kindergeburtstag, und Manuel schließt sich uns evtl. an. Allerdings haben die Ferien begonnen, da könnte ich mir auch gut vorstellen, dass er den PC heute nicht mehr ausbekommt.
Ich liebe die ruhigen Tage, die immer mal wieder da sind. Ohne viele Termine, an denen das Haus einigermaßen aufgeräumt ist, und man nicht irgendetwas im Nacken hat. So freue ich mich auf ein entspanntes Wochenende.
hm
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13.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Mein Lieblingswochentag hat gut begonnen. Um 8.00 Uhr war ich mit meiner Mitarbeiterin zum Laufen verabredet, um 7.15 Uhr weckt mein Mann mich mit einer dampfenden Tasse Kaffee. Kurz bevor Sandra kam hab ich noch schnell die Spuren vom Frühstück der Kinder beseitigt und hab mich so richtig gefreut. Eine Tasse Kaffee zusammen trinkend wollten wir uns dann auf den Weg machen und ich biete ihr ein paar Nordic Walking Stöcke an, sie verneint. „Ich hab noch keinen Kurs gemacht, außerdem dachte ich wir wollten joggen.“ „Joggen???“ denke ich und fange schon an zu schwitzen. Normalerweise jogge ich morgens alleine, fast auf gerade Strecke, es gibt nur zwei kleine Hügel, die ich erklimmen muss, nach 35 Minuten bin ich wieder zu Hause. Aber meinen Lauf durch die Weinberge walke ich, mit und ohne Stöcke. Erstens geht die Strecke über eine Stunde, zweitens geht es ständig bergauf, bergab. Natürlich will ich mir die Blöße nicht geben und tripple brav neben ihr her. Ich staune nicht schlecht wie fit sie ist. Über 30 kg hat sie abgenommen, sieht umwerfend aus, und hat eine zuckersüße Ausstrahlung. Manche Menschen lassen mein Herz hüpfen, sie gehört dazu. Wir erzählen uns ein wenig unsere Geschichten, und obwohl ich tatsächlich die Strecke lieber walke genieße ich die Zeit mit ihr. Das war nicht das letzte mal, so hoffe ich, demnächst nehme ich allerdings die Stöcke wieder mit.
Heute Nachmittag fahre ich vielleicht mit meinen Kindern nach Offenburg. Sie brauchen ein paar neue Klamotten, ich eine Brille. Klappt es heute nicht, verschieben wir es auf Samstagnachmittag, oder wir fahren zwei mal.
Vlado fährt morgen nach Köln. Mein Vater braucht ein wenig Hilfe beim Renovieren einer Wohnung, hatte nur eine Frage an meinen Mann und er…………. bietet an zu kommen. Freitag Nachmittag 400 km, und das bei beginnenden Osterferien. Na ich möchte nicht in dem Stau stecken. Samstag kommt er wieder. Da ich den Teeladen übernehme, werde ich es mir den Rest der Zeit mit den Kids gemütlich machen. Hoffe, ich brauche nicht zu viele Points dazu, denn gemütlich machen hat irgendwie auch immer etwas mit Essen zu tun.
hm
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12.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Ich hab sie noch nie gemacht, war mir immer viel zu viel Arbeit. Außerdem ist sie nicht ohne. Die klassische Version ist sehr gehaltvoll aber lecker ohne Ende. Das erste Mal hab ich sie Silvester 2003 gegessen. Eine Freundin hat sie mitgebracht und es war ein Gedicht. Das Rezept habe ich schon so oft angeschaut, und dann doch wieder weggelegt. Zu aufwendig, zu viele Points. Aber heute, in einem Anfall von Kreativität und Neugier wollte ich es wissen. Die Zutaten stehen im Weight Watchers Basis Kochbuch, die Zubereitung im Basiskochbuch vom Thermomix. Also habe ich mir erlaubt, diese leichte Variante in meinem neuen Wunderkessel auszuprobieren, und es war nur easy. Sie ist die deutsche Antwort auf italienische Panna cotta.
Bayerische Creme mit pürierten Himbeeren, ein Gedicht.
