Archive für Januar 2008

Giraffe

Endlich war ich mal wieder mit Claudia laufen. Immer kam uns irgendetwas dazwischen. Und nun tat es heute so gut, sich mal wieder auszutauschen. Außerdem laufe ich mit ihr eine viel längere Strecke als alleine. Ich hätte eigentlich genug zu tun gehabt, eigentlich wäre keine Zeit zum Laufen gewesen. Aber eigentlich habe ich nie Zeit zum Laufen. Und wie schreibt Beate heute so treffend: „Seien Sie gut zu sich, passen Sie gut auf sich auf.“ Sie meinte in der Zeit der Wechseljahre. Ich meine, wir fangen am Besten gleich damit an. Gut sein zu mir, dass bedeutet, Auszeit immer wieder vom Alltag zu nehmen. Sich nicht selbst an den Haushalt versklaven, nicht mit Selbstvorwürfen bombardieren, wenn man Fehler gemacht hat, einen liebevollen Blick auf sich werfen und im Herzen zu wissen, man ist geliebt. Das bedeutet für mich meinen Giraffenkopf zu senken und auch mal gelassen und unvernünftig zu sein.

Nach dem Tod von Julian waren unsere Jungs ein Jahr lang bei einer Erziehungsberatung. Nicht nur der Verlust des Bruders wurde dort therapiert sondern alles mögliche andere auch. Eines Tages sollte Jonathan ein Bild von uns als Familie malen, als Tiere dargestellt. Hinterher hat die Therapeutin das Bild mit uns besprochen. Ich war eine Giraffe.

Giraffen sind große Tiere, die kontrollierend den Kopf über allem haben, meinen alles wissen zu müssen und für alles die Verantwortung zu tragen.

„Ach Frau Malisic, seien sie doch nicht so vernünftig.“, seufzte die Therapeutin. Wie oft sage ich mir das in Situationen, in denen ich merke, ich kontrolliere wieder alles und jeden. Wie oft ermahne ich mich, wenn ich mich und meine Familie vor lauter Ehrgeiz alles richtig machen zu wollen, so unter Druck setze, dass es für alle unerträglich ist. Ich lerne, und lerne und lerne. Und dabei geht es mir so gut, wenn ich 5 gerade sein lasse, wenn ich das Leben lockerer nehme als es ist. Wenn ich mir nicht ständig um alles Sorgen mache. Wie leicht lebt es sich wenn ich annehme, dass Gott mich liebt wie ich bin, auch mit meinen Macken. Wie gut tut es, wenn ich Gott seinen Job machen lasse, nämlich meine Sorgen zu tragen. Und wie gut tut es mir, wenn ich gut zu mir bin.

Zwei volle Stunden Zeit habe ich heute Morgen noch um aufzuräumen, die Wäsche zu erledigen und mindestens drei Schriftstücke zu erledigen. Denn etwas Gutes für sich zu tun heißt ja noch lange nicht, dass alles andere liegenbleibt.

hm

Warst du beim Friseur?

Wow, was für eine Atempause. Im Wahrsten Sinne des Wortes, war es ein wunderschöner Abend für jede Frau. Ich war schon sehr überwältigt, dass sich so viele Frauen angemeldet haben. Es gab ein super leckeres Buffet und an den Tischen gab es rege Unterhaltungen. So sollte es sein. Beim Vorbereiten des Vortrags musste ich feststellen, dass es irgendwie zwei Vorträge geworden sind. Also hab ich nur den ersten gehalten, und glaube, die Frauen waren schon berührt, so jedenfalls das Feedback. Nach meinem Abschlussgebet, war dann auch noch lange nichts von Aufbruch zu spüren. Ganz spät bin ich dann zu Hause angekommen, sehr erleichtert, dass unser erster Frauenabend so gesegnet war.

Das Thema lautete ja „Weißt du nicht wie schön du bist.“ Und gerade gestern morgen dachte ich vorm Spiegel: „Was für ein unpassender Tag, für so einen Vortrag.“ Also hab ich mir gestern Abend besonders viel Mühe beim Schminken und Haare stylen gemacht. Und was macht eine Frau, die frisch gestylt aus dem Bad ins Wohnzimmer schreitet? Sie trägt die Frage in ihrem Herzen, ihr Blick verrät, was sie hören möchte. Mein Mann fragt dann auch ganz brav: „Warst du beim Friseur.“ Ich triumphierend: „Nein.“ Er: „Da solltest du demnächst mal hingehen.“ Genau die richtige Einleitung für mein Thema. Wir haben immer etwas zu lachen.

