Archive für 23.1.2008

der faulste Monat

Jeden Tag wird es ein wenig früher heller. Heute hab ich beim Laufen auf die Uhr geschaut, 7.45 Uhr, und man konnte schon richtig gut sehen. Also dauert es nicht mehr lange, und das Laufen im Dunkeln hat ein Ende. Dafür war der Mond im Dunkeln heute umwerfend. Klar und groß, ich betrachte ihn immer ein wenig ehrfürchtig, staune über Gottes geniale Schöpfung.

Nachdem ich gestern auf der Waage ein langes Gesicht gezogen habe, konnte ich es mir nicht verkneifen, mich heute nach dem Laufen nochmals zu wiegen. „Geht doch….“, musste ich schmunzeln, bin zufrieden und weiterhin „im Programm“. Freu mich am Freitag auf meine neuen Laufschuhe. Beate habe ich gestern am Telefon prophezeit: „Wenn wir uns das nächste mal sehen, bin ich so richtig schlank.“ Gesagt ist gesagt. Wir sehen uns Ende April in KirchheimJ)

Bei mir zu Hause sieht es gerade aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich habe keine richtige Zeit und vor allen Dingen überhaupt keine Lust zum Aufräumen. Lieber sitze ich am Notebook, stricke, telefoniere, erzähle mit den Kindern, mache alles nur nicht das, was ich eigentlich sollte. Sollte ich? Es ist doch immer eine Frage der Prioritäten, die man setzt. Und gerade eben tanke ich auf. Lasse alles ein wenig schleifen. Januar und Februar sind tatsächlich meine faulsten Monate. Da habe ich am meisten Zeit. Es gibt kaum Termine zum Auswärtssprechen, für Nordic- Walking- Kurse ist es zu kalt, und vor allen Dingen, der Garten ruht. Nicht, dass ich im Sommer so viel im Garten tun würde, ist für mich fast die schlimmste Arbeit, aber er mahnt mich immer: „Schau, du kannst nicht einfach ausruhen, irgendetwas anderes tun, du musst mein Unkraut jäten.“ Wie sehr ich das hasse. Mein größter irdischer Wunsch ist ein Gärtner und eine Haushaltshilfe. Da ich weder das eine noch das andere habe, föne ich mir jetzt mal schnell die Haare, gehe einkaufen und erledige den Haushalt. Was sein muss, das muss sein.

hm

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