Nachdem ich im Thermomix die weltleckerste Linsensuppe gekocht habe, durften wir heute alle diese köstliche Nachspeise genießen. Und genießen ist hier wohl der richtig Ausdruck, denn nicht anders kann man dieses unbeschreibliche Gefühl bezeichnen, wenn sich die Creme im Mund mit den Himbeeren vermischt und zu einem ganzen Etwas verschmilzt.
Demnächst werde ich wohl mal direkt in meinem Treffen etwas zubereiten. Ich denke da an Spargel mit leichter Sauce Hollandaise.
Mittwochs nehme ich seit einigen Wochen Jonathan mit. Er hat parallel zu meinem WW-Treffen E-Gitarren-Unterricht. Seit der ersten Begegnung sehe ich seinen Lehrer nie und frage Jonathan jedes Mal, ob er mal eine Rechnung mitgebracht hat, damit wir die Unterrichtsgebühr überweisen können. Jonathan verneint das und hat folgende Erklärung:
Mama, als ich Schlagzeugunterricht hatte, das war ja ganz schön teuer, und der Lehrer hat nur wegen dem Geld unterrichtet. Aber der hier, dem ist es wichtiger, dass seine Schüler etwas lernen, das Geld ist ihm nicht so wichtig.
Aha, na da bin ich ja mal gespannt, was der nette Lehrer dazu sagt.
Heute habe ich mal meine Küchenschublade aufgeräumt. So eine Schublade, die jeder hat. Da, wo alles rein kommt, was keinen bestimmten Platz hat, was mal schnell weggeräumt werden muss…… So eine Schublade die man nie öffnet, wenn Besuch daneben steht. Alle halbe Jahre muss ich sich leeren, weil sie da fast nicht mehr zugeht. Und siehe da, 2/3 Inhalt konnte ich entsorgen. Und beim Sortieren finde ich doch tatsächlich den Kinogutschein, den Joana letztes Jahr zum Fasching geschenkt bekam, als sie einen Tanz vorführte. Was haben wir den schon gesucht. Also steht für uns beide fest, in den Ferien gehen wir ins Kino. Müsste mich direkt bei Beate mal erkundigen was so läuft, denn eins hab ich beim Blog-Lesen herausgefunden. Meine Lieblingspastorenfrau geht gerne ins Kino. Aber doch sicherlich nicht mehr in Zeichentrickfilme ohne Altersbeschränkung sondern eher in die Nachtvorstellung mit ihrem Sohnemann.
hm
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10.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Habe den absolut guten und effektiven Wellness- und Erholungstipp. Eigentlich weiß ich das ja, weiß eigentlich jeder, aber wenn man es dann mal macht, dann bringt es tatsächlich was. Nachdem ich doch am Wochenende schon einen Gang herunter geschaltet habe, und mir viele Pausen gegönnt habe, bin ich gestern einfach mal wieder so richtig früh ins Bett. Noch ein wenig gelesen, hatte ich dann 7 1/2 Std. Schlaf und war heute morgen fit und ausgeruht. Hab Manuel und seinen Freund zur Schule gefahren, nachdem ich schon joggen war. Und dann war der Teeladen angesagt. Hab mir überlegt, dass ich Montag morgens mein Notebook mitnehme und an meinem Buch schreibe, wenn keine Kundschaft im Laden ist. Und siehe, da, es kommt so langsam etwas zustande.
Vorher war ich noch beim Optiker, ich bräuchte eigentlich eine neue Brille, meine Augen sind etwas schlechter geworden. Seit den Aufnahmen für das Buch trage ich ja gar keine Brille mehr (reine Eitelkeit), aber das tut meinen Augen tatsächlich nicht so gut. Und das alte Gestell gefällt mir nicht mehr so gut, außerdem hat es einen leichten Bruch und es ist nur eine Frage von Momenten, wann sie ganz bricht. Nachdem ich einige Modelle auf der Nase hatte und die Preisschilder an der Seite gesehen habe, fand ich meine Alte allerdings doch wieder schön.