Donnerstag hab ich einen Termin, und das weiß er auchJ

Jetzt schnell alle Sachen für die Weight Watchers Treffen gepackt, und los gehen meine beiden Arbeitstage.

Werde heute eine Wiegepause einlegen. Irgendwie war ich am Donnerstag raus aus dem Programm, und hab nicht den Biss gehabt, neu durchzustarten. Aber, heute ist ja Dienstag, da fängt die Woche wieder an.

hm

Musterfehler

Kopfschmerzen hin, Kopfschmerzen her, das schöne Wetter hat gesiegt. War gestern doch noch joggen, und werde heute auch gehen. Bin die Woche nicht ganz so eisern, also versuche ich mich wenigstens zu bewegen.

Gestern hab ich es dann endlich geschafft, Joanas Zimmer gründlich aufzuräumen. Nachdem sie nun seit Weihnachten ihr eigenes Zimmer hat, war es nötig, mal wieder alles zu sortieren. Wir tauschen die Spielsachen immer mal wieder. Ein großer Teil steht in der Garage, und wenn sie davon etwas haben möchte, muss sie etwas anderes hergeben, so auf die Art: Barbies gegen Baby Born. Auch Steven ist ganz glücklich, dass er nun endlich ein Zimmer für sich alleine hat. Und das Ganze ging ganz ohne Stress. Während ich sonst schon immer ziemlich genervt bin, hatten Joana und ich einen richtig schönen Nachmittag. Sie hat ihren Kaufmannsladen sortiert, ich den Rest erledigt, ganz ohne meckern.  Und nun ist sie selbst ganz glücklich.  Abends haben wir zwei es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Meine Strickjacke ist fast schon fertig, aber mal wieder völlig unperfekt. Bin beim Rückenteil fast am Abketteln, da stelle ich fest, dass ich relativ weit unten, einen groben Musterfehler habe. Typisch für mich. Hab ich Lust alles wieder aufzutrennen? Nö, das bleibt, ich tu so, als soll‘s so sein. Ist gerade so wie mit dem süßen selbstgenähten Sweatshirt für Joana. Hab mitten in den Pulli ein Loch geschnitten, versehentlich. Na und, hab ein Herz drauf appliziert, sieht kein Mensch mehr. Man ärgert sich kurz (ok, manchmal etwas länger), sucht nach einer Alternative, so lässt es sich leichter leben.

Gestern Abend habe ich seit langer Zeit mal wieder einen super leckeren Rohkostsalat ausprobiert, setz ich demnächst mal auf meine Seite. Ist wieder eins der Rezepte für den Quick-Chef, da wird Beate sich freuen. Eine riesige  Schüssel voll, dabei sollte es eigentlich bleiben. Leider hatte ich  noch Zwiebelbrot gebacken……………………wer kann denn frisch gebackenem, knusprig, duftendem Zwiebelbrot widerstehen. Ich zumindest nicht. Besser wäre es wohl, wenn ich Brot demnächst morgens backe, dann ist es abends nicht mehr ganz so frisch und verführerisch.

Heute Morgen leite ich im Gottesdienst den Lobpreis, hab ich lange nicht mehr gemacht, und freu mich irgendwie drauf. Seit dem ich nicht mehr regelmäßig jeden Sonntag Klavier spiele, spiele ich im Allgemeinen weniger. Vlado hat mir das prophezeit. Aber, man muss eben doch auch mal Prioritäten setzen. Und das war mir einfach zu viel, also hab ich es abgegeben. Nun bin ich einmal im Monat dran, das reicht.

hm

Nachtschwärmer

Schöner könnte das Wetter zum Laufen heute Morgen gar nicht sein. Es gibt allerdings zwei Umstände, bei denen laufe ich nicht. Glatteis und Kopfschmerzen. Glatt ist es nicht, aber mir zerplatzt fast der Kopf. Und dabei hätte ich meine neuen Turnschuhe doch sehr gerne heute zum Joggen ausprobiert. Gestern mit meiner Freundin im Wald sind sie zumindest schon gut eingeweiht und eingeschlammt worden.

