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24.1.2008 von hm.
Sitze hier am Notebook und würde eigentlich lieber laufen gehen. Aber, das ist Donnerstag nicht drin. Ich muss meine Abrechnung erledigen, das nimmt meistens den ganzen Vormittag in Anspruch. Die Sonne lacht mich durch die Scheiben an, ich ahne nur, dass es so richtig kalt draußen ist. Auf der anderen Seite könnte ich donnerstags machen was ich will. Das ist so eine Art „freier Tag“. Vlado steht morgens mit den Kids auf, ich darf länger schlafen, und an manchen Tagen, da gammel ich tatsächlich so ein wenig rum. Von 52 Donnerstagen im Jahr sind das allerdings höchstens 3. Das Nichtstun liegt mir nicht im Blut. Bin eher lieber beschäftigt, und so kommt es eben auch, dass ich mich richtig zur Ruhe zwingen muss.
Ich freue mich momentan sehr an den Abnahmen meiner Teilnehmer und werde die Vermutung nicht los, dass ich tatsächlich auch besser motivieren kann, wenn ich selbst „im Programm“ bin. Die Reste vom Kuchen haben gestern glücklicherweise meine Männer aufgegessen, so bin ich nicht in Versuchung gekommen.
Heute Nachmittag sind wir auf einer Beerdigung. Immer ein trauriger Anlass. Eigentlich wollte ich nicht mit, seit Julians Tod reiß ich mich da nicht drum. Auf der anderen Seite, ist der Vater einer Freundin gestorben. Und irgendwie möchte ich dann doch gerne da sein, ihr zeigen, dass wir für sie da sind.
Der Termin für unseren ersten Frauenabend rückt immer näher, und…… ich hab ein wenig Lampenfieber. Ist nicht meine Art, das Sprechen bin ja gewöhnt. Dennoch ist so eine neue Arbeit immer ein wenig wie eine Geburt. Ich finde den Vergleich eigentlich blöd, aber er passt so gut. Man wird schwanger mit einer Idee, die Monate der Schwangerschaft und der Vorbereitung kosten viel Arbeit, und dann kommt das Baby zur Welt. Die Idee für diese Abende hatte ich schon vor 3 Jahren. Und nun bin ich so gespannt, wie das Ganze wird.
Gestern haben wir unseren Sommerurlaub gebucht. Das ist jedes Jahr wieder spannend, obwohl wir seit 14 Jahren immer an den gleichen Ort fahren und ja nur die Fähre buchen müssen. Wenn wir dann allerdings die Daten haben, das Ticket in den Händen halten, wissen mit welchem Schiff wir übersetzen, ist das schon immer schön. Jedes Jahr, wenn wir die Straßen von Olbia Richtung Magomadas fahren, dann wird mir bewusst, wie schnell doch die Zeit wieder vergangen ist. Ich bin so dankbar, für die Möglichkeit jedes Jahr in Urlaub fahren zu können. Und wir sind immer gefahren. Während der Schwangerschaften, mit kleinen Babys, kurz nach dem Kauf unseres Hauses in Wolfsburg, obwohl wir viel zu renovieren hatten, direkt nach dem Umzug nach Oberkirch, immer.
Viele haben mit dem Kopf geschüttelt. „Wie können die nur in Urlaub fahren, wo sie doch so viel zu tun haben!“ Aber, man hat immer viel zu tun. Und Urlaub war uns immer wichtig, alles andere konnte warten. Wir brauchen das als Familie, mal wieder alle zusammen zu sein, und keine Aufgaben zu haben, Zeit zu haben. Das hat unserem Familienleben, unserer Ehe, und uns selbst gut getan. Wir haben noch keine Ahnung was wir mit dem Teeladen machen. Aber es wird eine Lösung geben. Das ist wohl typisch für uns.
hm
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