War ich schon beim Testen des Thermomix so sehr begeistert, hat mich jetzt das Thermomix-Fieber gänzlich erreicht. Ich staune, was man alles mit diesem Wunderding bewerkstelligen kann. Meine Familie grinst, und muss alles probieren.
Kommentar meines Mannes:
Der Mohnstrudel ist so lecker, schon dafür hat sich das Gerät gelohnt!
Einen Kuchen für mein Weight Watchers Treffen morgen habe ich auch schon gebacken. Von außen sieht er lecker aus, hoffentlich schmeckt er auch.
hm
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9.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Eigentlich schade, dass ein Wochenende immer so schnell vergeht. Die Hälfte meiner Fenster ist tatsächlich geputzt, den Thermomix habe ich gut eingeweiht und die leckersten Sachen ausprobiert. Die ersten Zeilen für das neue Buch sind geschrieben, Beate und ich sind guter Dinge. Ansonsten habe ich so richtig gefaulenzt. Ziemlich untypisch für mich, aber ich könnte mich dran gewöhnen.
Die Kinder waren fast alle den ganzen Tag draußen, bei dem schönen Wetter, kein Wunder. Und ich freue mich, dass sie mal wieder freiwillig frische Luft schnappen. Joana ist momentan ganz wild auf’s Seilspringen. Sie macht das ganz gut, und sieht so süß aus in ihrem Ehrgeiz. Joanthan hat eine Bande im Wald gefunden, sie basteln sich Schwerter, Pfeil und Bogen, eben richtige Jungs.
Heute Morgen habe ich den Lobpreis geleitet und mich beschäftigt gerade ein neues Lied von Danny Plett. Er hat es bei den Aufzeichnungen für die Fernsehsendung gesungen, und es wird auch am Sonntag ausgestrahlt. Nun sitze ich öfters am Klavier und versuche die Harmonien herauszubekommen, da ich es unbedingt in die Gemeinde einführen möchte. Auf dem Cover beschreibt er, dass manche Beziehungen fragwürdig sind, nämlich dann, wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber möchte nur mit mir befreundet sein, um einen Nutzen daraus zu ziehen. Ist das echte Freundschaft? Und wie sieht eben unsere Freundschaft oder Beziehung zu Gott aus? Beten wir nur, um von IHM gesegnet zu werden? Wollen wir immer nur unseren Nutzen aus dieser Beziehung ziehen, oder beten wir Gott an, weil ER es wert ist? Dieses Lied handelt davon, manche Lieder bewegen mein Herz, denn obwohl so leicht, sind sie so tief.
hm
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8.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Hatte ich gemeint ein freier Nachmittag würde mir nichts bringen? Wie falsch ich doch schon wieder gelegen habe. Eigentlich wollte ich das Angebot meines Mannes ausschlagen, aber dann habe ich es doch angenommen. Vlado meinte, ich könne ja in Offenburg bummeln gehen, dazu hatte ich keine Lust. Außerdem sind da ja noch die Kinder, die ich auf keinen Fall alleine lassen wollte. Und dann, kam alles irgendwie anders. Jonathan, Steven und Joana haben sich verabredet, Manuel hat nur ganz kurz bei mir gesessen und ist dann in sein Zimmer verschwunden, und plötzlich war ich alleine. Ich war schon versucht Fenster zu putzen, aber dachte auch an die Worte meines Mannes: „Bedingung, dass ich in den Laden gehe ist, dass du nur etwas für dich tust.“ Mittags ist mein neuer Thermomix gekommen. Die einzige handwerkliche Tätigkeit war, mir mit dem Gerät einen leichten Schokopudding zu kochen. Und dann habe ich den ganzen Nachmittag mit einer Tasse Tee auf dem Sofa gelegen und gelesen. Um 17.00 Uhr hab ich mich angezogen, bin zu Fuß nach Oberkirch spaziert und hinterher mit Vlado einkaufen gewesen. Luxus, den ich mir gegönnt habe, tatsächlich fühle ich mich wieder besser.