Ich ahne wo die Kopfschmerzen herkommen. War gestern bis 1.30 Uhr wach und hab zwei Gläser ziemlich starken Sekt getrunken. Halte mich sonst mit Alkohol immer zurück, weil er mir nicht schmeckt, gestern Nacht allerdings kam ich nicht drum herum. Mit einem befreundeten Ehepaar haben wir uns kurz vor Mitternacht in Renchen verabredet um eine Freundin zu überraschen. Sie ist heute 50 geworden. Wir haben ein riesiges Bettlaken an ihrem Haus befestigt mit entsprechendem Spruch drauf, standen mit Rasseln, Sekt, Kuchen und Geschenken vor der Tür und haben einen riesen Lärm gemacht. Nachdem sie dann aus dem Tiefschlaf trunken vor der Haustür stand, bekam sie von uns ein Ständchen, und mit lautem „Hallo und Happy Birthday“ ließ sie uns herein. Einmal wach hatten wir dann noch eine gemütliche gute Stunde zusammen, bis wir dann alle irgendwie mal ins Bett wollten. Morgen wird ein Bekannter aus Würzburg auch 50, und wer weiß, vielleicht hat Beate ja Ähnliches geplant. Allerdings weiß ich nicht, was ihr Mann dazu sagen würde, wenn dann sonntags im Gottesdienst fast alle einschlafen.

Und dann ist mir mal wieder etwas richtig Peinliches passiert. Hab ihr zum Geburtstag den Quick-Chef von Tupperware gekauft, den hat sie sich so sehr gewünscht. Gestern Abend hab ich ihn dann noch verpackt, aber oh Schreck. Als sie ihn auspackt sehe ich, dass es gar nicht der Quick Chef ist, sondern mein Gastgeberinnengeschenk (das ähnlich aussieht und in einer ähnlichen Verpackung ist) Also riss ich ihr das gerade geöffnete Geschenk aus den Händen und mit kurzer Erklärung bringe ich ihr heute das Original.

hm

Oase

Wenn wir donnerstags abends Hauskreis haben, dann sind die Knabbereien immer eine Herausforderung für mich. Gerade deshalb, weil ich be light Chips und Weingummi liegen habe. Wir sind meist so viele, dass ich mich möglichst weit vom Wohnzimmertisch weg setze, und so auch gar nicht in Versuchung gerate, denn habe ich einmal angefangen, dann ist es zu spät. Aufgrund von Urlaub, Todesfall, Krankheit etc. waren gestern einige nicht da, und so haben wir eine kleine Runde um den Tisch gehabt. Es kam wie es kommen musste. Ich hab nicht mehr gezählt, irgendwie ärgerlich, und dennoch, wenn das Ziel klar vor Augen ist, dann ist es eben nicht egal. Dann überlegt man, wie man das wieder ausgleichen kann. Während sonst nach so einem Rückfall meine Woche dahin war, gehe ich heute wieder ins Programm, und versuche mit möglichst viel Bewegung alles wieder auszugleichen. Das wäre doch gelacht…… erinnere mich an das Wochenthema: denk positiv!!!

Da ich heute wohl nach der Laufanalyse auch gleich ein paar neue Turnschuhe erstehen werde, fällt mir die Bewegung auch nicht schwer. Bin hinterher gleich mit einer Freundin für eine Runde verabredet.

Joana geht nach der Schule gleich zu ihrer Freundin, so brauche ich mich mittags nicht zu beeilen, die Jungs kommen nicht vor 13.00 Uhr. Dank des neuen Ultras kann ich meinen Sauerbraten gleich schon vorbereiten, und ihn mit Zeitschaltautomatik in den Ofen stellen. Was für ein Luxus. So wird ein ganz normaler Freitagvormittag, zum Wellnessvormittag. Manchmal schafft man sich so kleine Oasen.

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Typisch

Sitze hier am Notebook und würde eigentlich lieber laufen gehen. Aber, das ist Donnerstag nicht drin. Ich muss meine Abrechnung erledigen, das nimmt meistens den ganzen Vormittag in Anspruch. Die Sonne lacht mich durch die Scheiben an, ich ahne nur, dass es so richtig kalt draußen ist. Auf der anderen Seite könnte ich donnerstags machen was ich will. Das ist so eine Art „freier Tag“. Vlado steht morgens mit den Kids auf, ich darf länger schlafen, und an manchen Tagen, da gammel ich tatsächlich so ein wenig rum. Von 52 Donnerstagen im Jahr sind das allerdings höchstens 3. Das Nichtstun liegt mir nicht im Blut. Bin eher lieber beschäftigt, und so kommt es eben auch, dass ich mich richtig zur Ruhe zwingen muss.

Ich freue mich momentan sehr an den Abnahmen meiner Teilnehmer und werde die Vermutung nicht los, dass ich tatsächlich auch besser motivieren kann, wenn ich selbst „im Programm“ bin. Die Reste vom Kuchen haben gestern glücklicherweise meine Männer aufgegessen, so bin ich nicht in Versuchung gekommen.

Heute Nachmittag sind wir auf einer Beerdigung. Immer ein trauriger Anlass. Eigentlich wollte ich nicht mit, seit Julians Tod reiß ich mich da nicht drum. Auf der anderen Seite, ist der Vater einer Freundin gestorben. Und irgendwie möchte ich dann doch gerne da sein, ihr zeigen, dass wir für sie da sind.


Der Termin für unseren ersten Frauenabend rückt immer näher, und…… ich hab ein wenig Lampenfieber. Ist nicht meine Art, das Sprechen bin ja gewöhnt. Dennoch ist so eine neue Arbeit immer ein wenig wie eine Geburt. Ich finde den Vergleich eigentlich blöd, aber er passt so gut. Man wird schwanger mit einer Idee, die Monate der Schwangerschaft und der Vorbereitung kosten viel Arbeit, und dann kommt das Baby zur Welt. Die Idee für diese Abende hatte ich schon vor 3 Jahren. Und nun bin ich so gespannt, wie das Ganze wird.

Gestern haben wir unseren Sommerurlaub gebucht. Das ist jedes Jahr wieder spannend, obwohl wir seit 14 Jahren immer an den gleichen Ort fahren und ja nur die Fähre buchen müssen. Wenn wir dann allerdings die Daten haben, das Ticket in den Händen halten, wissen mit welchem Schiff wir übersetzen, ist das schon immer schön. Jedes Jahr, wenn wir die Straßen von Olbia Richtung Magomadas fahren, dann wird mir bewusst, wie schnell doch die Zeit wieder vergangen ist. Ich bin so dankbar, für die Möglichkeit jedes Jahr in Urlaub fahren zu können. Und wir sind immer gefahren. Während der Schwangerschaften, mit kleinen Babys, kurz nach dem Kauf unseres Hauses in Wolfsburg, obwohl wir viel zu renovieren hatten, direkt nach dem Umzug nach Oberkirch, immer.

Viele haben mit dem Kopf geschüttelt. „Wie können die nur in Urlaub fahren, wo sie doch so viel zu tun haben!“ Aber, man hat immer viel zu tun. Und Urlaub war uns immer wichtig, alles andere konnte warten. Wir brauchen das als Familie, mal wieder alle zusammen zu sein, und keine Aufgaben zu haben, Zeit zu haben. Das hat unserem Familienleben, unserer Ehe, und uns selbst gut getan. Wir haben noch keine Ahnung was wir mit dem Teeladen machen. Aber es wird eine Lösung geben. Das ist wohl typisch für uns.

hm

der faulste Monat

Jeden Tag wird es ein wenig früher heller. Heute hab ich beim Laufen auf die Uhr geschaut, 7.45 Uhr, und man konnte schon richtig gut sehen. Also dauert es nicht mehr lange, und das Laufen im Dunkeln hat ein Ende. Dafür war der Mond im Dunkeln heute umwerfend. Klar und groß, ich betrachte ihn immer ein wenig ehrfürchtig, staune über Gottes geniale Schöpfung.

Nachdem ich gestern auf der Waage ein langes Gesicht gezogen habe, konnte ich es mir nicht verkneifen, mich heute nach dem Laufen nochmals zu wiegen. „Geht doch….“, musste ich schmunzeln, bin zufrieden und weiterhin „im Programm“. Freu mich am Freitag auf meine neuen Laufschuhe. Beate habe ich gestern am Telefon prophezeit: „Wenn wir uns das nächste mal sehen, bin ich so richtig schlank.“ Gesagt ist gesagt. Wir sehen uns Ende April in KirchheimJ)

Bei mir zu Hause sieht es gerade aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich habe keine richtige Zeit und vor allen Dingen überhaupt keine Lust zum Aufräumen. Lieber sitze ich am Notebook, stricke, telefoniere, erzähle mit den Kindern, mache alles nur nicht das, was ich eigentlich sollte. Sollte ich? Es ist doch immer eine Frage der Prioritäten, die man setzt. Und gerade eben tanke ich auf. Lasse alles ein wenig schleifen. Januar und Februar sind tatsächlich meine faulsten Monate. Da habe ich am meisten Zeit. Es gibt kaum Termine zum Auswärtssprechen, für Nordic- Walking- Kurse ist es zu kalt, und vor allen Dingen, der Garten ruht. Nicht, dass ich im Sommer so viel im Garten tun würde, ist für mich fast die schlimmste Arbeit, aber er mahnt mich immer: „Schau, du kannst nicht einfach ausruhen, irgendetwas anderes tun, du musst mein Unkraut jäten.“ Wie sehr ich das hasse. Mein größter irdischer Wunsch ist ein Gärtner und eine Haushaltshilfe. Da ich weder das eine noch das andere habe, föne ich mir jetzt mal schnell die Haare, gehe einkaufen und erledige den Haushalt. Was sein muss, das muss sein.

hm

achte auf deine Gedanken….