Heute sieht das Wetter zwar nicht nach Fenster putzen aus, trotzdem würde ich das gerne erledigen, bevor die Sonne nochmals gnadenlos auf die Scheiben scheint. Auf der anderen Seite bin ich natürlich versucht, meinen neuen Thermomix auszuprobieren. Schade, dass ich die Brötchen für heute morgen schon bestellt hatte. Dafür gab es gestern Abend noch einen Rohkostsalat (5 Sek.) und einen Lachsaufstrich (20 Sek.) Bin noch immer im Programm, 4 kg hab ich schon geschafft, und die merke ich auch. Ende April möchte ich fertig sein. Mal sehen, was mein Körper dazu sagt.
Heute will Jonathan kochen. Es gibt Fleischbällchen, Mais und Salat. Ich werde dem zukünftigen Koch mal über die Schulter schauen, aber finde es gut, dass er sich schon üben möchte. Im Sommer macht er ein Praktikum in meinem Lieblingsrestaurant. Wer weiß, dann kann ich irgendwann mal von ihm lernen.
Manuels Schürfwunden fangen langsam an zu heilen. Trotzdem muss er alle zwei Tage ins Krankenhaus zum Verbinden. Nächste Woche kann er hoffentlich wieder mit dem Fahrrad fahren. Aber so ein Unfall mindert nicht wirklich die Sorgen, die ich mir als Mutter ja eh immer mache. Also, heißt es mal wieder, lernen, Gott zu vertrauen, dass er die Kinder bewahrt.
hm
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7.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Nachdem ich gerade mal wieder einen Blog-Eintrag vom November gelesen habe, in dem ich mir vorgenommen hatte, mit kleinen Etappenzielen mein Tempo zu reduzieren, bin ich mal wieder so weit, dass auch zu tun. „Du arbeitest auf zu vielen Baustellen.“ So ein Ausspruch einer Freundin, die mich gestern kurz besucht hatte. „Du bist dünn geworden und siehst ziemlich mitgenommen aus.“ Und sie hat natürlich Recht. So sind wir Frauen, uns gehen 100 Dinge gleichzeitig durch den Kopf und das macht mich gerade wahnsinnig. Ständig fliegt mich ein Gedanke an, den ich nicht abschütteln kann. „Hab ich die Rechnung überwiesen, hab ich die Bestellung weggeschickt, das Gespräch mit der Versicherung, was koche ich heute, wann schreibt welches Kind eine Arbeit, ist die Wäsche gewaschen, ich muss Manuel von der Schule abholen, Elternsprechtag mit Joana, was für ein Termin steht an…………?“ Ich erwische mich dabei, dass ich mich manchmal nicht mehr vernünftig konzentrieren kann, weil ich zu viele Dinge gleichzeitig im Kopf habe, und zu viele Aufgaben erledigt werden müssen. Vlado hat mir angeboten heute Nachmittag in den Teeladen zu gehen, damit ich mal so richtig Zeit für mich habe. Süß von ihm, aber das hilft mir nicht wirklich. Die Kinder sind ja zu Hause, und wie könnte ich mit gutem Gewissen einen Nachmittag für mich genießen, während meine Kinder sich selbst überlassen sind. Und die Hausarbeit wird dann auch nicht gemacht. Mittlerweile weiß ich allerdings schon, wann und wie ich die Notbremse ziehen muss. Wenn ich zu lange DPD-Mann war dann muss ich mich dazu zwingen Postbote zu werden (um das zu verstehen muss man Beates blog-Eintrag von vorgestern lesen)
Gestern war es dann soweit. Schriftkram und Wäsche stand auf meiner Liste. Den Schriftkram habe ich geschafft, die Wäsche liegt noch im Keller. Dafür habe ich mir bei dem schönen Wetter meine Tochter geschnappt und wir sind zu Fuß nach Oberkirch spaziert. Sie mit dem Fahrrad, ich zu Fuß. Irgendwann ist ihre Kette abgesprungen und sie musste schieben. Aber wir zwei haben die Zeit genossen. Das Fahrrad nach einer Stunde Marsch im Teeladen abgestellt, haben wir uns ein Eis in der Eisdiele gegönnt. Und dann ist das gute Gefühl da, die Prioritäten richtig gesetzt zu haben. Heute Morgen schaffe ich dafür die Wäsche und setzte mich dann auch endlich an den Anfang unseres Buches. Während ich auf meinen eigenen Baustellen arbeite, fallen mir so viele gute Möglichkeiten ein, die ins neue Buch kommen. Ist es nicht so, dass man am Besten über die Dinge schreiben kann, die man selbst eben auch schon erlebt hat? Nicht umsonst haben Beate und ich ein Buch über das „Leichter Werden“ geschrieben, weil wir selbst in diesem Bereich immer wieder herausgefordert werden. Und vielleicht müssen wir auch dieses Buch schreiben, weil wir selbst mitten drin stecken, und dennoch schon ein bisschen gewachsen sind. Kleine Flügel haben wir schon, nur manchmal, da fliegen wir zu hoch.