Vielleicht sollte ich mir angewöhnen erst blog zu schreiben, und dann Beates zu lesen. Wollte etwas zum Wochenthema schreiben - positives Denken - und sehe, Beate hatte den gleichen Gedanken.

Während sich in der Vergangenheit oft negative Gedanken in meinen Kopf eingeschlichen haben, versuche ich es heute fast immer positiv zu sehen. Es hilft mir in den vielen Herausforderungen, in denen wir schon steckten nicht aufzugeben. Nur manchmal, an ganz wenigen Tagen, da denke ich, ich schaff das nicht. Das sind graue Tage, da wächst mir alles über den Kopf, da stapeln sich die Probleme, da fühle ich mich  als Versagerin, da stelle ich alles in Frage, und würde am liebsten aufgeben. An solchen Tagen bin ich oft ungnädig, keineswegs freundlich und schon gar nicht barmherzig. Das sind Tage, an denen weine ich viel, alles stürzt auf mich ein, und mir bleibt die Luft zum Atmen weg. Mein Mann, Freundinnen, die mich gut kennen wissen das. Die kennen solche Zeiten. Sie wissen dass ich dann Ermutigung brauche, ein nettes Wort, eine nette Geste. Und dann geht es mir meist bald wieder besser. Am meisten hilft mir allerdings, wenn ich mir die Zeit zum Beten und Bibel lesen nehmen. Das tue ich blöderweise gerade in solchen Situationen eher nicht. Das Wort Gottes sagt mir doch immer wieder, dass ich richtig bin, das ER meine Sorgen auf sich nimmt, dass ER mein Versorger ist, dass ich alles bei IHM abladen kann. Das sind negative Tage, mit negativen Gedanken, und die ziehen mich runter. Weil ich das weiß, versuche ich solche Gedanken möglichst schon im Keim zu ersticken, sie gar nicht in meiner Gedankenwelt zuzulassen. Es gibt ein nettes Sprichwort. Ich habe es mal während eines Vortrags gebraucht, es ging um das Thema: Gedanken bestimmen unser Verhalten.

Achte auf Deine Gedanken,

denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte,

denn sie werden Taten.

Achte auf Deine Taten,

denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten,

denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter,

denn er wird Dein Schicksal.

Wenn wir negative Gedanken im Keim ersticken, dann verselbstständigen sie sich auch nicht.

Bin ja ein Meister im Motivieren, diese Gene hab ich wohl weitergegeben.

Joana beschwert sich heute, dass sie jeden Tag Hausaufgaben auf hat. Ich erkläre ihr, dass das ja eine gute Vorbereitung auf die Schule sei, denn da bekommt sie ja auch jeden Tag etwas auch. Das tröstet sie nicht wirklich. Ich dann zu Motivation: Joana, weißt du aber, was ich ganz toll an dir finde? Dass du deine Hausaufgaben immer sofort nach der Schule erledigst, und dass du dann den ganzen Nachmittag frei zum Spielen hast.

Sie, schaut mich an und sagt: Mama, weißt du was ich an dir ganz toll finde? Dass du so oft mein Lieblingsessen kochst, was gibts heute zu Essen?

Nicht ihr Lieblingsessen, und sie sitzt jetzt leider auch nicht an ihren Hausaufgaben.

 

hm

 

die besten Gedanken

Beim Laufen morgens habe ich immer die besten Gedanken und Ideen. Habe mental schon einmal den Vortrag für unseren ersten Frauenabend “Atempause” vorbereitet. Am liebsten würde ich Joana als Anschauungsmaterial mitnehmen. Leider schläft sie um diese Zeit schon, also tut es auch ein schwingender Rock von ihr.

Beim Laufen, kurz bevor ich dann wieder zu Hause bin, freue ich mich immer auf eine Tasse heißen Kaffee und ein Frühstück. Manchmal fühle ich mich bevorzugt. Bin dankbar für alles was ich habe, und freue mich am Augenblick. Es liegt immer in der Betrachtungsweise was ich aus einer Situation mache. Ich kann in allem das Positive oder Negative sehen, mich für das Eine oder Andere entscheiden. Ich nehme mir immer wieder vor das Positive in allen Dingen zu erkennen, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Heute Morgen wartet der Teeladen auf mich. Ich freu mich eigentlich immer auf das Geschäft, bin ja nur zwei mal die Woche dort, aber es sieht so schnuckelig aus, und mir macht der Umgang mit Kunden einfach auch sehr viel Spaß.

Heute bekomme ich meine Tupperware. Wenn die Tuppertante kommt ist das immer ein bisschen wie Weihnachten. Sie bringt so viele Geschenke. Werde heute gleich den neuen Ultra ausprobieren und ein Brot backen. Außerdem backe ich heute schon mal die zwei Blech Kuchen für die Weight Watchers Treffen morgen. Bis auf das letzte Stück war der Kuchen gestern weg, allen hat er geschmeckt und auch die eingelegten Zucchini-Zwiebel-Schweinefilets waren ein Hit. Nachdem es alle mochten (sogar mein Mann hat Zucchini gegessen) werde ich das Rezept auf meine Seite setzen.

Gestern wollte ich so gerne mit Vlado noch eine Runde laufen. Ich hab gefragt: “Maus, wollen wir noch ein wenig spazieren gehen? ” Er: “Selbst nach 20 Jahren Ehe hast du deinen Humor noch behalten.” Das wars. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass es mir gar nicht um Sport geht, sondern einfach darum, mich zu bewegen, dass ich das Gefühl habe ich roste ein, wenn ich nicht laufen gehe. Er: “Na dann putz doch das Haus.” Ha Ha

hm

ich habs im Griff

Bin tatsächlich gestern mit dem Fahrrad nach Oberkirch gefahren. Das kostet mich immer Überwindung da es hier ständig bergauf und bergab geht. Aber es tat mir gut, und der Ausrutscher von vorgestern ist fast behoben. Außerdem konnte ich mit dem Fahrrad viel gemütlicher durch Oberkirch. Wollte eigentlich nur zur Post und Vlado kurz Hallo sagen. Und dann bin ich doch noch ein wenig bummeln gewesen. Und hab ein Super-HilftmirimProgrammzubleiben-Schnäppchen gefunden. “Wolle” Während ich in jungen Jahren einen Pulli nach dem anderen gestrickt habe ist diese Handarbeit doch in Vergessenheit geraten. Hin und wieder mal einen Schal, und letztes Jahr hab ich mal ein paar Socken gestrickt. Ich liebe immer wieder die Herausforderung etwas zu lernen, was ich nicht kann. Die Herausforderung Socken stricken zu lernen war fast schwieriger als die Homepage zu erstellen. Aber nun kann ich es. Wenn ich abends mal Zeit habe und vor dem Fernseher sitze, dann hilft mir das Stricken nichts zu naschen. Hat gestern mal wieder funktioniert. Gestern in Oberkirch unterwegs, fiel mir vor einem Handarbeitsgeschäft dann wunderschöne braune Wolle ins Auge, und mein Entschluss war schnell gefasst. Ich stricke mir eine Jacke. Ich liebe Strickjacken, kann gar nicht genug davon haben. Und das sollte mir tatsächlich eine Weile helfen, abends die Finger von Chips und Co. zu lassen. Und wenn die Gewohnheit erst einmal gebrochen ist…….

Gestern haben wir dann alle irgendwie herumgewurstelt. Vlado hat mir die wunderschönsten Einladungen für den Frauenabend “Atempause” erstellt. Während ich einen Text im Word schreiben würde, hat er das ganze im Corel Draw zu einem Kunstwerk gemacht, typisch. Zwischendurch hat er mit Steven seine neuen Möbel aufgebaut. Endlich haben ja alle Kinder ein eigenes Zimmer, Steven hat neue Möbel bekommen. Er freut sich und ist gewissenhaft alles am Aufräumen.

Heute ist GSN der Gemeinde. Ich habe schon einmal den Kuchen gebacken, den ich am Dienstag und Mittwoch mit in meine Treffen nehme, l e c k e r !!!! Jeder durfte sich gestern 1 Stück nehmen, der Rest ist für heute. Außerdem habe ich süß-sauer eingelegtes Gemüse-Schweinefilet erfunden, und bin gespannt, ob es irgendjemand schmeckt.

hm