hm
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3.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Man weiß nie wann es passiert, aber es kann immer Jeden treffen. Von einem auf den anderen Moment kann unser Leben vorbei sein. Und was kommt dann? Bin ich mir dann sicher, vor meinem Schöpfer zu stehen? Auf welches Fundament habe ich mein Leben gesetzt? Selbst ich als Christ muss mich das immer wieder fragen, muss immer wieder meine Prioritäten neu setzen, immer wieder neu die Golfbälle (die Leser unseres Buches wissen was ich meine) ordnen. Als bekennende Christin weiß ich: Durch Jesus bin ich gerettet, weiß ich, dass ich mein Leben in der Ewigkeit mit IHM verbringen darf. Angst vor dem Tod habe ich daher nicht. Und dennoch, es erschreckt mich, wenn ich merke, wie schnell etwas passieren kann. Und dann denke ich an die, die Jesus nicht kennen, die dann keine Entscheidung mehr treffen können. Das zerreißt mir fast das Herz, es schmerzt mich, wenn ich weiß, dass mir nahe stehende Menschen diese Entscheidung ablehnen, dass sie Angst haben, irgendetwas zu verpassen im Leben, oder einfach nur aus Gedankenlosigkeit oder Oberflächlichkeit eine Beziehung mit Jesus nicht zulassen. Warum beschäftigt mich das nun gerade jetzt?
Es ist gut gegangen, aber es hätte auch Schlimmeres passieren können. Heute Morgen erzählt mir Manuel, dass er wieder mit Timmi, seinem Freund mit dem Motorrad zur Schule fährt. Mir ist nie wohl bei dem Gedanken, aber heute war es irgendwie besonders schlimm. Ich lächele meinen Jungen an, und beteuere ihm meine Liebe, denke irgendwie, es könnte vielleicht das letzte mal sein, ihm das zu sagen. Und bitte ihn: „Manuel, sag Timmi, er soll vorsichtig fahren.“ „Ja, ja Mama.“ Ein kleines Stoßgebet geht von mir zum Himmel.
4 Std. später stehe ich ahnungslos im Teeladen. Eine Weight Watchers Teilnehmerin kommt leichenblass herein: „Frau Malisic, haben sie schon gehört was mit Ihrem Bub passiert ist. Er hatte einen Unfall, mit dem Motorrad, ich habe die beiden angefahren.“ Und unter Tränen erzählt sie mir die Geschichte. Manuel ist wieder zu Hause, er war im Krankenhaus, ein paar Schürfwunden, der Schock, und das Knie, was eh schon nicht so ganz in Ordnung ist, hat es wieder abbekommen.
Er lebt, das ist das Wichtigste, und dann konnte ich mir Zeit nehmen für die arme Frau. Ich hab sie getröstet, und irgendwann für sie gebetet. Das ist wohl einer der größten Albträume, die ich auch selbst habe: ein Kind anzufahren.
Hab dann gleich zu Hause angerufen, in der Mittagspause Leckereien für mein verletztes Kind gekauft und ihn heute so richtig verwöhnt, mit Kuchen backen und so.
Morgen bleibt er noch zu Hause, in zwei Wochen ist eine Kernspintomographie. Das Wichtigste ist: er lebt, aber man denkt doch wieder darüber nach, was wäre wenn. Ein paar Stundenkilometer schneller, ein Bruchteil einer Sekunde……….. Ich könnte Gott nun anklagen, warum hast du nicht aufgepasst. Aber, Unfälle passieren, und ich bin IHM dankbar, dass es den beiden Jungs gut geht, dass nichts Schlimmeres passiert ist.
hm
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3.3.2008 von Heike - www.frausein.de.
Es ist oftmals meine persönliche Einstellung, es sind meine Gedanken, die mich zum Positiven oder Negativen führen. Während des Laufens heute gab es zwei Möglichkeiten. Die Erste sähe folgendermaßen aus: „Hätte ich mir doch bloß eine Mütze aufgezogen, es pfeift um meine Ohren, und jetzt fängt es auch noch an zu nieseln. Der Regen wird immer schlimmer, mein Gesicht und die Haare sind schon ganz nass. Von Sonne keine Spur zu sehen.“ Zu Folgendem habe ich mich allerdings entschieden: „ Hätte es vorhin schon so geregnet wäre ich bestimmt nicht gelaufen, aber so freu ich mich, dass ich mich heute schon bewegt habe. Die frische Luft tut mir gut. Der Regen und der Wind können meinem Gesicht nichts anhaben, ich habe es dick mit Nachtcreme eingeschmiert. Duschen muss ich eh, also sind nasse Haare auch nicht schlimm. Und ich genieße den beginnenden Frühling. Heute habe ich die ersten Krokusse gesehen. Die Narzissen und viele Bäume blühen schon, und die Luft tut meinen Lungen gut.“
Gestern haben Beate und ich unser neues Buch besprochen, und wir sind auf eine gemeinsame Freundin gekommen, die genau diese positive Lebenseinstellung ausstrahlt. In ihrer Gegenwart fühlt man sich wohl, sie findet an Allem etwas Gutes. Manche Frauen inspirieren mich, da schaue ich mir gerne etwas ab. Ich wähle aus, was zu mir passt, ohne meinen Typ, mein Temperament zu verbiegen. Ich bin am Lernen, und werde das wohl auch noch mit 80 tun (wenn ich so alt werde). Und ich würde gerne zu den Frauen gehören, die auch etwas von mir abschauen.
Obwohl nicht erwartet stand am 1. März ein Tulpenstrauß auf meinem Tisch. Damit hatte ich ja eigentlich gar nicht gerechnet, da ich in Pirmasens sein sollte. Am Donnerstag bekam ich den Strauß von einer Bekannten geschenkt. Es sind die Kleinigkeiten, die mein Herz manchmal hüpfen lassen. Ich freu mich an so banalen Sachen. Und nehme sie ganz bewusst war. Manchmal ist es die Umarmung und ein Kuss meiner kleinen Tochter, manchmal ein unerwartetes Kompliment meines Mannes, ein gutes Gespräch mit meinem 17jährigen oder das kleine Mitbringsel einer lieben Weight Watchers Teilnehmerin letzten Mittwoch. Kleine Aufmerksamkeiten, kleine Freuden, Winzigkeiten, die man sonst für so „normal“ „alltäglich“ „unauffällig“ oder „selbstverständlich“ hält versuche ich immer als etwas Besonderes zu sehen. Vielleicht ist es das, was mein Leben oft bereichert. Ich möchte offen sein, für die kleinen „Wunder“, die ich im Alltag erlebe, aber ich habe auch Glauben, für das ganz Große.
Letzte Woche bekam ich eine E-Mail von einer Frau, die sich Gedanken um einen Ausspruch in unserem Buch gemacht hat, nämlich der Aussage, dass Gott Wunder tun kann, und Beate und ich schon erlebt haben, wie wir von Krankheit geheilt worden sind. Das Ganze hat eine theologische Diskussion zwischen mir und meinem Mann ausgelöst, die er natürlich als Pastor belegen kann. Ich als einfache „Pastorenfrau“ kann da eigentlich nur von meinen Erfahrungen berichten, und halte mich natürlich an die Verheißungen der Bibel. Und da ich meine Geschichte eh mal aufschreiben wollte, werde ich versuchen, sie diese Woche zu Papier zu bringen und sie auf meine Seite setzen.
hm
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